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Hashimoto Thyreoiditis

 

Hashimoto Thyreoiditis

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BlackWiddow



Anmeldedatum: 03.09.2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 03.09.2007, 13:07    Titel: Hashimoto Thyreoiditis

Hallo,
ich habe über 6 Wochen 2 Sonographien und 4 Blutabnahmen bei 6 Ärzten bezüglich meiner Schilddrüse durchgezogen.
Seit 13 Jahren war ich müde, wachte vormittags auf und schlief wieder ein, da meine Augen tonnenschwer waren. Nachts war ich fit und putze teilweise um 1 Uhr und konnte bis 4 Uhr nicht schlafen. Kopfschmerzen bis zum Erbrechen und minimalste Psoriasis kamen vor einem Jahr hinzu. Ich konnte teilweise nichts mehr (alles war Überforderung: lesen, an Bewegungen zu denken), zudem prasselt manchmal die ganze Umwelt ungefilter auf mich ein, ich werde hierdurch aggressiv und muss mich zurückziehen.
Ich stellte nun selbst die Schilddrüsendiagnose und behielt am Ende mit Hashimoto Thyreoiditis recht.
Ich habe "nur" eine latente Unterfunktion (TSH 3,5) und TPO-Antikörper von 260 (Ref. <100). Mit Thyroxin verschwanden ALLE Beschwerden.

Nun habe ich mich sehr intensiv damit beschäftigt und es heißt immer wieder, Homöopathie könne diese Krankheit nicht heilen, maximal einzelne Beschwerden lindern. Zudem dürfe man das Immunsystem auf keinen Fall stärken (zB Echinacea) da das den autoimmunen Prozeß ebenfalls steigern würde.

Ich persönlich traue eine Heilung ausschließlich der Homöopathie zu und würde mich freuen, wenn ich über weitere Alternativen, die den Körper zur Selbstheilung anregen, Informationen bekäme.

Insgesamt wird für autoimmune Schilddrüsen-Krankheiten immer wieder Jod als Auslöser und Unterhalter erwähnt. Studien belegen dies und die Jodierung in Deutschland erlaubt kaum eine Meidung. Ich frage mich, ob man den Körper in sein Jodgleichgewicht bringen kann bzw. eine Jodentgiftung möglich ist.
Bei Iodverzicht sollen, bestätigt in Studien, latente Unterfunktionspatienten wieder euthyreot werden lassen.
Jodum wird vom Typ eher als Hyperthyreotiker beschrieben. Hier wäre dann die Frage, ob dies daran liegen könnte, dass andere Menschen so reagieren, Hashimoto-Patienten allerdings genetisch bedingt andere Symptome zeigen würden.
Angenommen Jod würde bei mir anders wirken und der Auslöser wäre bei mir Jod - müsste ich etwas ähnliches finden oder könnte mir Jodum homöopathisch helfen?

Isoflavone (ua in Rotklee und Soja) sollen ebenfalls wie meine TPO-Ak die gleiche Peroxidase angreifen - aber darf man überhaupt so mikroskopisch bei Homöopathie denken?

In der langen Diagnosezeit habe ich selbst versucht mein/e Konstitutionsmittel zu finden Sulfur wäre laut zwei ausführlichen Repertorien am zutreffensten (die Beschreibung des Typs ist zwar schrecklich, aber passend).
Mir ist klar, dass ich gerade bei Sulfur zu einem erfahrenen Therapeuten muss, da es auch als Mittel gegeben wird, um Typen eindeutiger hervortreten zu lassen.

Liebe Grüße
Mona

P.S.: Wo kann ich mich am besten über Darmsanierungen informieren?
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Anne Champan



Anmeldedatum: 30.01.2007
Beiträge: 84
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 03.09.2007, 21:11    Titel:

Hallo "BlackWiddow",
in der Schulmedizin werden Auslöser im stofflichen Bereich gesucht und auf Erreger, Bakterien, Viren, Stoffe, etc zurückgeführt. Das homöopathische zubereitet Iodum als Heilmittel für eine Störung im Iod Stoffwechsel einzusetzen wäre keine Homöopathie sondern Isotherapie.

In der Klassische Homöopathie ist die Ursache jeder Erkrankung auf eine dynamische Störung der Lebenskraft zurückzuführen. Das homöopathisches Heilmittel muß auf Grund der Totalität des Beschwerdebildes und der Vorgeschichte gewählt werden. Einen erfahrenden Therapeuten aufzusuchen ist nicht aufgrund dieses oder jenes Mittel empfehlenswert sondern aufgrund der Art der Erkrankung. Selbsthilfe in der Homöopathie ist bei wahren akuten Krankheiten mit Vorkenntnisse sehr wertvoll, jedoch bei chronischen Krankheiten wird ihnen jeder Homöopathen empfehlen die Finger davon zulassen. Wir selbst, Homöopathen, behandeln unseren eigenen chronischen Beschwerden nicht selbst.

Noch etwas, beim Repertorisieren ist Sulfur ein sehr häufig vorkommendes Mittel. Und beim lesen der Arzneimitteln findet Mann sich zum Teil häufig bei verschiedenen Bilder wieder. Also folgen Sie ihre Entscheidung und begeben sie sich in Behandlung bei einem Kollegen.
Sie können auch noch meinen kleinen Beitrag zur Haschimoto und Homöopathie lesen unter http://www.cysticus.de/naturheilkunde-forum/hashimoto--autoimmune-schilddruesenentzuendung-t533.html.

