Sie stellen Fragen, unsere Experten/innen beantworten sie gerne!
Wer macht was? Einfach mit der Maus über die Fotos der Experten/innen fahren und dann dort kurz verharren.
|
Netzhaut und Migräne
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Laura Gast
|
Verfasst am: 03.04.2011, 14:53 Titel: Netzhaut und Migräne |
|
|
| Hallo, mein Onkel (Diabetiker) muss nächste Woche in eine Augenklinik wegen seiner Netzhaut. Ich hab mich mal im Internet umgeschaut, ob man Netzhautprobleme nicht auch homöopathisch behandeln kann und bin dabei auf Micontran – Heidelbeerkonzentrat gestoßen. Micontran wird auch bei Migräne eingesetzt: „Der Migräne-Patient nimmt bei einer Attacke im Abstand von einer Stunde 2 mal 300 bis 600 Milligramm des Heidelbeer-Extraktes. Je früher der Natur-Extrakt zugeführt wird, desto besser und effektiver ist seine Wirkung.“ Welche Erfahrungen habt Ihr mit Heidelbeerkonzentrat gemacht und in welchen Fällen setzt Ihr es ein? LG Laura |
|
| Nach oben |
|
 |
wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 957 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
|
Verfasst am: 03.04.2011, 16:44 Titel: |
|
|
Hallo Laura,
da dein Onkel Diabetiker ist, hat er Spätschäden durch den Zucker an den Gefäßen im Auge und sicher auch sonst im Körper z. B. Niere etc., was zur Erblindung und Nierenversagen führen kann.
Dies bezeichnet man als Mikrohämatopathie, d. h. die kleinen und kleinsten Blutgefäße werden durch den hohen Blutzucker irreversibel geschädigt.
Da beim Diabetes auch die großen Gefäße betroffen sind z. B. Koronargefäße oder in den Beinen, bezeichnet man dies als Makrohämatopathie. Es gibt dann Herzinfarkt, Schlaganfall, offene Beine etc.
Das ist eine ganz üble und langwierige Sache.
Ganz wichtig ist, dass er gut mit dem Blutzucker eingestellt ist. Vermutlich spritzt er bei dieser Schwere der Erkrankung auch Insulin.
Da ist leider mit Homöopathie wenig auszurichten.
Es geht einzig um die gute Einstellung des Blutzuckers.
Nur dies verhindert Spätschäden.
Mag ein Migränepatient mal das Heidelbeerpräparat ausprobieren, bei Diabetes sehe ich wenig Aussichten auf Besserung. _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
www.praxis-die-insel-4you.de
Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
Söllinger Str. 9 c
76327 Pfinztal-Kleinsteinbach |
|
| Nach oben |
|
 |
Laura Gast
|
Verfasst am: 04.04.2011, 08:16 Titel: |
|
|
| Hallo Wattebällchen, mein Onkel spritzt sich und obwohl er gut eingestellt ist und ständig zum Arzt geht, hat er diverse Beschwerden. Der Zucker macht ihn kaputt. Diese Woche muss er wegen seiner Netzhaut in die Augenklinik. Ich frage mich, ob ich ihm nicht doch Heidelbeerextrakt empfehlen soll, damit seine Augen nicht schlechter werden. Allein mit der ärztlichen Behandlung bekommt man den Zucker nicht in den Griff. Man sollte die Sache wenigstens stoppen können. LG Laura |
|
| Nach oben |
|
 |
Laura Gast
|
Verfasst am: 04.04.2011, 08:22 Titel: |
|
|
| Ich hab vergessen zu schreiben, dass mein Onkel ständig erkältet ist und da wäre doch Heidelbeerextrakt auch gut, oder? Der Arzt verschreibt ihm ständig Antibiotika. Es geht gar nicht um Besserung. Es geht darum, dass es nicht noch schlimmer wird. Und bei ihm wird es trotz bester schulmedizinischer Versorgung ständig schlimmer. Der Zucker macht ihn kaputt. LG Laura |
|
| Nach oben |
|
 |
wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 957 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
|
Verfasst am: 04.04.2011, 08:27 Titel: |
|
|
HAllo Laura,
nun denn, schaden wird es wahrscheinlich nicht. Er muss es allerdings bei den BE berechnen. Ich will dir die Hoffnung nicht nehmen ...
Diabetes ist nun mal eine besch... Krankheit. Und kein Therapeut kann bei Tatsachen die Zeit zurückdrehen....
Diabetes ist eine progrediente (fortschreitende) Krankheit. Und da wir immer älter werden, bekommen wir eben auch die Spätschäden zu spüren.
