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Aspirin und Krebs

 

Aspirin und Krebs

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Laura
Gast





BeitragVerfasst am: 08.12.2010, 09:18    Titel: Aspirin und Krebs

Hallo, Aspirin war seither bekannt als Schmerzmittel. Es senkt Fieber, hilft bei Rheuma. Hilft es nicht auch bei Entzündungen? Könnte man es nicht auch jemand mit Schnappfinger geben?

Britische Forscher gaben Probanten 4 Jahre lang täglich 75 mg Aspirin, um den Effekt von ASS auf das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko zu untersuchen. Dabei entdeckten sie, dass es auch bei fast allen Krebsarten hilft.
Spiegel schreibt: „...das Risiko für einen Krebstod um 21 Prozent geringer war als in der Kontrollgruppe, die nur ein Placebo bekam. Insgesamt sei die Sterblichkeitsrate für viele Krebsarten gesunken, schreiben die Forscher: Für Speiseröhrenkrebs sogar um 60 Prozent. 40 Prozent waren es für Dickdarmkrebs, 30 Prozent für Lungenkrebs und etwa 10 Prozent für Prostatakrebs. Die geringere Sterblichkeitsrate zeigte sich auch 20 Jahre nach der Behandlung mit Aspirin, berichten die Mediziner: Das Risiko, durch Krebs zu sterben, war in der Aspirin-Gruppe 20 Jahre nach der Therapie weiterhin um 20 Prozent niedriger als in der Pacebo-Gruppe. Dieser Effekt wurde noch besser, je länger die Asprin-Einnahme war. Außerdem konnten die Forscher belegen, dass je älter die Personen waren, als sie mit der Einnahme begannen, desto wirksamer der Schutz war. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Ergebnisse nicht ausreichend, um den generellen Gebrauch von ASS zu empfehlen", so die DGHO.“

Aspirin ist doch auch ein Blutverdünner. Ich frage mich, ob es nicht viel zu gefährlich ist, es z.B. einer 90-jährigen Frau zu geben, um einen Schlaganfall zu verhindern. Aspirin verhindert Blutgerinnsel. Aber kann es nicht auch sein, dass dadurch eine Gehirnblutung ausgelöst wird. Gibt es Ärzte, die ASS zur Vorbeugung eines Schlaganfalls verschreiben? Welche Medis werden in der Regel verschrieben?

Gibt es nicht schon seit langem Kopfschmerzpatienten, die jahrelang ASS schlucken? Es müsste Ärzten doch schon lange aufgefallen sein, dass diese Patientengruppe weniger anfällig für Krebs ist. Warum kommen nur britische Forscher auf den Zusammenhang?

Es soll Menschen geben, die allergisch auf ASS reagieren. ASS hat auch Nebenwirkungen. Wenn aber beide Eltern Krebs hatten, stellt man sich die Frage, ob man nicht auch genetisch belastet ist, ob man ASS nicht vorsorglich schlucken sollte. Wie seht Ihr das? LG Laura
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wattebällchen



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Beiträge: 957
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BeitragVerfasst am: 03.07.2011, 17:14    Titel:

Hallo Laura,

grade hab ich mal wieder gestöbert und deinen Beitrag gefunden und dass noch niemand drauf geantwortet hat.

Liebe Laura, es ist ja schön, dass du so intensiv im Internet unterwegs bist und dich informierst, aber das, was du da aufgetan hast, ist für Fachleute und bringt nur Verwirrung unter die Leute.

Da du keine medizinische Ausbildung hast, kommst du auch nicht in unsere Therapeuteninfos, die wir über Fachpublikationen erfahren.

Alles, was du schreibst, ist uns seit langem bekannt.

Niemand wird einem älteren Menschen zu ASS oder etwas Ähnlichem raten, um einem Schlaganfall vorzubeugen. Bei alten Menschen ist es sogar kontraindiziert. Und zu denen gehören sogar schon Leute um die 70.
Da kann es zu gefährlichen Magen- und Darmblutungen kommen.

Nur bei einer gesicherten Indikation verordnet der Arzt das ASS. Und er kontrolliert auch.

Allein zur Vorbeugung ist ASS nicht geeignet. Im Gegenteil, es kann sogar Schaden hervorrufen.

Als Nachsorge z. B. nach einem Herzinfarkt etc. = Langzeittherapie, gibt man maximal 100 mg pro Tag. Das ist ein Fünftel einer ASS-Kopfschmerztablette (die hat 500 mg).

Gegen einen Schlaganfall wird man ASS nicht einsetzen.
Falls eine Gehirnblutung die Ursache des Schlaganfalls ist, würde es nur wieder bluten.
Und wenn eine Minderdurchblutung (Ischämischer Insult) die Ursache war, gibt man auch andere Medikamente.

Ein Mensch mit einem Schlaganfall kommt auf eine sog. "Stroke Unit" = Spezialstation. Und die Ärzte regeln dann die Medikation, sodass die Angehörigen die richtige Info bekommen.

Wer lange Zeit regelmäßig Schmerzmittel nimmt, tut seinem Körper nix Gutes.
Ein Schmerzmittel setzt man gezielt ein. Und es gibt gegen alle Schmerzen das geeignete Medikament je nachdem, welcher Art die Schmerzen sind und was die Ursache ist.

Es ist besser, die Leute sorgen für Bewegung und gesundes Essen, statt sich mit Pillen irgendwelcher Art vollzustopfen.

ASS ist ein sog. Thrombozytenaggregationshemmer d. h. es verhindert die Verklumpung der Blutplättchen (= Thrombozyten, die für die Blutgerinnung zuständig sind) und es ist auch ein sog. Prostaglandinhemmer, der die Ausschüttung bestimmter Gewebshormone
(Prostaglandine) hemmt. Die Prostaglandine machen eine örtliche Entzündungsreaktion ohne Bakterien.

Was willst du mit ASS gegen einen sog. Schnappfinger ausrichten ?
_________________
Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.

www.praxis-die-insel-4you.de
Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
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