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Hilfe bei E.Coli

 

Hilfe bei E.Coli

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Katrianna



Anmeldedatum: 13.06.2009
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BeitragVerfasst am: 13.06.2009, 08:00    Titel: Hilfe bei E.Coli

Guten Morgen zusammen,

bin ganz neu hier und brauche Hilfe für meinen Vater.

Mein Vater bekommt seit ca. 2-3 Jahren regelmäßig Fieberattacken die von dem Bakterium E. Coli ausgehen.
Da diese Bakterien ja eigentlich im Darm vorkommen, hat man ihm schon ein Teil entfernt, hilft aber nicht.
Man hat auch schon alle medizinischen Untersuchungen angestellt die ich kenne ( Schluckecho, Darmspiegelung, CT,....). Die Ärzte finden einfach nicht die Stelle im Körper wie das Bakterium in die Blutbahn gelangt und dieses starke Fieber auslöst.
Er muß dann immer für ca. 10 Tage ins Krankenhaus und wird mit Antibiotikum behandelt.
Jetzt ist es aber schon soweit das nur noch ein Antibiotikum ihm hilft, gegen die anderen ist er schon resistent geworden.

Können Sie mir einen Rat geben was Ihm Naturkundeheitlich oder homöoparhisch oder anders helfen kann?

Bin schon ganz verzweifelt weil bei ihm nichts mehr anschlägt.

Vielen lieben Dank schon im Voraus

Katrianna
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wattebällchen



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BeitragVerfasst am: 13.06.2009, 09:40    Titel:

Hallo und guten Morgen Katrianna,

eine so genannte Coliseptikämie ist gar nicht so selten, weil die Coli-Bakterien (es gibt unterschiedliche Stämme, die unterschiedlich virulent = gefährlich sind).

Nahe liegende Ursachen wie ein Divertikel (Aussackung der Darmwand) im Darm, das eine winzige Öffnung zum peritonealen Raum hat, kann ins Bauchfell streuen, d. h. die serösen Häute sind betroffen.

Da Colibakterien anaerob sind, d. h. keinen Sauerstoff brauchen, können sie auch unter der Haut irgendwo sitzen. Hat dein Vater eine Kriegsverletzung ?

Meist sind die Harnwege der Ausgangspunkt solcher Septikämien.

Ist mal nach einem Morbus Crohn (Ileitis terminalis) oder Colitis geschaut worden ? Oder Zöliakie (Klebereiweißunverträglichkeit des Getreides) ? Da kann es durch die Entzündung zu einer Durchlässigkeit der Darmwand kommen.

Auch über Nahrung kann man sich die Colis (hier unter der Abkürzung EHEC bekannt) einhandeln. Z. B. durch Rohmilch, Rohwurst, Trinkwasser, Salat (Düngung mit Mist oder Gülle), selbst gemachtem Apfelsaft (nicht pasteurisiert) oder über Badeseen.

Schon wenige Bakterien reichen für eine Infektion.
Da dein Vater anscheinend ja irgendetwas am Darm hat, sonst hätte man ihm ja nicht ein Stück entfernt, kann er anfällig für solche Infektionswege sein.

Es ist auch bekannt, dass über Staub, in dem Coli-Bakterien sind, eine Septikämie ausgelöst werden kann. Dann gelangen sie über die Lunge in den Kreislauf.
Habt ihr Vögel oder Schildkröten? Wenn ja, dann diese untersuchen lassen. Hier gibt es oft befallene Tiere, die dann Überträger sind.

Coliinfektionen sind Schmierinfektionen, d. h. es kann über alles (Menschen, Tiere, Gegenstände, Nahrung etc.) übertragen werden.

Für weitere Information kannst du dich an das RKI (Robert-Koch-Institut) in Berlin wenden. Vielleicht haben die ein Merkblatt für die Übertragungswege der Coli-Septikämie, denn die ist meldepflichtig.

Noch ein Gedanke kommt mir :
Ist es durch Blutkultur nachgewiesen, dass Coli die Ursache sind ?

