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Häufig gestellte Fragen zur Klassischen Homöopathie

 

Häufig gestellte Fragen zur Klassischen Homöopathie

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Macholdt



Anmeldedatum: 12.08.2006
Beiträge: 45
Wohnort: Freiburg i. Br.; Tel. 0761-383 88 17

BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 22:16    Titel: Häufig gestellte Fragen zur Klassischen Homöopathie

Häufig gestellte Fragen zur „Klassischen Homöopathie“:

von Karin Macholdt; Ärztin, Homöopathie; Bertoldstr. 31,
79098 Freiburg i. Br., Tel. 0761- 383 88 17


1) Welches ist der Unterschied zwischen sogenannten „Bewährten Indikationen“ und den Konstitutionsarzneien?
„Bewährte Indikation“ bedeutet, eine Arznei nur aufgrund einiger weniger Symptome auszuwählen. Es gibt spezielle Nachschlagewerke, in denen für bestimmte akute Beschwerden (beispielweise Verletzungen; Erkältungen; etc.) einige wenige Arzneien verzeichnet sind, die sich bei diesen Beschwerden bewährt haben. Diese Art der Verordnung ist aber nur bedingt homöopathisch, weil die Arzneien nur zum Teil gemäß den individuellen Symptomen ausgewählt werden. Und deshalb ist diese Art der Arzneiverordnung auch viel seltener erfolgreich als die wirklich individuelle Arzneimittelfindung. Zur Klassischen Homöopathie im engen Sinn gehören die „Bewährten Indikationen“ insofern nicht.

Was die Arzneien selbst betrifft, gibt es keine Abgrenzung zwischen reinen Akut- und reinen Konstitutionsarzneien. Grundsätzlich kann jede Arznei akut eingesetzt werden und auch jede Arznei die Konstitutionsarznei für einen bestimmten Menschen sein. Aber auch die Akutarznei sollte sorgfältig ausgewählt werden, d. h. zu dem individuellen Menschen gut passen.


2) Zahlen die Krankenkassen eine homöopathische Behandlung?
Die privaten Krankenkassen zahlen in aller Regel eine homöopathische Behandlung. Die gesetzlichen Krankenkassen aber nur dann, wenn der/die Therapeut/-in u. a. im System der gesetzlichen Krankenkassen arbeitet. Weil damit aber sehr viel Bürokratie und viele „homöopathieferne Tätigkeiten“ verbunden sind, wodurch sehr viel Zeit verloren geht, die dann für die Patienten/Patientinnen nicht mehr zur Verfügung steht, habe ich mich persönlich dagegen entschieden. Dadurch wird ein sehr intensives (u. a. auch: sehr zeitintensives) und konzentriertes Arbeiten möglich.
Gesetzlich versicherte Patienten/Patientinnen können eine Zusatzversicherung abschließen, die speziell die Kosten einer klassisch-homöopathischen Behandlung übernimmt.
Auch müssen die gesetzlichen Krankenkassen durch die neuen Urteile des Bundesverfassungsgerichts und des Sozialgerichts im Fall lebensbedrohlicher Erkrankungen nun die Kosten für alternative Heilmethoden erstatten, sofern Indizien für eine „nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf Erfolg“ vorliegt (und im Fall der Klassischen Homöopathie ist es selbstverständlich viel mehr als nur eine „nicht ganz entfernt liegende Aussicht“) – und zwar auch dann, wenn diese Heilmethoden von nicht im gesetzlichen Kassensystem tätigen Ärzten/Ärztinnen angewendet werden. Auch diese Möglichkeit könnte ggf. also vor Beginn einer homöopathischen Therapie mit Ansprechpersonen der Krankenkasse abgeklärt werden.

