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MS Schub

 

MS Schub

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Tamina



Anmeldedatum: 06.03.2009
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Wohnort: bei Cuxhaven

BeitragVerfasst am: 06.03.2009, 14:00    Titel: MS Schub

Hallo zusammen! Sun
Erst einmal möchte ich mich kurz vorstellen, ich bin 38 J, Mutter von 3 Kindern (14,12,10) aus 1. Ehe und nun mit meinem neuen Partner noch ein 1j. Seit 2003 ist bei mir MS bekannt. (herde im Kopf) Ich hatte immer Druck auf dem rechten Ohr und bei Stress ist dieser immer größer geworden... (das ist auch nie weggegangen, ich nehme Ginko) dann hatte ich verschiedene Schübe Sehnerventzündung, taube Stellen, Geschmacksverlust, aber es ist alles nach ein paar Wochen wieder weggegangen. Ich nehme keine Medik (nur Stress und Nerven Tropfen Apozell) und sträube mich auch zu meiner Neurologin zu gehen das diese der Meinung ist ich sollte damit anfangen. Nun kam letzten Nov ein komplett taubes rechtes Bein bis über die Hüfte dazu und im Kernspin kam ein neuer mittiger großer Rückenmarksherd dazu (dort hatte ich bis dato keine) Nach eingen Wochen war das Bein wieder Ok aber nun seit ein paar Wochen schleppe ich einen Virus der mich fertig gemacht hat und seit ein paar tagen ist es so das mein rechter Fuß taub ist und ich beim laufen dort keine Karft habe, das ist also jetzt die erste Sichtbare Einschränkung. Ich hoffe das das auch wieder weggeht, würde meinem Körper gerne dabei helfen... hat jemand eine Idee was ich tun kann verwirrt Bin um jeden Tip dankbar, LG Tamina
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wattebällchen



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BeitragVerfasst am: 06.03.2009, 14:39    Titel:

Hallo Tamina,

weshalb sträubst du dich gegen eine Therapie deiner Symptome ? Hast du mal schlechte Erfahrungen gemacht ?

Leider ist es bei der MS so, dass man sie bis jetzt noch nicht heilen kann, sondern nur versucht, die Zeit zwischen den Schüben auszudehnen, die Symptome zu lindern und eben die Progredienz aufzuhalten.

Es gibt auch 3 verschiedene Verlaufsformen:
1) MS, die nur 1 x mit einem Schub auftritt und dann nicht mehr.
2) MS, die in Schüben auftritt und es nach den Schüben wieder zu einer teilweisen Remission kommt
3) MS, die schnell fortschreitet.

Im Moment ist der so genannte Gold-Standard die Injektionen von verschiedenen Interferonen (Immunmodulatoren), die in das Immungeschehen eingreifen und die Entzündung hemmen.
Dazu Immunglobuline, die die Fehlsteuerung des Immunsystems beeinflussen und auch die Entzündung hemmen.

Bei MS wird die Isolierschicht um die Nervenbahnen herum abgebaut, sie verhärtet sich (Sklerosierung). Multipel heißt mehrfach im Körper vorkommend. Es kommt, wie bei einem Elektrokabel zu "Kurzschlüssen" zwischen den nicht isolierten Nervenbahnen.

An konservativer, symptomatischer Therapie macht man Physiotherapie nach Bobath und Voijta, PNF (Proprioneuromuskuläre Fascilitation. Durch Dehnungen der Muskeln gibt es einen Einfluss auf die Nerven, vereinfacht gesagt ...), Brugger-Therapie etc.

Dazu Elektrotherapie, Ultraschall, Schlingentisch, tiergestützte Therapie (Hippotherapie = therapeutisches Reiten), Ergotherapie (funktionelle Therapie), Entspannungstechniken wie Autogenes Training und Visualisierung (hilft gegen die Spastik), auch Psychotherapie unterstützt bei einer Diagnose einer chronischen Krankheit.

