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Entgiftung mit Pflanzen?
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Loyola
Anmeldedatum: 27.02.2011 Beiträge: 2
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Verfasst am: 27.02.2011, 19:20 Titel: Entgiftung mit Pflanzen? |
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Hallo Miteinander!
Ich brauche ganz dringend Rat für meine Freundin. Eine ganz schlimme Interstitielle Zystitis plagt sie nun bereits seit 2 Jahren. Bei dieser Art der Blasenentzündung gibt es keinen Bakterienbefund, jedoch ist die Blasenschleimwand ständig gereizt und entzündet und schmerzt 24 Stunden am Tag. Der Grund dafür ist hauptsächlich der "sauere" Urin, dessen pH-Wert sich momentan im 4-5 Bereich befindet. Sie stellte ihre Ernährung bereits vor einem Jahr komplett auf vegetarisch um, gab das Rauchen auf, setzte sämtliche Schmerzmedikamente und Antibiotika ab und begann mit der Entgiftung mit viel Obst, Gemüse und Kräutertees. Seit mehreren Monaten erlebt sie regelrechte Entzugserscheinungen mit hohem Blutdruck, Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit und Fieber. Dazu kommen noch die unerträglichen Schmerzen in der Blase.
Dies sind die Kräuter die sie in Form von Tees täglich zu sich nimmt: Mistel, Ringelblume, Schafgarbe, Spitzwegerich, Löwenzahn, Süssholz, Tausendgüldenkraut, Teufelskralle, Blutwurz, Weidenröschen, Angelika, Bockshornklee, Chinarinde, Ehrenpreis, Eibisch, Eiche, Gelber Einzian, Eukalyptus, Fichte, Frauenmantel, Hagebutte, Heidelbeere, Hibiskus, Hirtentäschel, Holunder, Kurkuma, Lapacho, Lungenkraut, Melisse.
Nun meine Frage, ist es sinnvoll sich in eine zusätzliche Heilpraktiker-Behandlung zu begeben um vielleicht eine Schwermetallanalyse/Ausleitung durchzuführen?
Gibt es zur Entgiftung/Entsäuerung bessere Mittel als Kräutertees um den Vorgang zu beschleunigen?
Vielen Dank im Voraus |
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wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 957 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
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Verfasst am: 28.02.2011, 09:11 Titel: |
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HAllo und guten Morgen Loyola,
sind diese Kräuter tatsächlich alle in diesem Tee drin ?
Ich finde es ein wenig "zuviel des Guten"...
Das sind nicht weniger als 29 Kräuter ...
Oder mischt sie sich den selbst ?
Eine IC ist eine Reizung der Blasenwand, die mit starken Schmerzen und sehr häufigem Wasserlassen einhergeht. Man kann kaum mehr aus dem Haus und ist buchstäblich zusammen mit den Symptomen "eingesperrt".
So kommt es auch zum sozialen Rückzug und die Menschen fühlen sich nicht ernst genommen, auch weil kaum ein Arzt darüber Bescheid weiß.
Noch immer läuft es unter dem Namen "Reizblase".
Oft ist irgendein Anlass schon zu finden z. B. Operation (man kann schlecht Wasser lassen danach), Geburt, Chemotherapie, Geschlechtsverkehr mit neuem Partner, Partnerschaftsprobleme projizieren sich auch gerne auf die Unterleibsorgane (bei Mann und Frau) oder Stress und Erschöpfung.
Die genaue Ursache der IC ist noch unbekannt.
Manchmal kann der Urin selbst durch seine Bestandteile die Blasenschleimhaut und die Blasenwand reizen und irritieren.
Deshalb ist trinken, trinken, trinken angesagt. Aber nicht nur Tee. Der kann nämlich auch reizen. Wasser, Wasser , Wasser ....
Meist trinken die Menschen zu wenig, weil sie sowieso dauernd zur Toilette rennen.
Wurde denn eine Cystoskopie gemacht ? Wurden kleine Schleimhautblutungen festgestellt ?
Die Therapie muss multimodal sein, d. h. man muss die Symptome aus allen Richtungen auch fachübergreifend angehen.
Wichtig ist eine orale Schmerztherapie mit den richtigen Medikamenten, damit sich die Blasenwand entspannen kann.
Wer da nicht gut medikamentös eingestellt wird, riskiert eine Chronifizierung des Schmerzes. Schmerzen auszuhalten ist falsches Heldentum und leistet der Krankheit nur Vorschub ....
Man gibt z. B. NSAR = Nichtstreroidale Antirheumatica wie Ibuprofen, ASS, Diclofenac, Paracetamol, Piroxicam etc.