Zur Darmsanierung stelle sie ihre Frage in der Rubrik anderen Heilverfahren. Aber wenn sie den Weg der Behandlung mit Klassische Homöopathie eingehen werden, wird sich ihr Darmmilieu selbst regulieren.

Falls sie weiteren Fragen an mich haben sollten, haben sie bitte Verständnis, daß ich erst in 2 Woche beantworten werden (ich gehe jetzt im Sommerurlaub!).

Mit freundlichen Grüßen,
Anne Champan

Homöopathie Selbsthilfekurs - Karlsruhe
Sa. 13.10.08, 10:00-14:30 oder
Do, 27.09. u. 11.10, 19:00-21:00
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Anne Champan - Heilpraktikerin
Praxis für klassische Homöopathie
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BlackWiddow



Anmeldedatum: 03.09.2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 05.09.2007, 12:23    Titel:

Hallo Frau Champan,

vielen, vielen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Fragen.

Das Fallbeispiel Ihrer Kollegin hat mir sehr geholfen. Oft wird Homöopathie als unwirksam bei Hashimoto in Foren betrachtet. Das passte nicht zu meinen allgemeinen Erfahrungen und meiner Überzeugung.
Ich wollte nicht aufgeben und der Bericht bestätigt, dass es nicht naiv ist, das Ziel einer Heilung durch Homöopathie zu avisieren.

Aus Ihrem Bericht entnehme ich, dass ich auch bei Besserung der Beschwerden und Zufriedenheit mit der Behandlung auf den Homöopathen hören sollte.
Vertrauen und Gelduld sind wohl das Einzige was ich vorerst beitragen kann.

Grüße
Mona
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Anmeldedatum: 14.01.2012
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 14.01.2012, 16:25    Titel: Hashimoto

Ich weiß es ist schon lange her, aber da ja trotzdem die Gefahr besteht dass noch andere ausser mir diesen Thread finden und auf die Idee kommen könnten, das man bei akuter Hashimoto Thyreditis ohne "Schulmedizin" auskommt, muss ich hier kurz antworten!!

Liebe Leute, bei Hashimoto, mit Antikörpern oder ohne (beides möglich!!) gilt definitiv: Bitte zum Endokrinologen und das Sono und die Blutwerte machen lassen. Auch eine Einstellung mit L-Thyroxin ist bei der fortgeschrittenen Entzündung definitiv besser als aus falsch verstandener "Homoöpathietreue" heraus sich die Gesundheit für immer zu ruinieren.

Hashimoto ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse, geht häufig mit Selenmangel einher und in Kombination mit einer Überreaktion des Immunsystems z. B. durch starken Stress auf. Grundsätzlich ist aber eine genetische Veranlagung da, und daran ändert keine Homoöpathie etwas.

Ich hatte selbst über lange Jahre eine latente also subklinische Unterfunktion, die dann in einer besonderen Stresssituation rauskam. Ich brauchte anfangs eine Steigerung der Dosis auf 75 Microgramm L-Thyroxin, bis meine Werte normal wurden.

Mit Selen substituierung, konnte ich mittlerweile wieder unter auf 50. DAS GING ABER NUR WEIL DIE SCHILDRÜSE ZUVOR DURCH DAS L-THYROXIN ENTLASTET WAR. Davon bin ich echt überzeugt.

Ich spritze mir jetzt seit etwa 6 Monaten zusätzlich regelmässig subkutan ein Homoöpathisches Mittel zur Begleitung und das hat mir persönlich mit den Sympthomen sehr geholfen.

Und wirklich: Bitte lasst euch nicht entmutigen! Es gibt durchaus Licht am Horizont :)

PS: Wie es bei der subklinischen Hypothyreose aussieht, kann ich nicht sagen. Vielleicht kann da eine frühzeitige homoöpathische Behnadlung etwas bringen?
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Fr. Laurence Gromier-Heim



Anmeldedatum: 31.01.2007
Beiträge: 674
Wohnort: Tel.: 06222/64978

BeitragVerfasst am: 15.01.2012, 16:35    Titel:

Guten Tag Anna,

Ihr Beitrag zeigt, dass es weiterhin nicht wirklich verstanden wird, was klassische Homöopathie ist und wie es wirkt.
Am besten lesen Sie dazu:
http://www.cysticus.de/naturheilkunde-forum/homoeopathischen-artikeln-t2462.html
Und nochmal zur Behandlung vom Hashimoto, lesen Sie bitte dies:
http://www.cysticus.de/naturheilkunde-forum/hashimoto--autoimmune-schilddruesenentzuendung-t533.html

Die klassische Homöopathie ist nicht wie Sie meinen „nur“ für Wehwehchen zuständig. Sie kann, wenn sie korrekt und seriös durchgeführt wird, erhebliche Besserung hervorrufen. Mit oder ohne parallel laufende traditionelle Medizin. Dass der Therapeut/in verpflichtet ist den Patient/in darüber aufzuklären, soll zu einer seriösen Behandlung gehören.
Im Übrigen das Spritzen von homöopathischen Mittel gehört nicht zur klassischen Homöopathie und zeigt wie unbekannt das Funktionieren der klassische Behandlung ist.
Mit freundlichen Grüßen
L. Gromier-Heim
_________________
Heilpraktikerin, Laurence Gromier-Heim,
Klassische Homöopathie
Praxis-Tel.: 06222-64978
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http://www.hom-og.de/
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