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Erziehungsprobleme

 

Erziehungsprobleme

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Theresa



Anmeldedatum: 05.09.2011
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 08.09.2011, 11:45    Titel: Erziehungsprobleme

Hallo,

ich habe zur Zeit einige Probleme mit meinem 6-jährigen Sohn. Dazu muss ich vielleicht ein wenig ausholen. Er war ein Frühchen und wurde direkt nach der Geburt an einer Oesophagusatresie (Fehlbildung der Speiseröhre) operiert. Danach war er noch 7 Wo. im KH. Bei der Umstellung auf feste Nahrung mit ca. 1 Jahr bekam er des öfteren heftigst Atemnot durch Steckenbleiber, wir mussten mehrmals mit dem Notarzt ins KH. Nach dem Abstillen (ca. 1 Jahr) fingen die Probleme mit den Infekten an. Aufgrund seiner Vorerkrankung, die auch eine Fehlbildung des Bronchialsystems mit sich bringt, hatte er sehr große Probleme mit Bronchitiden (spastische). Das haben wir erst mit Hilfe der Homöopathie in den Griff bekommen. Die ersten 3 Jahre mit ihm waren nicht einfach. Die ganze Krankheitsgeschichte, ständige Angst um ihn wegen den Erstickungsanfällen, häufige Krankenhausaufenthalte... haben uns sehr belastet. Ich als Mama habe mich hinter der Aufgabe vergraben, irgendwas zu finden, was ihm helfen kann, dadurch bin ich zur Naturheilkunde gekommen. Mein Mann hatte damit nix am Hut, das hat uns ein wenig "auseinandergebracht", weil er so gar kein Verständnis dafür hatte, dass ich mich so viel damit beschäftigte. Der Kleine war auch sehr Mama-fixiert. Irgendwann hatte ich dann das Gefühl, er würde mich "auffressen", mir keine Luft lassen. Allerdings habe ich dieses Mama-Syndrom unbewusst sehr gefördert, weil ich anfangs niemanden an ihn heranließ, aus Angst, ihm könnte was passieren. Kaum dass jemand anders mit ihm als Baby spazieren gehen durfte. Sobald er bei Papa anfing aus irgend einem Grund zu weinen, rannte ich hin und nahm ihn, ohne dass Papa die Chance hatte, ihn mal selbst zu beruhigen. Erziehungsmäßig hatten wir bis er 3 wurde, keine Probleme. Ich habe mir immer ein weiteres Kind gewünscht. Mein Mann war lange dagegen, aus Angst vor einem weiteren kranken Kind. Irgendwann hatte ich ihn dann doch überredet, als es unserem Sohn gesundheitlich besser ging. Dieses weitere Kind war meine Hoffnung auf mehr Normalität. Ich wollte auch ein gesundes Kind haben, auch mein Kind direkt nach der Geburt halten können und mit nach Hause nehmen. Kurz nachdem mein Sohn 3 war, wurde ich wieder schwanger, diesmal problemlos und unverhofft. Schon in der Schwangerschaft begannen die Probleme. Mein Sohn konnte nun nicht mehr wie vorher ständig in unserem Bett schlafen, er konnte nicht mehr auf meinem Bauch kuscheln. Positiv war, dass er selbständiger wurde. Er begann ein viel besseres Verhältnis zu seinem wirklich lieben Papa zu haben. Und von mir löste er sich. Ich war glücklich mit der Schwangerschaft, freute mich auf ein gesundes Baby. Als seine kleine Schwester da war, machte der Papa 2 Monate Vaterzeit und nahm mir den großen sehr ab, vielleicht zu sehr. Seitdem ist es schwierig. Ich genoss die Zeit mit seiner gesunden Schwester so sehr, hatte allerdings wenig Zeit für ihn. Er war eifersüchtig, machte Dummheiten um Aufmerksamkeit zu bekommen, störte beim Stillen etc. Leider habe ich damals nicht immer angemessen darauf reagiert. Ich schimpfte viel, unser Verhältnis wurde immer schlechter. Ich entwickelte so eine Wut auf ihn, weil "er mir doch schon so viel Kraft geraubt hatte, und mir scheinbar jetzt mein Glück mit der Kleinen nicht gönnte". Anstatt mich mehr um ihn zu kümmern, schob ich ihn immer mehr von mir. Vergangenes Frühjahr gingen wir dann zur MUKI-Kur. Dort habe ich mit Hilfe einer Psychologin einiges aufgearbeitet, auch aus meiner Kindheit. Seitdem ist es etwas besser und ich kann mehr auf ihn eingehen. Zur Zeit haben wir allerdings wieder Probleme, er hört nicht, macht (zerstörerische) Dummheiten, kann schlecht "sein" Spielzeug mit seiner Schwester teilen. Wenn sie mit seinem alten Dreirad fährt, will er es sofort auch (obwohl er gar nicht mehr richtig damit fahren kann, weil er zu groß ist). Leider macht er auch sehr schnell dicht, ich komm schlecht an ihn ran. Schimpfen, Fernsehverbot etc. macht alles nur noch schlimmer, jetzt will er schon am liebsten zu unseren Nachbarn ziehen Zuneigung ...
Wie kann ich ihm helfen, ich hab das Gefühl er ist innerlich zerissen. Ich versuche wirklich lieb zu sein zu ihm. Habe durch die Kleine, meine Arbeit, unser Haus und Garten, den kranken Opa aber auch so wenig Zeit für ihn. Für ihn alleine so gut wie gar nicht. Jetzt habe ich ihm seit ein paar Tagen kleine Aufgaben im Haushalt gegeben, z.B. Müll rausbringen, das gefällt ihm total gut, er ist richtig stolz.