Dies sind so genannte Prostaglandinhemmer, die die Botenstoffe für Entzündungen hemmen.
Auch ein Therapieversuch mit einem Antidepressivum (Amytriptylin) wäre mal angebracht.
Auch ein Therapieversuch mit Duloxetin (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer) ist es unter ärztlicher Aufsicht wert.
Man kann auch ein Lokalanästetikum in die Blase instillieren, dass dann wieder ausgeschieden wird beim Wasserlassen.
Wenn deine Freundin nicht Auto fahren muss, kann der Arzt auch Dridase (setzt den Blasentonus herab, sodass sie nicht mehr dauernd Harndrang hat) versuchen. Allerdings hat dieses Medikament Risiken, über die der Arzt aufklären muss und es ist eine gute Zusammenarbeit mit dem Patienten erforderlich. Es geht ja erst mal darum, dass die Symptome gelindert werden. Dridase darf man auch nicht plötzlich absetzen, sondern muss es langsam reduzieren. Das macht der Arzt.
Stress, Kälte und Anstrengung sind ebenso Mitursachen.
Also ist Wärme, Moorbad in echtem Moor (z. B. in Bad Kohlgrub) symptomlindernd.
Dann sollte man mal nach den Ursachen suchen.
Auch die Wirbelsäule kann solche Beschwerden verursachen.
Oder bei Frauen sollte mal ein Hormonstatus gemacht werden.
Ich behandle meine Patienten mit Entspannungstechniken (die erlernen sie bei mir) wie z. B. Autogenes Training, Muskelentspannung nach Jacobson, Visualisierungen, klinische Hypnose, Psychotherapie (Leidensdruck nehmen, soziale Integration üben etc.), Mentales Training etc.
Die IC ist nicht psychisch bedingt, jedoch werden die Patienten durch die Symptomatik psychisch auffällig d. h. sie gehen kaum noch aus dem Haus etc.
Weiterer Vorschlag wäre die Neuraltherapie nach Huneke (die allerdings privat bezahlt werden muss, denn es ist keine Kassenleistung).
Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten, bei der allerdings die Mitarbeit der Patienten gefordert ist. Anders geht es nicht. _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
www.praxis-die-insel-4you.de
Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
Söllinger Str. 9 c
76327 Pfinztal-Kleinsteinbach |
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Loyola
Anmeldedatum: 27.02.2011 Beiträge: 2
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Verfasst am: 28.02.2011, 09:39 Titel: |
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Viele Dank für Ihre Antwort,
"Man gibt z. B. NSAR = Nichtstreroidale Antirheumatica wie Ibuprofen, ASS, Diclofenac, Paracetamol, Piroxicam etc.
Dies sind so genannte Prostaglandinhemmer, die die Botenstoffe für Entzündungen hemmen"
Meine Freundin hat sich bewusst gegen sämtliche Chemikalien entschieden, denn soweit ich weiß säuern diese den Urin an und beanspruchen die Leber und die Nieren noch zusätzlich bei der Aufräumarbeit. Das Thema Schmerzmittel hatte sie bereits durch, wo sie manchmal mehrere Tabletten am Tag einnehmen musste um irgendwie durch den Tag zu kommen. Es hatte jedoch wenig Erfolg.
Die Reizung kommt momentan vom saueren Urin (pH-4,5-5) trotz einer vegetarischen Ernährung. Die Tees werden natürlich von ihr selbst gemischt, nicht alle Kräuter auf ein Mal.
Ich kenne persönlich Menschen die ihre IC losgeworden sind nur mit einer strengen Rohkost und Entsäuerung, worauf viele Frauenärzte gar nicht erst hinweisen, sondern dem Patienten gleich die Chemiekeule hinterherwerfen, anstatt einfach mal den pH-Wert des Urins zu überprüfen. Alle Frauenärtze, bei denen meine Freundin in Behandlung war haben es auf die psychische Schiene abgeschoben nachdem der Bakterienbefund negativ war.
Hier ein guter Lesetip: http://www.chronische-blasenentzuendung.de/
Auch würde ich jedem Blasengeplagten von einer Zystoskopie abraten, denn dabei kann es sehr leicht passieren, dass die empfindlichen Harngänge verletzt oder iritiert werden. Das war bei meiner Freundin der Fall, dass zusätzlich zu den Schmerzen in der Blase noch Schmerzen in den Harngängen über mehrere Monate hinzukamen.
