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Borreliose
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Addy
Anmeldedatum: 31.05.2010 Beiträge: 36
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Verfasst am: 09.10.2011, 21:37 Titel: Borreliose |
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Hallo und guten Abend,
bei meiner Tochter fiel uns vor ein paar Tagen eine relativ große Hautrötung auf, mit intensiver rotem Rand und abgeblassten, bläulich-rosa Innerem, die ihr selbst keinerlei Beschwerden bereitet. Es wächst jeden Tag um ca 2-3 mm. Von einem erfahrenen Arzt wurde es als ganz typisch für ein "Erythema migrans" beurteilt und damit die Diagnose einer Borreliose im 1. Stadium diagnostiziert und eine Antibiotikabehandlung eingeleitet. Zusätzlich bekommt sie zur Durchfallprophylaxe Perenterol.
Ich bitte nun um Ratschläge und Tipps, was Sie von naturheilkundlicher und homöopathischer Seite zur Unterstützung des Heilungsprozesses empfehlen können!
Herzlichen Dank im Voraus!
Addy |
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wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 957 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
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Verfasst am: 10.10.2011, 06:32 Titel: |
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Hallo und guten Morgen Addy,
deine Tochter hat sich tatsächlich durch einen Zeckenbiss mit der Borelliose infiziert und die umgehende Behandlung mit einen Antibiotikum ist die richtige Therapie, um die massiven Spätschäden zu vermeiden, wenn man nicht so handeln würde.
Ich habe leider in der Klinik sehr viele solcher Patienten gesehen, die als Frührentner endeten.
In diesem Fall ist ein Antibiotikum (meist wird Tetracyclin gegeben) über 10 Tage unumgänglich.
Gegen Borelliose kann man nicht impfen.
Da ihr in einem mit infizierten Zecken befallenen Gebiet wohnt, rate ich, ein gut wirkendes Repellent (Abschreckmittel) aus der Apotheke anzuwenden, wenn ihr in Feld, Wald und Wiese unterwegs seid.
ZECKEN FALLEN NICHT VON BÄUMEN, SIE SITZEN AUF GRASHALMEN UND IN BÜSCHEN.
Sie werden buchstäblich im Vorbeigehen mitgenommen.
Nach dem Spaziergang den ganzen Körper absuchen (auch alle Falten und intime Stellen) und duschen.
Falls man sich eine Zecke eingefangen hat, diese mit einer Zeckenzange entfernen und den Stich beobachten. Am Anfang hat man keine weiteren Symptome, die kommen erst Wochen bis Monate später.
Wenn sich dann nach einigen Tagen solch ein roter Fleck bildet, der dann zum größer werdenden Ring wird, sofort zum Arzt und Antibiotikagabe veranlassen.
Gegen die Borellien wird man nicht immun. Die kann man sich immer wieder einfangen.
Gegen die FSME (Frühsommermeningoenzephalitis = Hirnhautentzündung) kann man sich impfen lassen. Das ist eine Virusinfektion durch die Zecken.
Falls jemand in Zukunft einen Borellien-Titer (Blutabnahme zur Diagnostik) untersucht, ist der dann mit Sicherheit nachweisbar, denn ihr Immunsystem hatte ja jetzt Kontakt mit den Borellien. Er ist im Moment auch sicher ziemlich hoch. Das normalisiert sich mit der Zeit wieder.
Er wird aber immer nachweisbar sein. Es kommt nur auf die Titerhöhe an.
Immer, wenn man akut Kontakt mit irgendeinem Erreger hatte, schnellt der Titer nach oben. Das ist normal. _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
www.praxis-die-insel-4you.de
Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
Söllinger Str. 9 c
76327 Pfinztal-Kleinsteinbach |
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Addy
Anmeldedatum: 31.05.2010 Beiträge: 36
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Verfasst am: 10.10.2011, 19:03 Titel: |
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Hallo Wattebällchen, und vielen Dank für deine Antwort.
Ja, dass das wohl wirklich eine Borreliose ist und mit Antibiotika behandelt werden muss, habe ich keinen Zweifel - auch wenn ich sonst äußerst zurückhaltend mit Antibiotika bin. Übrigens wurde mir gesagt, dass das Antibiotikum 3 Wochen lang in relativ hoher Dosis gegeben werden soll. Es sei auch jetzt im Frühstadium noch nicht unbedingt damit zu rechnen, dass es schon Antikörper gebe, deshalb muss man ganz unabhängig vom Blutwert Antibiotika geben. Kein Zweifel.
>>Ich habe leider in der Klinik sehr viele solcher Patienten gesehen, die als Frührentner endeten. <<
Ehrlich? das ist ja furchtbar!