Ganz wichtig ist, dass du gut auf deine Blase aufpasst, damit du dir keinen Infekt einhandelst. So etwas wird bei MS gerne chronisch. Als vorbeugendes und wohlschmeckendes Mittel kannst du Cranberries als Saft oder Trockenbeeren zu dir nehmen. Cranberries (kanadische Preiselbeeren) haben viel Gerbsäure, die den Urin ansäuern und so der Bakterienbesiedelung entgegenwirken.

Manchmal wird auch Homöopathie eingesetzt, aber damit kennen sich meine Forumskolleginnen besser aus.

Wenn du Blasenentleerungsschwierigkeiten haben solltest, musst du klopfen oder eine andere Technik anwenden. Das bekommst du von der KG gezeigt.

Auch wichtig ist eine regelmäßige Stuhlentleerung.
Worauf du achten musst, kannst du dir entweder vom Fachpersonal zeigen lassen oder maile mich über das Kontaktformular meiner Homepage an.

Und nun habe ich noch einen kleinen Hoffnungsschimmer für dich:
Mittlerweile ist auch die Stammzellenforschung soweit, dass man MS-Patienten damit behandelt.

Die Stammzellen kommen von einer Knochenmarksspende (aus dem Beckenkamm) eines mit den Merkmalen zu deinem Immunsystem passenden Menschen. (Evtl. Verwandtschaft)
Es ist, wie gesagt, keine Heilung, aber man kann den Verlauf damit verlangsamen und die Symptome mildern.

Eines der führenden Zentren dafür ist das X-Cell-Center im Dominikus-Krankenhaus in Düsseldorf. Geh mal auf deren Internetseite.
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Tamina



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BeitragVerfasst am: 06.03.2009, 15:08    Titel:

Hallo und danke für die Antwort,
also 1. "sträube" ich mich gegen eine Immuntherapie weil es nicht bewiesen ist, das es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt! ich denke das mein durch den Virus gerade ziemlich angeschlagenen Zustand dies sogar für mich bewiesen ist! Und ich kenne keinen Fall wo der Verlauf besser geworden ist, natürlich weiß man ja auch nicht wie es ohne gewesen wäre... aber ich möchte nur ungerne als Versuchskanienchen der Schulmedizin dienen. Daher suche ich ja alternative Wege. Vor Jahren habe ich angefangen Stress zu meiden (auch wenn es nicht immer geht, aber zumindest nicht zu sehr an mich rankommen zu lassen) gesunde Ernährung soweit wie möglich (Evers Diät) frische Luft und Bewegung, KG mache ich seit Jahren wöchentlich was mir sehr gut tut.
Ich habe gehofft hier ein paar Tips zu bekommen was ich aus naturheilkundlicher Sicht noch tun kann um meinen Körper wieder aufzubauen. LG Tamina
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wattebällchen



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BeitragVerfasst am: 06.03.2009, 16:19    Titel:

Hallo Tamina,

das, was ich schrieb, ist die Standardbehandlung der MS auf dem heutigen Stand der Medizin und Wissenschaft und es wird schon lange so gemacht.
Das medizinische Wissen ist, dass speziell das Myelin von den körpereigenen Antikörpern angegriffen wird.
Das ist keine Immunschwäche, sondern das Gegenteil.

Das hat mit Versuchskaninchen nix zu tun.

Das ist meine Information für dich, keine Verpflichtung, dies anzunehmen. Das ist auch nicht der Sinn dieses Forums. Fernbehandlung machen wir sowieso nicht.

Wenn du mit meinen Tipps nichts anfangen kannst, kann ich nicht mehr für dich tun.

Diese Infos hier werden ja auch nicht nur von dir, sondern von vielen anderen (MS-) Patienten gelesen.