Ich bin ziemlich konsequent was gesunde Ernährung angeht. Bei uns gibt es seit langem schon keine Limonade oä., wenig Süßigkeiten, kaum Zucker, nur Vollkorn etc., das hat ihm gesundheitlich sehr geholfen. Allerdings kann sein Nachbar, mit dem er viel spielt, essen was er will, da gibt es ständig für das Kind greifbar, was es bei uns nicht gibt... Dessen Eltern sind in jeder Hinsicht weniger streng und konsequent als wir... Daneben komm ich mir so überstreng vor.

Was kann ich tun, damit er nicht mehr so viel Dummheiten macht und besser auf uns hört, ohne ihn zu sehr einzugrenzen? Wie kann ich sein Selbstwertgefühl steigern. Er macht zur Zeit besonders genau das, was er nicht soll, wenn er mit dem Nachbarn zusammen ist, als wöllte er dem was beweisen.

Sonst ist er eher schüchter, hatte Sprachprobleme (sind beim Logopäden), die aber viel besser geworden sind, er traut sich aber oft immer noch nicht zu sprechen oder spricht sehr leise. Wenn man was nicht versteht und nachhakt, blockt er ab und wird bockig. Ich hab ihn jetzt in einem Schwimmverein angemeldet und hoffe, dass der Sport sein Selbstwertgefühl hebt.

Was kann ich noch tun, damit er sich mit seiner Schwester besser versteht (sie ist 2)? Leider ist sie auch sehr besitzergreifend. Haben Sie evtl. Buchempfehlungen für mich?

Vielen Dank.
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wattebällchen



Anmeldedatum: 09.07.2008
Beiträge: 988

BeitragVerfasst am: 12.11.2011, 10:58    Titel:

Liebe Theresa,
leider komme ich erst jetzt dazu, mich ausführlich mit deiner sehr umfangreichen Geschichte zu befassen.

Ich habe eine Bitte:
Bitte schreib das nächste Posting mit Pausen und Absätzen. Es liest sich sonst so mühsam ... Danke.

Im Grunde hast du dir schon selbst alle Antworten gegeben. Das weißt du, nicht wahr ?

Ihr hattet mit der Elternschaft einen schwierigen Start und es ist nur zu verständlich, wenn man vor Sorge um das Kind nur noch "arbeitet".
Ich kann es gut nachvollziehen, denn ich habe ähnlich reagiert, als bei einem meiner Kinder Mukoviszidose festgestellt wurde.

Und du hast dir vom Schicksal ein weiteres Kind "ertrotzt", das zum Glück gesund ist. Und nun wolltest du dies so viel wie möglich genießen und die Zeit der Krankheiten und des Angebundenseins "wegschieben".