Bei unklaren Fieberschüben kommt mir auch eine Malaria (auch da gibt es verschiedene Arten) in den Sinn.
War er vor einiger Zeit im Süden in Urlaub ?
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Katrianna



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BeitragVerfasst am: 13.06.2009, 10:48    Titel:

Schon mal vielen Dank für die Antwort.

Oben steht was von Harnwegen.... Es liegt eine Nierentransplantation vor - keine Kriegsverletzung. Er hat seit 14 Jahren eine Spenderniere und keine eigene mehr. Nimmt einiges an Cortison aber keine Immundepressiva.

Bei den ganzen Möglichkeiten, die Sie nennen, woran es noch liegen könnte, er ist regelmäßig im Altenpflegeheim zu Besuch. Kann es hier auch zu Übertragungen kommen? Sicher JA oder?

Im Ausland ist er schon seit Jahren nicht mehr gewesen bzgl. Malaria.

Er nimmt in der Tat viele Körnerspeisen zu sich vorallem Erzeugnisse mit Dinkel.
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BeitragVerfasst am: 15.06.2009, 07:57    Titel:

Hallo und guten Morgen,

durch die Transplantation ist er ein Risikopatient, bei dem
Infektionen oft vorkommen können und wo man arg aufpassen muss.

Cortison ist zwar entzündungshemmend, fährt aber auf die Dauer die Abwehr runter. Deshalb bekommt er es ja seit seiner Transplantation gegen die Abstoßungsreaktion.

Ich würde ihm raten, nicht unbedingt Krankenhäuser oder ähnliche Anstalten zu besuchen, da sich dort häufig multiresistente Keime tummeln. Dies ist leider ein ganz großes Problem (z. B. verschiedene Pseudomonasstämme, MRSA = multiresistenter Staphylokokkus aureus usw.). Gerade Patienten mit chronischen Krankheiten können da ein Lied davon singen ...

Also, wenn es geht, lieber mit den Bewohnern im Garten / Park treffen, schon gar nicht auf die Intensivstation. Es sei denn, er muss selbst dort hin. Händedesinfektion und Mundschutz ist hier ganz wichtig.

Er sollte immer ein kleines Fläschchen mit Händedesinfektionsmittel bei sich haben (öffentliche Toiletten, Toiletten im Betrieb, Türklinken etc.) und dies öfters am Tag anwenden, vor allem wenn er an den besagten Orten war.

Man muss immer damit rechnen, dass sich manche Menschen nicht die Hände waschen, wenn sie auf der Toilette waren.....

Oft Hände waschen mit Seife reicht ansonsten völlig aus.

Zu der Zöliakie:
Hat er auf den Dinkel Durchfall ?
Wenn ja, sollte er sich mal auf Zöliakie (googeln) untersuchen lassen.
Durch die Unverträglichkeit der Klebereiweißes (dieses macht, dass es überhaupt ein Brot werden kann) kommt es zur Aufquellung der Darmschleimhaut und die Darmzotten (notwendig für die Oberflächenvergrößerung zur Nahrungsresorption) verflachen. So saust alles gradeaus durch.

Durch die ödematöse Schwellung können sich Bakterien und andere unerwünschte Zellen durch die Resorptionsporen in den Kreislauf einschleusen. Und da gehören sie eben nicht hin.
So läuft es auch bei Allergien auf Nahrungsmittel ab. Der Körper reagiert dann auf das artfremde Eiweiß.

Weshalb wurde ihm das Stück Darm entfernt ?

Meine Infos sind nur ein Impuls, keine Überheblichkeit gegenüber den Ärzten. Da ist er in den besten Händen.
Nur --- gegen resistente Keime sind auch sie machtlos.
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Katrianna



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BeitragVerfasst am: 20.06.2009, 08:00    Titel:

Guten Morgen,

meinem Vater wurde ein Stück Darm entfernt weil man dachte das dort der Herd der E. Coli´s wäre.

Leider kommt die Entzündung im Körper trotzdem ständig wieder.