Dies gilt für alle Krankheiten. Früher sind die Leute gestorben, bevor man sah, was draus werden kann. _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
www.praxis-die-insel-4you.de
Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
Söllinger Str. 9 c
76327 Pfinztal-Kleinsteinbach |
|
| Nach oben |
|
 |
Thea Gast
|
Verfasst am: 04.04.2011, 19:45 Titel: |
|
|
Hallo, hab was gefunden:
http://netzhaut-selbsthilfe.de/index.php?menuid=18
„Insgesamt jedoch erhalte ich ein sehr positives Feedback in der Selbsthilfegruppe von Menschen, die regelmäßig Heidelbeersaft und Holundersaft oder / und Tabletten mit Heidelbeerextrakt und Lutein einnehmen... Ich selber nehme über einem Jahr eine Wirkstoffkombination aus Heidelbeerextrakt, Lutein und Beta- Carotin und kann mich dieser Meinung nur anschließen. Flimmern und Lichterbögen haben nach ca. 3 Wochen merklich nachgelassen.“ Man kann da auch Erfahrungsberichte lesen. Viele Grüße Thea |
|
| Nach oben |
|
 |
wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 957 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
|
Verfasst am: 04.04.2011, 19:53 Titel: |
|
|
Liebe Thea,
das bezieht sich auf die Makuladegeneration und nicht auf die Schäden durch den Diabetes.
Das sind zwei grundlegend verschiedene Krankheitsbilder. _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
www.praxis-die-insel-4you.de
Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
Söllinger Str. 9 c
76327 Pfinztal-Kleinsteinbach |
|
| Nach oben |
|
 |
Thea Gast
|
Verfasst am: 06.04.2011, 11:28 Titel: |
|
|
Liebes Wattebällchen, danke für deine Antwort. Vielleicht kannst du mir bezüglich Migräne etwas erklären. Ich habe gelesen, dass Calciumbrausetabletten bei Migränepatienten Anfälle auslösen können, weil Gefäße eng gestellt werden.
Darf jemand, der zu Migräne neigt, ein Mineralwasser trinken, auf dem steht: Calcium 485 und Magnesium 66 mg/l? Ich habe gelesen, dass das Verhältnis 2:1 sein sollte.
Muss er aufpassen, wie viel er am Tag davon trinkt? Jemand mit Migräne könnte Leitungswasser trinken und auf alle Milchprodukte verzichten. Aber dann könnte er doch Osteoporose bekommen, oder?
Sollte er sich gar nicht so viel Gedanken machen über die Ernährung und einfach zusätzlich jeden Tag eine Magnesiumtablette nehmen?
Das habe ich auch gelesen:
http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/krankheit/show.php3?p=7&id=96&nodeid=60
„Mit Hilfe der Molekularbiologie werden z.Z. möglicherweise weitere auslösende Faktoren für Migräne entdeckt: Laut Professor Michel Ferrari vom Medizinischen Zentrum der Universität Leiden häufen sich die Beweise, dass bestimmte Genmutationen am Entstehen der Migräne beteiligt sind. So vermutet man, dass Calcium eine wichtige Rolle einnimmt. In jeder Nervenzelle – auch in denen des Gehirns – befinden sich eine Menge Calciumkanäle, durch die Calcium in die Zelle gelangt und dort an wichtigen Prozesse beteiligt ist. Diese Kanäle bestehen aus Eiweissmolekülen, die wiederum aus verschiedenen Untereinheiten zusammengesetzt sind. Eine dieser Untereinheiten (Alpha –1A) ist eine Minipore, der eigentliche Kanal für Calcium ins Zellinnere. Das für diesen Kanal zuständige Gen (CACA1A= Calcium-Channel Alpha 1A) kann durch krankhafte Veränderungen (Mutationen) zu einer Unterversorgng von Calcium in den Nervenzellen führen und so letztendlich Migräne verursachen.“
Wie ist das jetzt? Migräne durch zu viel oder zu wenig Calcium? Ich blick da gar nicht mehr durch – erklär es mir bitte. LG Thea |
|
| Nach oben |
|
 |
wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 957 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
|
Verfasst am: 06.04.2011, 12:45 Titel: |
|
|
Hallo Thea,
aaaalso, da hast du mal wieder feste recherchiert....
Das mit den Ionenkanälen ist ein alter Hut, den kennen wir Mukoviszidosespezialisten seit bestimmt 30 Jahren ...