Übrigens wohnen wir nicht mal in einem bekannten Borreliosegebiet, deine ganzen Ratschläge zur Prophylaxe habe ich übrigens schon seit Jahren beachtet und mich auch bemüht, sie unseren Kindern einzuschärfen. Ob sie das allerdings immer so ganz genau beachtet haben, weiß ich auch nicht. (Gibt es nicht einen Trick, Pubertäre Kinder einsichtiger zu machen?) Wir haben auch seit Jahren keine leibhaftige Zecke mehr gesehen und meine Tochter kann sich an keinen Insektenstich erinnern. Alles mysteriös. Auch das gibt es.
Dass bei einer Borreliose Antibiotika sein müssen, ist für mich aufgrund der Gefährlichkeit auch keine Frage.
Ich würde nur gerne noch zusätzlich auf naturheilkundliche Weise die Heilung unterstützen, ihr Immunsystem stärken, die Nebenwirkungen des Antibiotikums klein halten. Wer hat noch gute Empfehlungen?
Liebe Grüße
Addy |
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wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 957 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
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Verfasst am: 11.10.2011, 06:44 Titel: |
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HAllo und guten Morgen Addy,
es ist, Dank der nun seit geraumer Zeit endlich aufgewachten Ärzte und der immer häufiger werdenden Infektionen mit Borelliose, gelungen, dass sie im Frühstadium entdeckt wird und wir die schweren Fälle nicht mehr so oft in den Kliniken haben....
Leider ist die Zahl der Fehldiagnosen noch immer immens hoch ...
Wer interessiert ist, kann ja mal "Spätfolgen der Borelliose" googeln.
Dies sollten auch deine Teenager lesen, dann brauchst du nicht so viel zu "predigen".
Euer Arzt hat sehr verantwortungsbewusst gehandelt.
Man sollte deine Tochter aber immer noch "im Auge" behalten, da es immer noch zu Rückfällen oder Kreuzinfektionen mit andern Erregern kommen kann.
Für die homöopathische Unterstützung werden sich noch meine Kollegen hier melden.
Naturheilkundlich empfehle ich dir, dass sie viel raus geht und Bewegung hat an der frischen Luft (hoffentlich ist sie kein Stubenhocker, der natürlich schwierig zu motivieren wäre), dazu gute hochwertige Ernährung mit viel Vitaminen, denn es hat sich gezeigt, dass die Erreger (wie alle diese Bösewichte) Wärme und Sauerstoff nicht mögen.
Sauna wäre da z. B. gut, das härtet auch ab und stärkt das Immunsystem.
Das Perenterol ist ein gutes vorbeugendes Mittel wegen der Antibiotika. Man sollte es aber nicht zeitgleich mit dem Antibiotikum nehmen (also z. B. morgens das Antibiotikum, abends das Perenterol).
Perenterol sind spezielle Hefepilze, die dafür sorgen, dass ein gestörtes Darmmilieu wieder in Ordnung kommt. Es sind "Gute" Helfer.
Ebenso wäre Yoghurt gut. _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
www.praxis-die-insel-4you.de
Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
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Fr. Laurence Gromier-Heim

Anmeldedatum: 31.01.2007 Beiträge: 674 Wohnort: Tel.: 06222/64978
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Verfasst am: 11.10.2011, 14:20 Titel: |
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| Zitat: | | Gibt es nicht einen Trick, Pubertäre Kinder einsichtiger zu machen |
Es gehört zur Pubertät nicht vernünftig zu sein, die Werte der Eltern über Bord zu werfen, erst recht das Gegenteil zu machen von dem was die Eltern wollen. Wichtig ist für Sie als Eltern Ihrer Tochter eine Rahmenbedingung für Sicherheit und Vertrauen zu geben. Das heißt, dass Sie wohl Ihrer Kinder aufklären sollen über die Gefahr von Zecken aber möglichst weder mit gehobenem Finger noch mit schreckliche Berichte/Bilder die sowieso erwiesene maßen nur sehr kurzfristig erschreckend wirken. Dann wie? In dem Sie erklären, dass Sie verstehen wie uncool es ist sich bedeckt anzuziehen aber, dass Ihre Tochter wissen sollte, dass es diese Zecken-Monster nun mal gibt und, dass ihren Biss nicht dem Biss eines Twilight Darsteller vergleichbar ist. Sagen Sie auch, dass sie als Mutter sie aufklären müssen. In allen Bereichen des Lebens hören die Jugendlichen ihre Eltern schon mit einem Halben Ohr zu und vor allem ohne es natürlich preisgeben zu wollen und zu müssen. Aufklärung gehört zur unseren Job als Eltern und zum Glück gibt es auch viel Projekten in Schulen, die auch darüber aufklären. Ein Repellent sollte sie noch zur Verfügung haben.
Was tun nach dieser Antibiotika-Therapie:
Es gibt den Weg der Entgiftung. Die soll möglichst einfach gehalten sein, da ansonsten die Jugendlichen sie nicht einhalten.