Und dass dein Mann sich dann um den Großen gekümmert hat, war grade recht. Aber dann kam auf einmal so eine Eifersucht auf, dass dein "Herzenskind" dich auf einmal nicht mehr brauchte ....

Das ist schwer zu schlucken, wenn man plötzlich auf dem Abstellgleis landet .....
Nicht nur dein Sohn war eifersüchtig, auch in dir hat es genagt.

Ein 4jähriger braucht noch sehr viel Zuwendung und die "Entthronung" des "Kronprinzen" ist nicht nur in deiner Familie ein Problem. Die Chance, ihn auf das Leben mit dem Geschwisterchen vorzubereiten und Vorfreude aufzubauen, war nun leider vertan.

Dass dein Bub so reagiert, ist nix Neues. Spüre einfach in deine eigenen Gefühle rein, dann wirst du es merken, wie weh einem Kind da ums Herz ist.

Es ist an dir, die Geschwister liebevoll zueinander zu führen, dass er seine Schwester als Bereicherung erkennt und nicht als Nebenbuhlerin.

Da er ja nun sicher in die Schule kommt oder auch erst nächstes Jahr, wird er auch Freunde finden, mit denen er etwas unternehmen kann. Fördere dies.
Wenn er sich deiner Liebe und Zuwendung sicher sein kann (das hat nix mit "Beglucken" zu tun), wird er selbstsicherer und wird nicht mehr so viel "Unsinn" (in deinen Augen) treiben.

Ich sage oft in meinen Beratungen:"Haben Sie ihr Kind heute schon gelobt ?" und "Sie haben mir so viel erzählt, was ihr Kind nicht kann. Was kann es denn?" Dann werden die Leute sehr nachdenklich...

Jeder Mensch braucht Anerkennung und Beachtung. Schenke ihm das.

Im Moment macht er mit "Negativschlagzeilen" auf sich aufmerksam. Dies ist ein Hilfeschrei.

Auch die Sprechproblematik hat damit zu tun. Er fühlt sich im wahrsten Sinne "nicht verstanden".

Du hast ja schon den Anfang gemacht, indem du ihn als "Großen" behandelst und ernst nimmst.
Wenn man für etwas gelobt wird und Beachtung findet, möchte man dies wiederholen. Und so kommt langsam etwas in Gang, dass er sich wohler fühlen kann, indem er positive Reaktion von dir bekommt.

Schwimmenlernen ist gut, vielleicht noch ein Sport auf dem Trockenen, wo er nicht Angst vor dem Untergehen (im wahrsten Sinne) haben muss.
Vielleicht Ping-Pong oder Judo. Da lernt er auch Teamgeist und Disziplin und Koordination. Zudem ist da relativ wenig Verletzungsgefahr.

Du stellst die Weichen.
Das geht nicht von heute auf morgen.

Und mache bei der Erziehung deiner Tochter (das Besitzergreifen hat etwas damit zu tun, dass sie ebenfalls um Anerkennung kämpft) nicht dieselben Fehler wie beim Buben. Du weißt es doch ...

Und reg dich nicht auf, wenn er bei den Nachbarn mal etwas anderes zu essen bekommst als bei dir. Wenn er nicht irgendeine Krankheit hat, die eine Diät erfordert, wird er das überleben ....

Beginne , mit deinen beiden Kinder und deinem Mann das Familienleben zu genießen und mit allen zusammen auch Lebensfreude zu kultivieren.
Achte darauf, dass ihr nicht nur Eltern, sondern auch ein Paar seid, damit eure Partnerschaft nicht auf der Strecke bleibt.

Buchtipp für alle Forumsleser:

"Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" von Jean Liedloff.
Gerade zu diesem Thema ein wunderbares Buch.
_________________
Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
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hansU



Anmeldedatum: 27.02.2012
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 27.02.2012, 15:48    Titel:

Hallo,

auch ich habe mir die Zeit genommen dein gesamtes Posting durchzulesen und hab teilweise schon beim Lesen mit dir mitgelitten. Ich habe bisher vor allem gelernt, dass man mit Verboten eher weniger erreicht als mit ausführlichen Gesprächen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute, dass ihr wieder auf einen grünen Zweig kommt und ein glückliches Familienleben genießen könnt.
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