Nur ist Tatsache, dass Migräne durch ganz viele Faktoren ausgelöst werden kann. Ich könnte dir auf Anhieb über 20 aufzählen, doch dies führt hier zu weit.
Natürlich gibt es Menschen, die solch eine Genmutation in den Erbanlagen haben, für die gilt natürlich diese Calciumeinschränkung.
Aber die viel größere Anzahl von Migränepatienten hat andere Auslöser.
Ich habe mich in meiner Praxis ja auf Migräne und Tinnitus spezialisiert.
Zuerst muss mal die Diagnostik ablaufen, ob nicht etwas Organisches hinter der Migräne steckt. Das können Gefäßmissbildungen oder z. B. auch ein Hirntumor sein.
Und erst, wenn alles diesbezüglich abgeklärt ist und eine sehr umfassende Anamnese (Patientenbefragung / Vorgeschichte) angelaufen ist, ist diagnostischer Spürsinn gefragt , um die Auslöser zu finden.
Dazu muss der Patient ein so genanntes Schmerztagebuch führen über :
Wetter, Cyclus, was gegessen wurde, Uhrzeit, Stresskomponenten, Helligkeit, Kälte, Wärme etc.
Und dazu, wie er sich fühlt. Dazu hat er eine so genannte Visuelle Analogskala (VAS) von mir bekommen . Damit schätzt er sein Befinden auf der Skala zwischen 1 und 10 ein. 1 ist wunderbar und 10 ist ganz schlimme Migräne. Und dies wird dokumentiert.
So lernen die Leute, sich einzuschätzen und dass es nicht jeden Tag gleich ist.
Und dann lernen sie bei mir verschiedene Strategien, wie sie die Migräne selbst beeinflussen können. Auch da gibt es ein breites Spektrum an Möglichkeiten.
Magnesium ist bekannt als Krampflöser (nicht nur von Wadenkrämpfen). Z. B. ist bei den Schüsslersalzen die "Heiße 7" bekannt , wenn man Migräne ankommen fühlt. Für die "Heiße 7" löst man 10 Tabletten vom Schüsslersalz Nr. 7 (Magnesium phosphoricum) in einem Becher heißem Wasser auf und trinkt dies. So wirkt es schnell und intensiv.
Auch die andern Salze kann man so einnehmen, wenn es pressiert. _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
www.praxis-die-insel-4you.de
Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
Söllinger Str. 9 c
76327 Pfinztal-Kleinsteinbach |
|
| Nach oben |
|
 |
Laura Gast
|
Verfasst am: 07.04.2011, 13:08 Titel: |
|
|
Hallo Wattebällchen, du schreibst: "Und dann lernen sie bei mir verschiedene Strategien, wie sie die Migräne selbst beeinflussen können. Auch da gibt es ein breites Spektrum an Möglichkeiten."
Meinst du damit Entspannungsmethoden z.B. Autogenes Training? LG Laura |
|
| Nach oben |
|
 |
wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 957 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
|
Verfasst am: 07.04.2011, 13:27 Titel: |
|
|
Liebe Laura,
du darfst gerne mal meine Homepage besuchen und unter "Therapien" und "Massagen" nachsehen, was für vielfältige Möglichkeiten es gibt.
Ich mache körper- und ressourcenorientierte Verhaltenstherapie = multimodale Schmerztherapie.
Da jeder Mensch verschieden ist, braucht man ein breites Spektrum an Therapieoptionen, um für jeden das Richtige auszuwählen.
Meist kommen die Leute und sagen: "Der Arzt hat gesagt, ich müsse mich mit meinem Tinnitus abfinden. Er können nix mehr machen."
Ja, sage ich, der Arzt kann nix mehr machen, jetzt sind Sie dran, etwas zu tun. Raus aus der Opferrolle und Strategien gelernt, um das eigene Befinden beeinflussen zu können. Nicht immer nur "weise Frau muss helfen..."
Und die Migränepatienten kommen mit einer Bedarfsmedikation, die sie gerne in Reserve behalten dürfen. Das gibt Sicherheit.
Und wenn die Leute ihr Repertoire (ich sage "Werkzeugkasten" dazu) gut gefüllt haben, gibt es weniger Migräneanfälle oder die Anfälle sind nicht mehr so stark und sie können damit umgehen.
Und sie brauchen auch weniger Medikamente.
Und sie haben gelernt, wieder auf die leisen Signale des Körpers zu hören und nicht zu powern bis zum burn out... _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
www.praxis-die-insel-4you.de
Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
Söllinger Str. 9 c
76327 Pfinztal-Kleinsteinbach |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|