3) Welche Potenzierungen gibt es, wann werden diese eingesetzt, und wie lange wirken sie?
Die oben beschriebene Potenzierung kann in unterschiedlicher Weise durchgeführt werden. Beispielsweise kann man die Arzneien im Verhältnis 1:10 verdünnen, wodurch die sogenannten D-Potenzen entstehen (z. B. „D 3“). Oder man kann sie im Verhältnis 1:100 verdünnen, wobei die sogenannten C-Potenzen entstehen (z. B. „C 200“). Oder man kann sie auch im Verhältnis 1:50.000 verdünnen, wodurch die sogenannten Q-Potenzen entstehen
(z. B. „Q 6“). Letztere werden besonders häufig in chronischen Behandlungen eingesetzt, weil sie gegenüber den C- und D-Potenzen zwei entscheidende Vorteile bieten:
a) Die sogenannte „Erstverschlimmerung“, eine vorübergehende Verschlimmerung mancher Symptome, welche manchmal nach der Gabe einer C- oder D-Potenz auftreten kann, kommt hier sehr viel seltener oder gar nicht vor, und
b) Da die Q-Potenzen regelmäßig (z. B. jeden 2. Tag) eingenommen werden, wird der Arzneireiz immer wieder aufgefrischt. Dies ist von Vorteil, falls die Arznei zufällig einmal „antidotiert“ (d. h. gestört oder unterbrochen in ihrer Wirkung) werden sollte, was manchmal durch z. B. bestimmte ätherische Öle oder durch Kaffeegenuss der Fall sein kann. Dann wird durch die nächste Einnahme der Arznei die „Information“ wieder fortgesetzt.

Die C- (oder D-) Potenzen setze ich vorwiegend bei akuten Zwischenerkrankungen ein. Sie wirken um so länger je höher ihre Potenzstufe ist. Beispielsweise wirkt eine C 12 durchschnittlich ungefähr einen Tag lang, während eine C 200 bis zu mehreren Monaten lang wirken kann. Hiervon kann es aber auch deutliche Abweichungen geben. Zum Beispiel kann in hochakuten Situationen (beispielsweise während einer Geburt) eine C 200 auch schon einmal nach kürzester Zeit „verbraucht“ sein, während es ebenfalls Berichte gibt, wonach eine C 6 mehrere Monate lang gewirkt hat. Letztendlich beurteilt werden kann die Wirkdauer einer homöopathischen Arznei insofern nur aufgrund ihrer Wirkung bei dem jeweiligen Patienten.

4) Kann die homöopathische Therapie jederzeit für schulmedizinisch tätige Kollegen/-innen transparent gemacht werden?
Grundsätzlich ja. Allerdings hat sich nach über 16 Jahren Studium und Praxis der Homöopathie sehr viel Wissen angesammelt. Und all dieses Wissen fließt natürlich in die Entscheidungen mit ein. Dies im Einzelfall alles zu erklären, würde viele Stunden dauern und wäre insofern nicht praktikabel. Aber kürzere Erklärungen sind jederzeit möglich. Einer Zusammenarbeit mit schulmedizinisch tätigen Kollegen/Kolleginnen stehe ich ganz und gar nicht kritisch gegenüber, sondern befürworte sie sogar ausdrücklich.


5) Ist die homöopathische Therapie kombinierbar mit schulmedizinischen Medikamenten?
Ja. Und im Fall mancher sehr schwerer Erkrankungen sollte sie auch mit schulmedizinischen Medikamenten kombiniert werden. Die homöopathischen Arzneien wirken dabei in aller Regel trotzdem. Was man möglichst nicht miteinander kombinierten sollte, sind unterschiedliche Therapien, die alle auf der sogenannten „Ebene der Information“ wirken, wie beispielsweise Akupunktur, Bachblüten, Homöopathie, etc., da es sonst zu unübersichtlich würde, wie diese verschiedenen Informationen im menschlichen Körper wirken, ob sie sich möglicherweise gegenseitig stören, etc. Aber nacheinander kann man sie selbstverständlich schon anwenden.

6) Wie kann die Homöopathie bei sehr schwerwiegenden Erkrankungen angewendet werden?
Klassische Homöopathie ist nicht – wie oft angenommen wird – eine Heilmethode nur für kleinere Befindlichkeitsstörungen, sondern im Gegenteil eine Methode, die grundsätzlich selbst schwere Erkrankungen deutlich bessern oder gar heilen kann. Aber selbstverständlich kann dies im Einzelfall natürlich niemals vorausgesagt oder gar versprochen werden (das kann keine Heilmethode, auch nicht die sogenannte Schulmedizin).
Durch die „Stärkung der Konstitution“ des kranken Menschen wird manchmal auch erreicht, dass notwendige schulmedizinische Medikamente besser vertragen werden, d. h. weniger Nebenwirkungen hervorrufen.
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