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mittelohrentzündung - was hilft?
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sim73
Anmeldedatum: 18.09.2008 Beiträge: 43
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Verfasst am: 20.02.2009, 23:55 Titel: mittelohrentzündung - was hilft? |
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hallo @all,
meine kleine nichte(4 jahre) ist gerade zu besuch bei mir und hat jetzt seit heute nacht eine mittelohrentzündung entwickelt, vermutlich hat sie sie schon von zuhause mitgebracht...
der kinderarzt möchte natürlich antibiotika geben, das wiederum widerstrebt sowohl meinem bruder/seiner frau als auch mir. vermutlich hat sie auch probleme mit den nebenhöhlen, die ließ sie sich aber beim arzt nicht mehr richtig untersuchen, weil es ihr so weh tat und da er eh antibiotika geben wollte, hat er dann keinen wert mehr darauf gelegt genau nachzusehen.
da sie unbedingt aber noch die gaplanten tage hier bleiben möchte, wollte ich fragen, was ich ihr geben kann bzw wie ich ihr die schmerzen lindern kann und die entzündung zum abheilen bringen kann, ohne antibiotika?
ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir bald rat wüßtet - wenn es einem selber schlecht geht ist ja schon eine ungute situation, wenn dann aber so kleine kinder krank sind und man sie leiden sieht...
ich sage euch schon mal vielen herzlichen dank.
lg
simone |
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wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 957 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
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Verfasst am: 21.02.2009, 14:24 Titel: |
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Hallo sim73,
es gibt 3 Indikationen, wo man Antibiotika geben muss, weil es sonst zu Spätfolgen kommen kann (bei Mittelohrgeschichten bis zu Schwerhörigkeit, bei Mittelohrvereiterung bis zum Hirnabszess).
1. bei Mittelohrinfektionen (meist begleitend zu einem Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündungen etc.). Hier ist der (normalerweise offene) Zugang (genannt Ohrtrompete oder Eustachische Röhre) zum Mittelohr zugeschwollen, sodass kein Druckausgleich zwischen Mittelohr und Nasen-Rachenraum mehr stattfindet. Dadurch kommt es im Mittelohr zu einem Unterdruck und das Trommelfell wölbt sich nach innen. Dies ist die Ursache der Schmerzen.
Wenn sie zudem noch schlecht hört, hat sie vermutlich auch einen Erguss (Flüssigkeitsansammlung oder Eiter als Zeichen einer dicken Entzündung) im Mittelohr.
Therapie: Bitte keine Ohrentropfen ! Die kommen gar nicht an den Ort des Geschehens und verkleben nur den äußeren Gehörgang.
Mach ihr abschwellende Nasentropfen für Kinder in die Nase. Das Medikament geht auf dem Blutweg auch an die Eustachische Röhre und lässt sie abschwellen. Es kann sein, dass du dies mehrmals hintereinander machen musst. Der Schmerz wird dann bald nachlassen.
Ggf. kannst du ihr auch ein Kinderzäpfchen Paracetamol gegen die Schmerzen geben. Vor allem für die Nacht, damit sie Ruhe hat.
2. bei Blasen- und Niereninfektionen
3. bei eitriger Angina und bei Scharlach.
Wenn man da kein Antibiotikum gibt, kann es chronisch werden und dann ist es sehr problematisch.
Kinder müssen erst mal ihr Immunsystem aufbauen und man spricht von einer so genannten Durchseuchung mit allen möglichen Erregern.
Wenn der Kinderarzt ein Antibiotikum geben will, ist er nicht "bequem" und hat keine Lust sich um das Kind zu kümmern, sondern er weiß, was er tut. Siehe obige Ausführung.
Löse also bitte das Rezept ein und hole die Medis.
Das Kind wird noch genug Krankheiten heimbringen, wo man gar kein Antibiotikum geben kann, weil es bei Viren z. B. gar nicht wirkt.
Lass die kleine Maus viel trinken. Am besten mit einem dünnen Strohhalm. Durch das Saugen löst sich auch der Unterdruck im Ohr.
Du kannst auch eine gekochte, geschälte, etwas abgekühlte Pellkartoffel zerquetschen und in ein Taschentuch packen und ihr mit einem Schal aufs Ohr binden. Temperatur prüfen ! Die sanfte Wärme tut gut.
Es entlastet auch, wenn sie sich auf das kranke Ohr legt.
Und dann lies ihr ein schönes Märchen vor .... _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
www.praxis-die-insel-4you.de
Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
Söllinger Str. 9 c
76327 Pfinztal-Kleinsteinbach |
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sim73
Anmeldedatum: 18.09.2008 Beiträge: 43
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Verfasst am: 22.02.2009, 15:25 Titel: |
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hallo frau bergmann,
vielen herzlichen dank für die antwort - gestern hatte ich einen absolut kranken gast - bis scheinbar die abflußbehinderung sich irgendwie geöffnet hat und ihr gelbliche flüssigkeit(es roch wie eiter) aus dem ohr kam.
ab dem moment konnte ich zusehen, wie es ihr besser ging.
die temperatur ging runter und vor allem der schmerz ließ nach und sie begann wieder zu spielen und zu plappern...
gegeben hatte ich ihr nur nasentropfen und habe ihr einmal ein kartoffelsäckchen gemacht... das ab hatte ich geholt und in rücksprache mit ihren eltern noch nicht gegeben; wir wollten warten bis heute...
heute ist sie schon wieder fast die alte, klagt so gut wie nicht mehr über schmerzen und hat auch wieder mehr appetit...
ich habe das gefühl, dass die wärme der kartoffeln irgendwie "etwas" in gang gebracht hat...
nochmals lieben dank und einen schönen sonntag
lg
simone |
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wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 957 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
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Verfasst am: 22.02.2009, 18:18 Titel: |
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So, wie du schilderst, ist das Trommelfell durch den Eiter geplatzt, d. h. er hat sich selbst einen Weg gebahnt. Ihr könnt froh sein, dass es so aufging ...
