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multiresistente krankenhauskeime
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sonne
Anmeldedatum: 12.05.2009 Beiträge: 1
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Verfasst am: 12.05.2009, 06:22 Titel: multiresistente krankenhauskeime |
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guten morgen allerseits,
bei meinem mann wurden zwei krankenhauskeime festgestellt und zwar der esbl und Stenotrophanos oder so ähnlich. es gibt doch sicher möglichkeiten, diese keime loszuwerden.
was haltet ihr von der empfehlung Echinacea compositum SN Ampullen von der Fa. Heel ,zwei mal
in der Woche eine Ampulle = 2 ml Intramusculär zu verabreichen?
zauberkügelchen(globulis) wären mir eigentlich lieber. aber wer weiß, vielleicht habt ihr noch ganz andere vorschläge.
ich danke schon mal für die antworten und wünschen allen noch einen wunderschönen tag
sonne  |
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wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 957 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
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Verfasst am: 12.05.2009, 13:34 Titel: |
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Hallo liebe sonne,
als erstes möchte ich auf den ESBL eingehen.
Es sind Keime aus dem Darm (meist Eschericia Coli oder Klebsiellen), die hier vorkommen.
Sobald sie aber in die Atemwege, Harnwege, Magen etc. gelangen, ist es schwierig, sie zu behandeln.
Vor allem muss man wissen, wo sie grade besiedelt haben.
Mit Homöopathie kommst du da nicht weit, denn man muss den Mechanismus dieser Keime wissen.
ESBL heißt "Extendet Spektrum Beta-Lactamase". Das heißt, diese Keime sind in der Lage, bestimmte Antibiotika zu spalten, sich aus diesen Resten ein Enzym zu klauen und dann in andere Keime zwecks Vermehrung einzuschleusen.
Fazit: Da ESBL die Antibiotika unwirksam macht, muss man entweder andere Antibiotika (die keinen Lactasering haben, den er brauchen kann) geben oder die Antibiotika absetzen, d. h. ihn aushungern.
Wenn der Keim in Wunden oder in Drainagen (Schläuche) oder in der Lunge sitzt, muss behandelt werden.
Die Keime werden über Schmierinfektion weitergegeben.
Also:
Kittelpflege, Mundschutz, Handschuhe, Haube, Einzelzimmer, Desinfektion, Hygienemaßnahmen.
Also wie bei allen multiresistenten Keimen, egal, was für einen Entwicklungszyklus die haben.
Lass dich in der Klinik von der Hygieneschwester / Hygienebeauftragter informieren. Die müssen das wissen.
Möglicherweise gibt es in der Klinik ein Infoblatt, das die entwickelt haben.
Allergrößte Vorsicht ist auf Intensivstationen angeraten. Dort muss es gehen wir im OP. Das ist Standard.
Da die Keime aber unsichtbar sind, kommt es trotzdem immer wieder mal zu Übertragungen.
Und wenn es dann ein schwer kranker Patient ist, kann dies fatal enden ...
Und nun zum Stenotrophanos maltophilia (so ist der vollständige Name).
Das ist ein so genannter opportunistischer Keim, d. h. er kommt überall vor und macht keine Symptome.
Wenn allerdings jemand unter Cortison oder Immunsuppresiva (fährt die Abwehr runter z. b. nach Transplantationen oder bei Rheumapatienten) steht, ist Vorsicht geboten.
Man kann sich den S. maltophilia holen z. B. aus Soft-Eismaschinen, Nahrung, Luftbefeuchtern, Aerosolen. Er kann auch bei Menschen vorkommen, die Mundwasser mit Chlorhexidin verwenden, denn dies begünstigt das Wachstum ...
In der Klinik ist er oft zu finden bei Patienten mit irgendwelchen"Schläuchen" (Blasenkatheter, ZVK (Zentraler Venenkatheteter) oder Port, beatmete Patienten, mit PEG (Magensonde direkt in den Bauch) usw.
Patienten mit COPD (Chronischer Lungenspastik, Asthmatiker usw.) und CF-Patienten sind sehr gefährdet, sich diesen unliebsamen Untermieter einzufangen.
Manchmal ist er noch auf Trimethoprim-Sulfamethoxazol (Eusaprim) empfindlich.
Ansonsten gilt alles, was ich oben schrieb.
Leider breiten sich diese multiresistenten Keime weltweit mehr und mehr aus.
Ursache ist u. a. die oft unnütz oder zu kurz eingenommenen Antibiotika. Auch diejenigen, die wir über unsere Nahrung schon geliefert bekommen ...
Genauso unnütz sind Haushaltsreiniger mit desinfizierender Wirkung. Die sollte man nur verwenden, wenn zuhause tatsächlich eine Infektionskrankheit herrscht.
Uff, das war ja eine Vorlesung für Intensivpflege .... _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
www.praxis-die-insel-4you.de
Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
Söllinger Str. 9 c
76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
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