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Fragen u.a. auch zu Konstituionsmitteln

 

Fragen u.a. auch zu Konstituionsmitteln

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Leeann



Anmeldedatum: 30.12.2008
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 30.12.2008, 22:03    Titel: Fragen u.a. auch zu Konstituionsmitteln

Hallo,
ich bin neu hier und sehr froh dieses Forum gefunden zu haben ...und ich bin Laie....und vielleicht ist das die falsche Rubrik, da ich aber nicht so genau wußte, wo alles reinpasst, dachte ich mir, dass dies vielleicht die zutreffenste ist...

Ich habe verschiedene Fragen .

1. Bei einer Konstituionstherapie kann es da zu einer ersten negativen Reaktion kommen und wie lange darf sie maximal anhalten, ansonsten hätte man das falsche Mittel genommen ?

2. Mein Sohn hat an den Handoberflächen sehr stark Neurodermitis. Unter welchen Mitteln kann ich nachlesen, die auf Neurodermitis ansprechen ?

3. Es gibt verschiedene Konstituionsmittel, die von linksseitige Typen ausgehen. was ich meine, dass bei diesen Menschen Probleme auf der linken Seite beginnen oder vor allem dort zu finden sind, welche sind das ?

4. Ich habe über das Mittel Thuja sehr viel gelsen und meine, dass es sehr ut auf mich zutrifft. nun hatte eine Freundin Thuja Q3 bei sich zu Hause. Gestern Abend habe ich es erstmals ausprobiert. 20 Min Später dachte ich, dass mir eine Beine weggezogen werden. 30 Min später bin ich ins Bett gegangen, da ich mich nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Ich bin in einen sehr tiefen 11 !!!! stündigen Schlaf gefallen und dann mit Kopfschmerzen aufgewacht. Was meint ihr, sollte ich die finger davon lassen oder ist es vielleicht sogar ein Zeichen, dass es vielleicht das richtige mittel ist ?

Vielen Dank für Eure Hilfe !
VG
LeeAnn
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Fr. Laurence Gromier-Heim



Anmeldedatum: 31.01.2007
Beiträge: 674
Wohnort: Tel.: 06222/64978

BeitragVerfasst am: 31.12.2008, 16:05    Titel:

Hallo Leeann!

Zu 1: Es gibt keine Maximalzeit, es ist Patient abhängig sowie Vorgeschichte/Erkrankung.
Zu 2.: Es gibt keine „Neurodermitis Mittel“ in der Homöopathie. Dazu folg. Erklärung:
Die klassische Homöopathie nach Hahnemann behandelt der Mensch als Ganzes. Das bedeutet, dass die psychische Symptome sowie die körperliche in Betracht gezogen werden und behandelt werden! Die Eigenart des Menschen seine Vorlieben, was er/sie hasst/seine Gewohnheiten/sein Verhältnis zu seiner Umwelt und Umgebung (die Liste ist sehr lang!!) sind auch wichtig.
In der Schulmedizin arbeitet man nach dem Prinzip der Symptom Bekämpfung (also zum Bsp.: Kortison gegen Hautproblem ohne Rücksicht auf die Persönlichkeit/Verdauung/Schmerzen in andere Körperbereich, etc…) und nicht nach dem Prinzip des ganzheitlichem System, wie in der Homöopathie. Praktisch haben ca. 3000 Mittel in der Homöopathie eine Wirkung auf die Haut, aber nur 1wird passen, wenn er nach ALLE notwendigen Kriterien ausgewählt wurde. Für uns Homöopathen bedeutet das, dass auch für die Neurodermitis ALLE Symptome/Eigenart/Charakteristika in Betracht gezogen werden müssen. Alles andere sind meist Verschreibungen nach bewährte Indikation also nur Symptom Bekämpfung wie die Schulmedizin und nicht homöopathisch. Die Wirkung ist kurzfristig und nicht anhaltend.
Zu 3.: siehe unter Nr. 2: Zusätzlich: Es gibt vielleicht bei Ihnen Kurse über Homöopathie.
Zu 4.:Zu Thuja: Vorab ein Mini Ausschnitt: Thuja als Konstitutionsmittel ist selten. Thuja passt für Personen, die eine Vorgeschichte an Warzen, Kondylome, unterdrückte venerische Krankheiten hatten. Das Gemüt ist kennzeichnet durch fixe Ideen und einen riesigen Ego, eigennützig und kalt berechnend. Thuja wirkt auch bei negativen Folgen von bestimmten Impfungen (bitte nicht bei Allen).Die Beschreibungen von Thuja umfassen mehr als hundert Seiten!!!! Ob das Mittel auf Ihrer Konstitution passt kann ich (und alle andere Homöopathen) nur durch eine Anamnese wissen. Q-Potenzen sind mächtig und nicht harmlos!
Grundsätzlich:
Das Prinzip der Homöopathie soll klar sein ansonsten ist jeder Art von Versuche sinnlos und auch schädigend! Die Homöopathie geht davon aus, dass die meisten Menschen bei einer Erkrankung nicht nur unter den Beschwerden der diagnostisch erkennbaren Erkrankung leiden, sondern auch unter für sie speziell charakteristischen Symptomen. Diese Erkenntnis der Notwendigkeit der individuellen Behandlung auch bei gleichem Krankheitsbild, ist sehr sehr wichtig.
Ohne ordentliches Repertorisieren und nachlesen der Materia medica (persönlich besitze ich ca. 20 Materia medica als Bücher, meist 3 sprachig + die EDV-Enzyklopedia) ist eine Verschreibung wage.
Am Besten lassen Sie sich und Ihren Sohn von einem erfahrenen Therapeut behandeln. Es wird auf Dauer günstiger sein, als Versuche hier und da, die nicht nur meisten scheitern aber auch noch dazu den Fall so verstricken, dass der Therapeut selbst nur die Hände über den kopf schlagen kann.
Noch interessant für Sie zu lesen wären noch folg. Beiträge:
http://www.cysticus.de/naturheilkunde-forum/homoeopathische-hausapotheke-ja-oder-nein-t444.html
http://www.cysticus.de/naturheilkunde-forum/anamese-was-muss-ich-wissen-t783.html
http://www.cysticus.de/naturheilkunde-forum/homoeopathie-bei-leichter-neurodermitis-sinnvoll-t546.html
Herzlichen Grüßen und einen guten Rutsch ins Neujahr 2009!
Laurence Gromier-Heim
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Leeann