Dass es ein Haufen Medis gibt, die lediglich eine Symptomlinderung bieten ist uns nicht genug. Uns interessieren Naturmedikamente, welche die Entsäuerung bzw. die intrazelluläre Entsäuerung unterstützen um den pH-Wert des Urins so schnell wie möglich ins alkalische Mileue zu bringen.
Vielen Dank
Gruß
Loyola |
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Laura Gast
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Verfasst am: 28.02.2011, 11:23 Titel: |
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| Hallo, Entspannungstechniken bringen bei mir nichts. Ich vertrage keine Kälte. Sobald ich mich etwas verkühle, geht’s bei mir los. War schon öfters bei Heilpraktikern. Reizblase ist die Diagnose. Ich nehme einige Tage Cantharis D6 3x4 Globuli. Danach habe ich mehrere Wochen Ruhe. In der kalten Jahreszeit brauche ich öfters Cantharis. Im Sommer habe ich nie Probleme mit meiner Blase. Ich frage mich, ob mit meinem ph-Wert auch etwas nicht stimmt. LG Laura |
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wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 957 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
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Verfasst am: 28.02.2011, 11:43 Titel: |
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Hallo Laura,
jeder Mensch ist anders.
Was dem einen hilft, kann für den andern nicht geeignet sein. Deshalb braucht man den Patienten vor sich und muss ihn sehen und untersuchen und je nach seinen Bedürfnissen die Behandlung zusammenstellen.
Wir machen keine Ferndiagnosen (denn oft steckt mehr dahinter als der Patient auf den ersten Blick sagt) und keine Ferntherapien.
Wir verweisen die Leute an einen Kollegen vor Ort.
Wenn bei dir die Kälte eine Rolle spielt, hast du eine empfindliche Blase, die mit Cantharis (Spanische Fliege macht "heiß") sehr gut eingestellt ist.
Und dazu Omas Angoraschal um die Nieren und eine dicke Unterhose ...
Du kennst ja die verursachenden Situationen und kannst sie umgehen.
Bei dir müssen nicht unbedingt Bakterien die Ursache sein.
Zum untersuchen zuhause gibt es Teststäbchen in der Apotheke (sehr teuer) oder eben Urin zum Arzt bringen fürs Labor. Da wird auch immer der pH-Wert mit gemessen. Urin muss sauer sein, damit die Bakterien abgetötet werden.
Entspannungstechniken bringen jedem etwas, muss ja nicht unbedingt für die Blase sein, sondern, um Stress etwas entgegenzusetzen zu haben. _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
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Fr. Laurence Gromier-Heim

Anmeldedatum: 31.01.2007 Beiträge: 674 Wohnort: Tel.: 06222/64978
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Verfasst am: 28.02.2011, 14:43 Titel: |
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Guten Tag Loyola,
Hier ein paar Impulsen für Ihre Freundin:
Vegetarische Ernährung heißt nicht zwangsläufig basische Ernährung. Bei einer Übersäuerung sollte man darauf achten was man isst und wann man was isst. Siehe dazu:
http://www.cysticus.de/naturheilkunde-forum/darmpilz-t2591.html
Basenbäder mit vom P. Jentschura können noch dazu helfen.
Anstatt (zu viel) Tees wäre es wichtig viel Wasser, möglichst mineralarm und ohne Kohlensäure zu trinken.
Es ist jedoch möglich, dass alle Anstrengungen zum Trotz Ihre Freundin doch eine medikamentöse Unterstützung braucht. Ob eine Ausleitung über Leber und/oder Lymphe nötig wird kann „nur“ einen Therapeut/in entscheiden.
Sehr bewährt hat sich die Sanum-Therapie (mal Google und schauen welche HP in Ihrer Gegend eine solche Therapie anbietet), auch die Homöopathen schöpfen aus dem Fundus der Phytotherapie um ihrer Patienten in bestimmten Fälle erstmals auf einem Gleichgewicht zu bringen, bevor diese Homöopathen mit der klassische Homöopathie anfangen. Einfach anrufen und bei den Verbänden sich erkundigen wer was macht.
In Eigenregie einzugreifen ist immer schwierig, denn die Erfahrung zeigt, dass die Patienten häufig viel zu viel auf einmal nehmen und dies auch ohne Plan. Ist auch zu verstehen, es wird überall etwas tolles empfohlen und dabei vergessen dass der Mensch einzigartig in seiner Reaktionen ist.
Herzliche Grüße
Laurence Gromier-Heim _________________ Heilpraktikerin, Laurence Gromier-Heim,
Klassische Homöopathie
Praxis-Tel.: 06222-64978
WWW.heilpraktiker-direkt.de
Homöopathen ohne Grenzen e. V.
http://www.hom-og.de/ |
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