Jetzt bitte kein Kartoffelsäckchen mehr drauf machen, nur ein Baumwoll-Mützchen aufsetzen, damit es nicht zieht.
Bitte gehe umgehend morgen mit dem Kind zum Arzt. Sag, dass der Eiter läuft, dann bekommst du sofort einen Termin.
Das Antibiotikum muss unbedingt sein.
Das Ohr ist nur wenige Millimeter vom Gehirn entfernt. Oft passiert es, dass der Eiter in den Warzenfortsatz (luftgefüllter Knochen hinter dem Ohr) oder ins Gehirn durchbricht. Das ist eine lebensgefährliche Sache = Gefahr der Hirnhautentzündung. Und es geht dann wirklich um Leben und Tod ... Das kann zur Dauerschädigung mit geistiger Behinderung kommen. Deshalb sage ich nochmal: Das Antibiotikum muss sein.
Es darf auf keinen Fall Wasser in das Ohr kommen. Denn nun ist ein offener Zugang zum Mittelohr.
Da wird der Arzt ein so genanntes Paukenröhrchen einsetzen, damit der Eiter ablaufen kann und es nicht gleich zuwächst.
Leg sie auf die kranke Seite, damit der Eiter ablaufen kann. Vielleicht ziehst du einen zweiten Überzug über ihr Kopfkissen, damit nix auf das Inlett läuft.
Wenn du mir nicht glaubst, google mal Otitis media = Mittelohrentzündung.
Ich habe solche Hirnhautentzündungen mit Hirnabszess schon gesehen in meiner klinischen Zeit ... Ich war Intensivschwester ... _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
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roman
Anmeldedatum: 23.10.2007 Beiträge: 16
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Verfasst am: 22.02.2009, 18:31 Titel: MOE |
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Hallo,
meine Tochter hatte früher auch oft MOE.
Sie hat jetzt Röhrchen drin. Gleich nach der OP kam für 2 Wochen auch noch vor das Sekret aus dem Ohr kam. Weil ja durch das Röhrchen der Weg nach draussen da ist.
Die HNO Ärztin hat seit setzen der Röhrchen NIE wieder Antibiotika verschrieben auch wenn Eiter raus kam. Sie meinte wenn es raus ist dann ist ja gut. Die Maus hatte nie wieder Probleme damit. |
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wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 957 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
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Verfasst am: 22.02.2009, 19:13 Titel: |
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Lieber Roman, lies bitte genau, was ich schrieb.
Das Kind hat noch keine Röhrchen drin, es kam zu einer spontanen Perforation und es ist die Gefahr, dass es sich wieder verschließt und der Eiter eben nicht abfließt.
Jedenfalls müssen sie morgen zum Arzt. _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
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roman
Anmeldedatum: 23.10.2007 Beiträge: 16
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Verfasst am: 22.02.2009, 19:31 Titel: MOE |
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| Habe ich gelesen. |
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sim73
Anmeldedatum: 18.09.2008 Beiträge: 43
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Verfasst am: 23.02.2009, 14:44 Titel: |
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hallo ihr beiden,
vielen dank für eure nachrichten.
ich war heute früh nochmals mit der kleinen beim hno - so wie er gesagt hat, ist das ohr jetzt "sauber" - er meinte, dass mit der einen entleerung wohl alles auch raus ist. die öffnung im trommelfell ist noch da, so dass evt weiteres sekret abfließen könnte, so seine aussage.
dass ich ihr das ab nicht gegeben hatte, fand er zwar nicht toll, meint aber, dass ich jetzt auch den weiteren verlauf abwarten kann, da eben im ohr aktuell nichts mehr zu sehen ist; das innenohr ist auch schon deutlich abgeschwollen.
er hat [war mir neu, dass man das macht] noch einen abstrich gemacht von gehörgang, um auf evt keime zu testen, damit -wenn es nötig werden würde- das passende ab gegeben werden kann.
das hat "meine kleine" auch relativ gut tolleriert, es hat ihr einfach nicht mehr wehgetan...
insgesamt ist er mit der enwticklung auch ohne ab sehr zufrieden. er möchte sie morgen aber sicherheitshalber nochmal sehen.
ich werde euch dann wieder auf dem laufenden halten, wenn ihr möchtet - morgen abend ist unsere gemeinsame zeit leider auch schon wieder vorüber *schnief*...
lg
simone
p.s.: liebes wattebällchen, wenn ich euch nicht glauben würde, dann würde ich hier gar nicht nachfragen - ihr ward mir schon sehr oft eine große hilfe. danke dafür vielmals!!! |
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Tinchen
Anmeldedatum: 20.01.2009 Beiträge: 13
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Verfasst am: 23.02.2009, 17:59 Titel: Hallo |
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Hallo,
mein Kinderarzt hat bei so etwas immer zum Cantharidenpflaster
gegriffen und dies ist einfach Klasse. Es wird für8-12 Stunden
hinter beide Ohren geklebt und es bildet sich eine Blase, die vorsichtig
geöffnet wird.
Innerhalb von Stunden ist die Mittelohrentzündung und vorallem sind
die Schmerzen verschwunden.
Leider kennen die wenigsten Ärzte dieses tolle "Pflaster"...und
Antibiotika war bei uns deshalb noch nie nötig.
Grüße Tinchen  _________________ Lernen ist wie rudern gegen den Strom.
Sobald man damit aufhört, geht es
rückwärts. |
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