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Arzneimittelprüfung, ständige Antidotierung mit Rückfällen

 

Arzneimittelprüfung, ständige Antidotierung mit Rückfällen

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Manuela



Anmeldedatum: 24.03.2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 21.05.2010, 08:49    Titel: Arzneimittelprüfung, ständige Antidotierung mit Rückfällen

Hallo Frau Gromier-Heim,
ich würde gerne Ihre Meinung zu meinem Behandlungsverlauf hören. Leider muss ich dazu etwas ausholen.
Aufgrund eines Tinnitus habe ich vor 3 Jahren (April 07) eine Angststörung und extreme Lärmempfindlichkeit (eher Angst vor bestimmten Geräuschen) entwickelt. Ich habe dies mit Antidepressiva und einer Thearpie bei einer Hörtherapeutin einigermassen in den Griff bekommen. Nach einem halben Jahr (Dez. 07) bin ich das 1. Mal zu einer klass. Homöp. gegangen, die mir Ars. Alb. in einer Q-Potenz als Tropfen verschrieben hat. Das hat sehr gut gewirkt. Leider teilte sie mir nicht mit, dass ich das Mittel absetzen soll, wenn es mir gut geht und bin durch Weitereinnahme umgekippt. Ich habe es dann selbst abgesetzt und es ging mir wieder besser.
Etwa 9 Monate später (nach Absetzung des Antidepress.) war ich durch meine extreme Lärmempfindlichkeit so erschöpft, dass ich sie erneut aufsuchte (Okt. 08) Sie gab mir Acidum phosphoricum C200, das ebenfalls sofort super wirkte. Nach 1 Woche sollte ich die Dosis wiederholen. Habe ich auch gemacht, obwohl es mir zu dem Zeitpunkt gut ging und bin wieder umgekippt. Als ich sie anrief, sagte sie mir, das könne nicht sein und sie würde mir am liebsten gleich nochmal das
gleiche geben. Das habe ich abgelehnt. Die Homöopathin verschrieb mir dann Kalium Phosph. wieder in Q-Potenz als Tropfen. Ich habe dann aber angefangen, mich parallel dazu selbst zu behandeln. Da ich Panikattacken hatte, nahm ich Aconitum in C30. Daraufhin war die Panik weg, ich aber wieder völlig erschöpft, so dass ich wieder Acid. Phos. C200 nahm. Ich befand mich in einem Kreislauf (die beiden Mittel antidotieren sich gegenseitig), aus dem ich nicht mehr rauskam. Da ich dann gelesen habe, dass man in hohen Dosen nicht selbst behandeln soll, bin ich auf D12 -Potenzen der beiden Mittel umgestiegen, die ich völlig panisch abwechselnd in mich reingeschüttet habe. Zusätzlich noch das Kalium phos. Irgendwann war ich fix und fertig, hatte die merkwürdigstem Symptome (wahrscheinlich machte ich mehrere
Arzneimittelprüfungen durch), konnte auch nicht mehr schlafen und war völlig unruhig, so dass ich mich dazu entschieden habe, alles wegzulassen und wieder das Antidepressivum zu nehmen (Jan 09). Das hat mich wieder aus dem Schlimmsten rausgeholt.
Im April 09 bin ich zu einer anderen klass. Homöop. gegangen, weil ich seither ein Drücken im Oberkiefer hatte. Ich habe seither Ignatia C30, Asarum europ. C30 (mehrmals), causticum C30, nochmals mehrmals Asarum C30 bekommen. (Ich wollte zu dem Zeitpunt keine höheren Potenzen einnehmen) Da hat aber dann die letzte Gabe nicht mehr gewirkt. Da das Drücken in meinem Oberkiefer wieder stärker wurde und ich sehr unruhige Beine hatte, bekam ich dann Zincum Met. C200 (Okt 09). Dies hat nach 4 Wochen dazu geführt, dass das Drücken im OK und Gaumen richtig schlimm wurde. Es entwickelte sich ein