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grippaler Infekt - 1,5 Jahre lang!

 

grippaler Infekt - 1,5 Jahre lang!

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Panamera



Anmeldedatum: 18.05.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 18.05.2009, 11:17    Titel: grippaler Infekt - 1,5 Jahre lang!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Forumsmitglieder,

ich bin froh um die Möglichkeit, mein aktuelles Dasein/Befinden, wenn auch nur in schriftlicher Form, Ihnen mitteilen zu können um neue Anhaltspunkte auf der Suche nach dem Verursacher zu finden.

Seit ca. 1,5 Jahren werde ich ständig (fast ohne Unterbrechung) von immer wiederkehrenden, grippalen Infekten geplagt.
Tränende Augen, eine laufende Nase, ein ständig trockener, rauer, entzündender Hals + Schleimbildung schmerzhafte Entzündungen des Gaumen und des Zahnfleisches, Herpes und ein allgemein abgeschlagenes Gefühl sind die Symptome.
Mit eines der schlimmsten Symptome ist aber, dass ich in fast jeder Nacht mit triefnassem T-Shirt aufwache (meistens ein- bis zweimal pro Nacht!). Auch habe ich festgestellt, dass sich an meinem rechten, vorderen Fuß die Haut ablöst und der Nagel der kleinen Zehe nicht gut aussieht (Fuß- bzw. Nagelpilz?)

Mehrmals habe ich mich zur Behandlung bei meinem Hausarzt eingefunden.
Ruhe, etwas zum Gurgeln und Antibiotika sollten es richten – leider mit nur mäßigem- bis gar keinem Erfolg. Auch ein Besuch beim HNO-Arzt, samt einer Röntgenaufnahme der Nasennebenhöhlen lieferte keinen Befund, die eine Erklärung für meine ständig anhaltenden Erkältungen liefern könnten.
Ein Allergietest wurde durchgeführt – mit dem Ergebnis, dass ich kein Allergiker bin.
Ich habe einen zweiten Arzt konsultiert.
Dieser hatte sehr gründliche Bluttest durchgeführt. Getestet wurde unteranderem: Borreliose-, Schilddrüsen-, Entzündungswerte, Immunglubolinewerte – keine Auffälligkeiten.
In meiner Verzweiflung habe ich mir sogar einen HIV-Test machen lassen – zum Glück: negativ. Dieser Arzt verabschiedete mich mit den Worten: „wenn ich nur solche Patienten - mit solch guten Vital- und Blutwerten hätte, dann könnte ich die Praxis zu schließen!“
Nur gut, dass ich nach wie vor erkältet bin…

Die nächste Station war dann der Homöopath. In einer Body-Talk-Sitzung diagnostizierte er, dass es mit meinem erhöhten Eiweißkonsum (vor allem – tierisches Eiweiß) zusammenhänge könnte. Die Bauspeicheldrüse sei irgendwie überfordert. Eine streng Vegane-Diät sollte mich wieder auf den Damm bringen – neue Hoffnung! Nach sechs Wochen Diät muss ich leider feststellen, dass ich immer noch unter unerträglichen Halsschmerzen und allen anderen Symptome leide.

Zu meiner Person:
Ich bin 30 Jahre alt, führe ein sehr sportliches (bis zum Abitur - Leistungssport. Heute vornehmlich Gerätesport/Kraftsport, Ausdauersport), gesundes (ich achte sehr auf eine ausgewogene Ernährung ebenfalls auf eine eiweißreiche Kost), vitales Leben. Der Alltags-Stress lässt sich nicht immer ganz verhindern, wurde aber mit Abschluss des Studiums und Eintritt in den Beruf weniger.
Bis vor diesen o. g. 1,5 Jahren verfügte ich über eine sehr gute, körperliche Konstitution.

In meiner Familie sind mir auch keine ähnlich gelagerten Fälle bekannt.
Salopp formuliert: die sind alle Topfit.

Zur Unterstützung meiner Immunabwehr (… was davon übrig ist…) nehme ich täglich 3 gr. Ascorbinsäure, 50 mg Zink und ein Vitaminpräparat aus der Apotheke. Darüberhinaus gehe ich an der frischen Luft spazieren und versuche mit zu schonen.
Trotz alledem stellt sich keine Besserung ein. Den Sport habe von acht- bis zehn Einheiten die Woche auf ein Minimum reduzieren müssen. Dieser Umstand ist an manchen Tagen so unerträglich, dass ich die Hoffnung schon fast verloren habe, jemals wieder „normal“ zu funktionieren. Das Dilemma beschränkt sich leider nicht nur auf meine sportlichen Aktivitäten… An einem normalen, gesellschaftlichen Leben nehme ich schon lange nicht mehr teil. Mit einem ständig abgeschlagenen, schlechten Körpergefühl unter die Menschen zu gehen – nein, danke!

Auf dieses Forum wurde ich wegen (für mich) Begleitsymptome aufmerksam (Blähbauch, Blähungen und Durchfall).
Evtl. steckt hinter meiner Erkrankung auch ein Candida albicans oder eine Zöliakie.