Seine Ärzte haben gesagt das Er irgendwo im Körper eine Stelle hat, wo sich die Bakterien hinziehen wenn Er bei einer erneuten Entzündung Antibiotika bekommt, und sich dort sammeln bis sie dann nach 6-8 Wochen wieder zu einer erneuten Entzündung führen.

Das große Problem ist halt das diese "Sammelstelle" der Bakterien bis jetzt noch nicht aufgespürt werden konnte. Und das schon seit jetzt 3 Jahren nicht.
Die Ärzte wissen nicht mehr weiter und haben alle Ihnen bekannten "Scan"- Methoden für den Körper ausgereizt.
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BeitragVerfasst am: 20.06.2009, 08:16    Titel:

Guten Morgen Katrianna,

Dass man ein Stück Darm entfernt, weil man denkt, dort wäre ein E. Coli-Herd ist ein Witz ...
Coli-Bakterien gehören normalerweise in den Darm (und nur hier gehören sie her), wo sie zur Spaltung der Zellulose usw. benötigt werden.

Da muss noch etwas anderes dahinter stecken.
Hat man den Gallensaft schon auf Coli untersucht ?
Hat er irgendwo eine noch nicht entdeckte Fistel ?

Du hast mir einige Fragen die ich oben stellte, noch nicht beantwortet:
Habt ihr Vögel oder Schildkröten, Tiere ?
Wie gesagt, kann man sich auch über eingeatmeten Staub infizieren. Dies kennt man auch von etlichen andern Erregern (z. B. dem Hanta-Virus). Auch Kot zerfällt irgendwann zu Staub.

Man muss auch mal in den Nasennebenhöhlen gucken, ob da ein Keimreservoir ist oder ob er sich bei euch im Haushalt immer wieder irgendwo infiziert.

Z. B. ist strengste Hygiene im Haushalt angesagt, das heißt aber noch lange nicht, dass dauernd desinfiziert werden muss.

Aber täglicher Wäschewechsel, Handtücher, Waschlappen, Spüllappen, Geschirrtücher etc. täglich wechseln und 90° Wäsche.

Händedesinfektion habe ich ja schon angesprochen.
Täglich 1 Liter kochendes Wasser in jeden Abfluss (Clo, Dusche, Spülbecken, Waschbecken, Badewanne) schütten, dies reduziert die Keime im Siphon.

Habt ihr einen Garten und düngt mit Naturdünger ?

Obst und Gemüse nur gewaschen verzehren.

Ich könnte noch eine Weile so weiter machen. Ihr wisst jetzt worauf zu achten ist.
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Katrianna



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BeitragVerfasst am: 21.06.2009, 16:53    Titel:

Hallo,

nein, wir haben keine Haustiere. Hatten wir noch nie. Papa lag ja 7 Jahre an der Dialyse und hat Seine neue Niere schon seit 14 Jahren. Uns ist die Gefahr einer Krankheit für Papa viel zu hoch als das wir tiere halten würden.

Mama wechselt ständig die Wäsche und Papa achtet immer darauf ob alles Obst etc.. gewaschen ist bevor er es ist.

Die Ärzte meine ja das die Bakterien nicht von seiner Umwelt außen kommen, sondern im inneren des Körpers sich irgendwo hin zurückziehen und nach einiger Zeit einfach wieder zurückkommen, da sie mit Anti`s einfach nicht tot zu bekommen sind.

Wenn man diesen Herd im Körper finden könnte, wäre ich der glücklichste mensch der Welt...
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BeitragVerfasst am: 21.06.2009, 17:52    Titel:

Hallo Katrianna,

ich hatte ja schon oben gesagt, dass auch die Nasennebenhöhlen ein Keimreservoir sein können. So war es jedenfalls bei unserer Tochter (sie hat Mukoviszidose) mit dem Pseudomonas aeroginosa. Als da saniert war, war Ruhe (eine lange Zeit jedenfalls).

Oder in der Gallenblase, sie ist auch gerne ein Schlupfwinkel für Bakterien. Und sie hat einen Zugang zum Darm über den Gallengang.
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