Eliane Zimmermann

Anmeldedatum: 02.10.2006 Beiträge: 131
|
Verfasst am: 20.02.2008, 20:39 Titel: Ätherische Öle und Busenwachstum |
|
|
Liebe Irene,
wie schön, dass Sie mich an dieses Thema erinnern, denn es ist so haarsträubend, dass ich mich an anderer Stelle schon dazu geäußert habe, doch in diesem Forum war es noch nicht aktuell. Umso erschreckender, dass diese dumme Meldung immer noch durch die Presse geistert, wie ich erst kürzlich auch sah. Sie erschien nämlich vor über einem Jahr.
Es ist eine Beobachtung an drei (3!) Jungs gewesen, die so viel Furore macht und wohl die Verbraucher verunsichern soll. Leider werden dagegen die zahlreichen positiven wissenschaftlichen Studien und Erkenntnisse über heilende Wirkweisen von ätherischen Ölen so gut wie nie an die große Glocke gehängt.
Was auch nie erwähnt wird, sind die hunderte oder tausende (oder mehr) Männer, die durch "die Pille" im Trinkwasser unfruchtbar werden. Darüber darf die Presse nicht schreiben. Denn Kläranlagen können diese winzgen Östrogene nicht oder nur unzureichend aus den Gewässern fischen.
Wenn wirklich etwas an einer negativen Hormonwirkung von ätherischen Ölen dran wäre, müsste die Parfumindustrie schon längst aufgeschrien haben, denn ätherische Öle werden seit über hundert Jahren in der Duft-Massenproduktion eingesetzt, seit vielen Jahrhunderten in der Körperpflege. Ob diese Burschen ihr Schampoo aus Plastik-Flaschen hatten, die mit hormonwirksamen Phtalaten versetzt waren, wird natürlich nicht gesagt, ist aber in Badezimmerprodukten und vor allem in den USA mehr als wahrscheinlich. Manche ätherische Öle können bestimmte Kunststoffe (Plastomere) angreifen und Stoffe daraus lösen, aber eher nicht Lavendel oder Teebaum, meistens sind das Zitrusöle.
Und was ist mit hormonartigen Weichmachern in Babyspielzeug, an dem 100%ig gelutscht wird, auf Babyfläschchen, die teilweise auch noch so wirken sollen, hin, oder je nach fragender Person auf Duftbäume im Auto, Flammschutzmittel in Sofas und Gardinen, Mottengifte in Teppichen, sowie Hormone in Fleisch, hormonartige Substanzen in Luxuskosmetik, ganz vieles wirkt wirkt hormonartig.
In der Aromatherapie ist bekannt, dass einige Sesquiterpenverbindungen (wie in Zedern- und Zypressenöl) den Hormonhaushalt regulieren können, diese sind jedoch nicht in nennenswerten Mengen in Teebaum- oder in Lavendelöl enthalten. Muskatellersalbei ist ein ähnlicher Fall, das Öl reguliert sanft, ohne in den Hormonhaushalt direkt einzugreifen. Ich erkläre meinen Kursteilnehmerinnen immer, dass solche ätherische Öle wie Fusstritte funktionieren: Sie erinnern den Körper quasi daran, wie er an Ressourcen kommt, um (wieder) gesund zu werden. Nicht umsonst zählt die Phytotherapie, und damit auch die Aromatherapie, zur REGULATIVEN Medizin, die den Körper darin unterstützt, Selbstheilungsmechanismen zu aktivieren (darum braucht es auch oft so lang mit natürlichen Mitteln, aber dann klappt es oft lang anhaltend).
Wenn im Körper kein Bedarf besteht, nimmt er die meisten natürlichen Heilmittel nicht an und wenn noch keine Geschlechtshormonrezeptoren ausgebildet sind, wie bei Kindern, können Pflanzenhormone nichts ausrichten. Also selbst wenn welche im Öl drin wären, oder die Stoffe darin die Fähigkeit hätten, Hormone zu aktivieren, hätten sie keinen Effekt. Sonst müssten alle Kinder weltweit, die etwa große Mengen an Linsen, Sojaprodukten oder Granatapfelsamen verzehren, allesamt unter Hormonstörungen leiden. Frauen im Klimakterium sind dagegen oft dankbar über diese hormon-artige Wirkung. In deren Körper besteht Bedarf.
Ich behandele meine Familie fast ausschließlich mit ätherischen Ölen, die meist lang anhaltender und effektiver therapieren als viele Chemiebomben. Und mein 14-jähriger hat trotz Antipickelmischungen mit Teebaum und Lavendel keinen Busen! Also lassen Sie sich also nicht verunsichern!!!!
Alles Gute!
Eliane Zimmermann _________________ AIDA Aromatherapy International
www.aromapraxis.de
Eliane Zimmermann |
|