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Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 06.01.2009, 20:00    Titel:

Hallo,
erst einmal ein frohes neues Jahr und vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Oh, wir sind in hömopathischer Behandlung . Ich habe bereits 6 Bücher über Konstitutionsmittel gelesen (allerdings waren 5 dabei speziel über konstitutionsmittel für Kinder), ausserdem habe ich die die CD "hömopathischer Sonntag" (http://www.narayana-verlag.de/book_info.php/books_id/851) mir zuvor angehört. Also es war jetzt nicht unbedingt ein schuss ins blaue, aber ich finde es äusserst schwierig die eigene Konstitution festzustellen.
Trotzdem ganz lieben Dank !
VG
Leeann
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Fr. Laurence Gromier-Heim



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BeitragVerfasst am: 07.01.2009, 17:09    Titel:

Liebe Leena,

Bücher über Konstitutionstypen sind keine Materia medica, sondern Zusammenfassungen von Erfahrungen von den Autoren, also basiert auf Beobachtungen in der Praxis. Allein ohne Vorkenntnissen erlauben sie meist keine Verschreibung.
Eine Materia medica enthält erst die toxische Wirkung der Arznei, die charakteristische Wirkung im Krankheitsbereich sowie klinisch festgestellten Symptome und auch subjektive Symptome. Das Studium der wirklichen Wirkung der Arznei auf das Gewebe, Knochen, Blut etc. ist notwendig um das sogenannten Genius der Arznei zu verstehen. Der Vergleich mit der medizinische Krankheitslehre ist auch notwendig. Nur so ist eine Verschreibung möglich. Grundsätzlich kann jede homöopathische Arznei eine Konstitutionsarznei für einen bestimmten Menschen sein. Wenn Sie wirklich das homöopathische Denken verstehen wollen, sind folg. Bücher für den Anfang absolut notwendig:
Organon 6. Auflage, Hahnemann, um zu verstehen was, in der Homöopathie wichtig ist.
Arzneimittellehre, Hahnemann. Dort werden Sie die ersten authentischen Beschreibungen der Arzneien lernen. Dann werden sie verstehen, warum so viele „Materia medica“ notwendig sind, um seriös mit der Materie umgehen zu können.
„Homöopathik“ vom G. Risch: Ein von den besten Bücher über die Lehre der homöopathische Heilkunst.
Herzliche Grüße
Laurence Gromier-Heim
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Leeann



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BeitragVerfasst am: 07.01.2009, 23:00    Titel:

Hallo,
vielen Dank für die tollen Büchertipps !
Allerdings möchte ich wirklich das hömopathische Denken verstehen.
Frosch
VG
Leeann
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