Ich bin am Ende meines Lateins.

Für Ihre Hilfe wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen,
panamera
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wattebällchen



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Beiträge: 957
Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach

BeitragVerfasst am: 18.05.2009, 12:41    Titel:

Hallo panamera,

viele deiner Symptome deuten auf verschiedene Möglichkeiten hin.

Die folgenden sind keine Diagnosen, sondern Denkimpulse, wo man weiterforschen könnte.

Sicher gibt es bei Ärzten eine Software, wo man die Symptome alle eingeben kann und der PC dannn ein paar Diagnosevorschläge macht. Sollte es das noch nicht geben, wäre dies eine Anregung für Softwareentwickler ...

Nachtschweiß ist z. B. ein Leitsymptom bei Tuberkulose oder bei Herzschwäche.
Vor allem, da du ja allgemein über Abgeschlagenheit klagst, sollte man auch mal dein Herz unter die Lupe nehmen.

Auch ein Diabetes wäre anzudenken.
Auch ein systemischer Lupus erythematodes.
Oder eine Lactoseintoleranz oder Galaktoseintoleranz.

Zöliakie ist auch keine schlechte Idee, da passen Muskelschwäche und Müdigkeit dazu.

Müdigkeit ist der Schmerz der Leber, sagt man. Also Leberwerte kontrollieren.

Hast du vor 1,5 Jahren mal eine dicke Angina gehabt ? (Scharlach, der nicht erkannt wurde ?)
Das kann rheumatisches Fieber auslösen und die ganze Symptomatik bringen.

Differentialblutbild (das ist umfangreicher als das "normale" Routineblutbild) auf evtl. eine Bluterkrankung (z. B. Leukämie da passen Infekte, Nachtschweiß und Abgeschlagenheit dazu) untersuchen.

Zink sollte man als Mann nicht mehr als 15 mg als Tagesdosis einnehmen (Frauen höchstens 12 mg). Auch nicht über mehr als 1,5 Monate.
Sonst kann es ins Gegenteil umschlagen und es kommt zu Störungen des Immunsystems und Resorptionsstörungen von anderen Spurenelementen.
Mit 50 mg nimmst du viel zuviel davon ein.

Auch vom Vitamin C nimmst du zuviel ein. Tägliche Höchstdosis sind 30 - 100 mg. Alles, was du mehr einnimmst, wird über die Niere ausgeschieden und belastet sie...

Setze bitte die ganzen Medis ab. Du bist überdosiert. Vor allem sollte man erst untersuchen, ob überhaupt ein Mangel vorliegt. Hier in unseren Breitengraden ist dies meist nicht notwendig.
Viel hilft nicht viel ....

Ich empfehle dir, mal alle meine Vorschläge zu googeln und dann zu schauen, ob noch mehr Symptome von dir auf die jeweiligen Krankheiten passen.

Ohne dich untersucht zu haben, ist sowieso keine Diagnose zu stellen. Dies sind nur Denkimpulse, die mir grade so einfallen.
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Panamera



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Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 18.05.2009, 13:17    Titel:

Vielen Dank für die prombte Antwort.

Das Beschriebene ist genau das Problem. Es gibt so viele unterschiedliche Richtungen... Ich habe auch schon so viel ausprobiert und nichts hat wirklich geholfen.

Heute Mittag gehe ich (erneut) zu meinem Hausarzt. Ich veranlasse, dass auf den Candida Albicans getestet wird. Obwohl ich schon wieder gelesen habe, dass eine eindeutige Diagnos nur sehr schwer möglich ist. Trotzdem will ich meinen Optimismus nicht verlieren und will mein altes Leben wieder zurück.

Nochmal. Vielen Dank für die Hilfe.
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wattebällchen



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BeitragVerfasst am: 19.05.2009, 06:51    Titel:

Hallo und guten Morgen panamera,

Pilze sind opportunistische Keime, die wir überall auf und im Körper haben. Die machen uns nix.

Nur, wenn sie auf Grund der Dezimierung der "guten" Helfer überwuchern, muss man sie behandeln.

Dies kann nach Antibiotikagabe sein, bei konsumierenden Erkrankungen wie z. B. Krebs, Immunsupprimierten (nach Transplantationen oder bei Rheuma), bei Säuglingen, Schwangeren, alten Menschen, Schwerstkranken etc.

In allen andern Fällen ist eine Behandlung unnötig und sogar eher schädlich, weil dann das Gleichgewicht im Körper noch mehr geschädigt wird.

Die meisten Menschen nehmen sowieso (wie du z. B. ....) zuviel Medikamente ein, die zu hoch dosiert und unnötig sind.
Einige deiner Symptome deuten auf eine Überdosierung hin.

Setze die Zink und Vitamingaben ab, du tust dir nix Gutes. Du hast zuviel davon im Körper.

Und dann google, wie ich oben schon schrieb, und schau, ob du bei einem meiner Gedankenimpulse einen Großteil deiner Symptome finden kannst.
Nicht immer ist es das Vollbild einer Erkrankung. Und dann kann man mal weiter forschen in der Richtung.
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