Allgemein nach der Antibiotika-Therapie soll Ihrer Tochter viel Joghurt essen. Sie soll viel Wasser trinken. Möglichst kein Limo zumindest zuhause nicht. Frisch gepresste Säfte oder Smoothies dies dann eher vor 15Uhr trinken. Viel Gemüse essen (einfacher gesagt als getan aber immer wieder anbieten). Einmal am Tag kann sie noch eine Tasse Basentee (gibt´s mittlerweile im Supermarkt, bei uns bei Edeka) abends trinken. Sie kann, wenn sie gerne badet und keine Neurodermitis hat, abends ein Basenbad nehmen. Natron-Bäder (z.B. 1 Beutel Kaiser-Natron-Pulver für 1 heißes Vollbad oder Natiumbikarbonat aus der Apotheke /Reformhaus–oder „Meine Base“ von P. Jentschura). 20 Minuten in der Badewanne zubringen..
Siehe auch:
http://www.basen-haushalt.de/basenbad/
Es entspannt und entsäuert. Ein homöopathisches Mittel einzunehmen wäre sinnvoll, wenn die Verdauung gestört wäre, dann sollen Sie mit Ihrer Tochter zu einem klassischen Homöopath/in gehen.
Herzlichen Grüßen von L. Gromier-Heim _________________ Heilpraktikerin, Laurence Gromier-Heim,
Klassische Homöopathie
Praxis-Tel.: 06222-64978
WWW.heilpraktiker-direkt.de
Homöopathen ohne Grenzen e. V.
http://www.hom-og.de/ |
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Addy
Anmeldedatum: 31.05.2010 Beiträge: 36
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Verfasst am: 11.10.2011, 15:31 Titel: |
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Hallo Wattebällchen, hallo Fr. Gromier-Heim, herzlichen Dank für die vielen Tipps!
Sport macht sie viel und gerne, aber leider nicht an der frischen Luft, sondern in der Halle. Mal sehen, wie ich sie trotzdem rauslocken kann.
Ernährung ist auch so ein Thema... . die Smoothies und Joghurt könnten aber gut ankommen...
Mit Basenbädern kenne ich mich nicht sonderlich aus - kann man also auch mit ganz normalem Natron machen? Sind Zusätze von Totem-Meer-Salz sinnvoll?
Was halten Sie von Echinacea zur Anregung des Immunsystems?
Liebe Grüße
Addy |
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Fr. Laurence Gromier-Heim

Anmeldedatum: 31.01.2007 Beiträge: 674 Wohnort: Tel.: 06222/64978
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Verfasst am: 11.10.2011, 17:15 Titel: |
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Hallo Addy,
besser sport in der Halle als gar keinen. Basenbäder sind nur mit Kaisernatron (also normales Natron) ohne Zusatzsalze, ohne Essenzen und/oder Badeölen zu machen.
Ist Ihre Tochter müde? Wirkt sie erschöpft ? Wenn nicht genügen viel Obst (immerwieder anbieten, deswegen auch die Smoothies). Vielleicht hat sie Lust die Obstsäfte selbst zu mischen und zu pressen? Animieren Sie sie dazu. Es gibt sehr gute Müsliriegel einfach durchprobieren. Wenn Müdigkeit dazu kommt dann könnten durchaus Schlüssersalze helfen, fragen Sie die Kollegin Fr. Ermisch. Fragen Sie auch in der Sparte Ernährung was unseren kolleginen dazu meinen.
Echinacin ohne Indikation zu nehmen halte ich persönlich für überflüssig. Jugendliche haben unregelmäßge Schlafzeiten, vielleicht fragen Sie Ihre Tochter wie gut sie einschläft, ob sie durchschläft. Wenn nicht könnte eine klass. homöopathische (oder TCM) Behandlung helfen.
Herliche Grüße von L. Gromier-Heim _________________ Heilpraktikerin, Laurence Gromier-Heim,
Klassische Homöopathie
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Addy
Anmeldedatum: 31.05.2010 Beiträge: 36
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Verfasst am: 13.10.2011, 17:48 Titel: |
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Liebe Fr. Gromier-Heim,
vielen Dank für die guten Tipps! Sie sagt zum Glück, dass sie sich voll fit fühlt, und sie wirkt auch nicht müde. Ich muss sie eher bremsen...
Gesundes Essen ist leider schon immer ein Problem, Süßigkeiten sind viel interessanter... Die Idee mit den Smoothies ist super - ich muss sie bisher allerdings selber trinken, meinen Kindern schmecken sie nicht... aber ich gebe nicht auf....
Können Sie mir helfen einen guten klassischen Homöopathen zu finden, der auch mit Borreliose Erfahrung hat?
Vielen Dank!
Addy |
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Fr. Laurence Gromier-Heim

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Verfasst am: 13.10.2011, 19:41 Titel: |
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Hallo Addy,
Bitte senden Sie mir an meiner Email Adresse (s.unter:
www.heilpraktiker-direkt.de) die Orten, wo Sie eventuell hinkommen könnten.
Herzliche Grüße
L. Gromier-Heim _________________ Heilpraktikerin, Laurence Gromier-Heim,
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