Und ansonsten habe ich dich an meine homöopathischen Kollegen verwiesen, wie du oben lesen kannst.
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Fr. Laurence Gromier-Heim



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BeitragVerfasst am: 06.03.2009, 19:26    Titel:

Liebe Tamina,

1.: Klassische Homöopathie:

Die klassische Homöopathie behandelt immer den ganzen Menschen. Diese Methode ist zwar ziemlich aufwändig aber damit wird auch "das Terrain" also auch die Bereitschaft zur Erkrankung behandelt. Die klassische Homöopathie ist nicht eine Heilmethode nur für kleinere Befindlichkeitsstörungen, sondern im Gegenteil eine Methode, die grundsätzlich selbst schweren Erkrankungen deutlich bessern kann. Durch die „Stärkung der Konstitution“ des kranken Menschen wird manchmal auch erreicht, dass notwendige schulmedizinische Medikamente besser vertragen werden, d. h. weniger Nebenwirkungen hervorrufen. Die Homöopathie ist also bei manchen sehr schweren Erkrankungen mit schulmedizinischen Medikamenten kombinierbar und wirkt in aller Regel dabei trotzdem.

Was ist wichtig für den Therapeut/in:
Für den Homöopath zählen Sie als Ganzes also alles was Sie betrifft vom Kopf bis zum Fuß.
Auch Schwangerschaften, Verdauung etc..., Schlaf, Träume, Abneigungen, Verlangen. Wie Sie auf Wetter Veränderungen reagieren.
Pro Symptome Verbesserung und Verschlechterung, Ursachen.
Die Vorgeschichte der Geschwister, der Eltern, Großeltern, Onkel und Tante sowie gegebenenfalls die Todesursachen. Damit sind natürlich die „größeren“ Krankheiten gemeint...
Wichtig ist: u. a. auch wann, wie oft ein Leiden auftritt. Wie die Qualität des Leidens ist. Wie Sie ein Schmerz empfinden.:
Eingriffe sowie Impfungen, Operationen. Nehmen Sie die Berichte der Ärzte natürlich auch mit.
Der/Die Therapeutin wird aber Ihnen noch mal erklären was für ihm/sie wichtig ist und sollte eine solide Erfahrung haben.
In Ihrer Nähe gibt es den Arzt Peter Gienow in Celle. (Zumindest glaube ich, dass Celle in der Nähe von Cuxhaven ist)
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Gienow
Ich habe bei ihm meine miasmatische homöopathische Ausbildung früher gemacht und denke, dass er viele Erfahrung in chronischen Krankheiten hat.

Zum Thema welche alternativen Methoden noch in Fragen kommen:

2.: Es gibt auch die anthroposophische Medizin, die helfen könnte. (Bitte googeln).

3. Die Spagyrik nach Soluna:

Eine sehr wirkungsvolle Methode oft auch kombiniert von bestimmten Therapeuten mit Homöopathie ist die Spagyrik nach Soluna. Die Präparate sind sehr kraftvoll und sollten nicht im Alleingang eingenommen werden. Dazu wird ein Therapieplan individuell auf Sie zugeschnitten hergestellt. Interessant zu lesen ist folg. HP:
http://www.soluna.de/
Soluna nennt Ihnen vielleicht ein Therapeut/in in Ihrer Nähe.
Ich hoffe, Ihnen etwas geholfen zu haben und wünsche Ihnen alles Gute.
Herzliche Grüße
Laurence Gromier-Heim
Heilpraktikerin
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Heilpraktikerin, Laurence Gromier-Heim,
Klassische Homöopathie
Praxis-Tel.: 06222-64978
WWW.heilpraktiker-direkt.de
Homöopathen ohne Grenzen e. V.
http://www.hom-og.de/
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Tamina



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Beiträge: 3
Wohnort: bei Cuxhaven

BeitragVerfasst am: 07.03.2009, 21:06    Titel:

Hallo Frau Gromier-Heim,
vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe gestern einen Termin bei einer Heilpraktikerin in der Nähe gemacht. Anfang übernächster Woche, nächste Woche soll ich mich ausruhen (soweit es geht) dann will sie mal sehen was man aus homöopathischer Sicht machen kann...
Außerdem habe ich einen Tip bekommen und mir einen neuen Neurologen in HH gesucht der aus ausgebildeter Homöopath ist. Das hört sich vielversprechend an und da nehme ich den Weg gerne in Kauf, Ihr Tip mit Celle bei Herrn Gienow wäre sonst auch eine Alternative (danke) LG Tamina
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