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Hilfe zur Abschlussarbeit

 

Hilfe zur Abschlussarbeit

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sawü



Anmeldedatum: 09.05.2007
Beiträge: 2
Wohnort: Bülach

BeitragVerfasst am: 09.05.2007, 11:39    Titel: Hilfe zur Abschlussarbeit

Ich schreibe in der Schule eine Abschlussarbeit zum Thema Heilpflanzen und wäre froh, wenn mir jemand eine Frage dazu beantworten würde.
Was ist der Unterschied zur Homöopathie und Heilpflanzen (phytotherapie)? verwirrt
Danke schon im Vorraus Anmache
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Mike



Anmeldedatum: 05.01.2007
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 09.05.2007, 15:05    Titel:

In der Heilpflanze sollen Inhaltsstoffe+Information helfen, in der Homöopathie wird ausschließlich auf die Information gesetzt.

So würde ich das kurz und knackig beschreiben.
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Adolf Nahrstedt



Anmeldedatum: 04.10.2006
Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: 12.05.2007, 20:36    Titel:

Zunächst:
Sowohl in der Phytotherapie als auch in der Homöopathie werden Pflanzen als Arzneimittel eingesetzt. Dies führt häufig zu Missverständnissen in der Art, dass Phytotherapie und Homöopathie fälschlicherweise gleich gesetzt werden.

In der Homöopathie gilt nach ihrem Begründer, dem Arzt Dr. C.F.Samuel Hahnemann (1755-1843), dass eine Substanz (Mineral, Tier- oder Pflanzenextrakt), die in hoher Dosierung bestimmte Beschwerden (Krankheiten, Schmerzen etc) hervorruft, geeignet ist, diese Beschwerden in grosser Verdünnung zu unterbinden. Dabei wurde das Dezimal- und Centesimal-System entwickelt, d.h. die Substanz wird jeweils um den Faktor 10 (Dezimal-) oder 100 (Centesimalsystem) mit einem inerten (neutralen) Verdünnungsmittel verdünnt. Als Verdünnungsmittel kommen für feste Arzneiformen Milchzucker und flüssige Arzneiformen Ethanol (meist 45%ig) in Frage. Eine flüssige Arznei der Stärke D6 enthält enthält demnach 1 Teil der ursprünglichen Substanz in 10 hoch 6 (1 Million) Teilen Lösungsmittel. Eine feste Arznei mit der Stärke C6 enthält 1 Teil Substanz verrieben in 100 hoch 6 (1000000000000) Teilen Milchzucker. die Arzneiformen werden dabei in 10er bzw. 100er Schritten verdünnt. Es ist klar, dass man dabei an eine Grenze stösst, bei der vom ursprünglichen Stoff keine Moleküle mehr vorhanden sein können (exact 6.02 x 10 hoch 23 = Loschmidtsche Zahl), also etwa ab D22.

Insgesamt widerspricht die Homöopathie unserer modernen Vorstellung von Stoff-Wirkungs-Beziehungen, die sich durch eine Stoff-Rezeptor-Wirkung erklärt (Allopathie). Ein Wirkstoff-Molekül bindet an einen Rezeptor und löst eine Wirkung aus; viele Wirkstoffmoleküle verstärken die Wirkung, wenige haben deshalb eine schwache Wirkung. Es besteht also eine positive Mengenbeziehung zwischen Stoff und Wirkung: Grundsätzlich werden Wirkungen um so schwächer, je weniger Wirksubstanz eingesetzt wird. In der Homöopathie aber sieht man das anders: Grundsätzlich steigt die Wirkungsstärke einer homöopathischen Arznei mit dem Grad der Verdünnung; Stoff und Wirkung sind umgekehrt proportional.

Zwar gibt es auch in der Allopathie positive Untersuchungen dazu, dass auch noch sehr geringe Substanzmengen Wirkungen zeigen können, jedoch liegen diese Mengen alle immer noch deutlich über dem Grenzwert von etwa D22.
Man kann insgesamt formulieren, dass die Homöopathie eine Therapierichtung ist, die philosopischen Grundsätzen, nicht aber den anerkannten Grundsätzen der Naturwissenschaften folgt. Trotzdem gibt es Heilerfolge, was uns zeigt, dass Medizin/Therapie noch Vieles enthält, was wir zur Zeit nicht rational erklären können. Dazu gehört auch die z.T. entscheidende Bedeutung des Therapeuten, der durch seine "Ausstrahlung" den Therapieerfolg mitbestimmt. Wir müssen zwischen Wirkung (reiner pharmakodynamischer Effekt) und Wirksamkeit (pharmakodynamischer und psychodynamischer Effekt) unterscheiden.

Die Phytotherapie versteht sich als sogenannte Allopathie. Sie folgt dem generellen Grundsatz, dass eine Wirkung um so stärker ist, je höher dosiert wird. Bei Phytotherapeutika (Phytopharmaka, Herbal Medicinal Products; Plant derived Medicines etc) kennen wir Inhaltsstoffe als Wirkstoffe (z.B. Morphin beim Opium; Aescin bei der Rosskastanie; Atropin bei der Tollkirsche; u.a. Hypericin beim Johanniskraut als Antidepressivum). Damit ist die Basis der Phytotherapie die moderne Naturwissenschaft, mit deren Hilfe sich in jedem wirkenden Phytopharmakon mit entsprechender naturwissenschaftlicher Forschung die Wirkstoffe identifizieren lassen.

Stark vereinfacht und knapp könnte man formulieren: die Homöopathie nutzt (wahrscheinlich) vornehmlich oder ausschliesslich psychodynamische Effekte, die Allopathie, zu der auch die Phytotherapie gehört, vornehmlich pharmakodynamische Effekte in der Therapie. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass jede Art von Therapie beide Effekte in unterschiedlichen Anteilen enthält.
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sawü



Anmeldedatum: 09.05.2007
Beiträge: 2
Wohnort: Bülach

BeitragVerfasst am: 05.06.2007, 13:16    Titel:

merci für die bisherigen antworte!!! Frosch
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