Zucken, Flattern, Zittern, Pelzigkeit, Taubheit, Steifheit im Oberkiefer, wie ich das vorher nie hatte. Die Homöopathin interpretierte dies als Aufhebung von Unterdrückungen, wofür wohl Zincum typisch ist. Um diese Ober-kiefersymptome in den Griff zu bekommen, nahm ich Phosphorus C30 und es ging weg. Aber ich hatte plötzlich eine sehr grosse Unruhe in mir. Daraufhin gab mir die Therapeutin Ars. Alb. C30, weil das zu schwach war, kurz darauf in C200. (Dez. 09). Das wirkte ziemlich schnell sehr gut. Nachdem ich dann aber Kaffee getrunken hatte, kamen die
Symptome plötzlich zurück. Meine Therap. meinte, der Kaffee hätte das Ars. Alb. antidotiert, obwohl dies nicht auf der Antidot-Liste dieses Mittels wohl bei Phosphorus steht. Also nahm ich nochmal Ars. Alb. in C1000. Meine Homöop. und ich sind inzwischen davon überzeugt, dass dies "mein" Mittel ist. Es hat meine Angst vor bestimmten Geräuschen 4 Wochen lang immer wieder hochgeholt und dann geheilt, als ich dachte, ich kann nicht mehr. Anschliessend den Tinnitus und die Angst davor hochgebracht, aber auch wieder geheilt und viele andere Symptome gebessert bzw. geheilt (unruhige Beine, juckende Haut an Beinen, Sodbrennen etc.). Aber jedesmal, wenn ich aus Versehen ein Antidot (Wein, Pfefferminze) zu mir nehme, verschlechtert sich sofort wieder ganz stark die SYmptome am Oberkiefer mit sehr schlechten Nächten. Ganz empfindlich reagiere ich auf Essig, obwohl Essig kein Antidot von Ars. ALb ist (Wohl aber Wein und Essig wird ja aus Wein gemacht). Auch beim Trinken von Bier fängt mein Oberkiefer gleich wieder das Flattern an, obwohl Bier eigentlich kein Antidot von Ars. Alb. ist.
Diese Symptome stehen auch nicht auf der Liste von Ars. Album. Ich habe nun die Befürchtung, dass das Ars. Alb. diese Symptome nicht heilt, sondern nur unterdrückt. Immer wenn ein Antidot dazwischen kommt, werden die Symptome ganz stark und verklingen dann langsam wieder (weil das Mittel sich wieder fängt, wie meine Homöp. sagt) bis zur nächsten versehentlichen Antidotierung.
Kann es sein, dass das Ars. Album als mein Konstitutionsmittel trotzdem diese Symptome heilt, obwohl sie nicht auf der Symptomliste stehen? Kann es sein, dass diese Symptome eben ganz am Schluss "dran" sind? Oder stecke ich wieder in diesem Zustand der Arzneimittelprüfung vom Jan 2009? Wie komme ich da wieder raus? Ist die Einnahme von Sulfur eine Möglichkeit? Glauben Sie, der Kaffee hat das Ars. Album antidotiert oder doch das Phosphorus? (Ich trinke seit Dez. 09 nun auch keinen Kaffee mehr.) Mein Homöopathin sagt, es kann alles sein, wir müssen das weiter beobachten. Es kostet mich aber seit Monaten sehr viel Kraft.
Ich hoffe, das alles ist einigermassen nachvollziehbar? Da Sie auf mich einen sehr kompetenten Eindruck machen, bitte ich Sie um Ihre Meinung.
Vielen Dank im Voraus.

MfG Manuela
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Fr. Laurence Gromier-Heim



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Beiträge: 648
Wohnort: Tel.: 06222/64978

BeitragVerfasst am: 21.05.2010, 12:49    Titel:

Liebe Manuela,

Ich werde versuchen ein paar Ihrer Fragen zu beantworten:
„..Sie gab mir Acidum phosphoricum C200, das ebenfalls sofort super wirkte. Nach 1 Woche sollte ich die Dosis wiederholen. Habe ich auch gemacht, obwohl es mir zu dem Zeitpunkt gut ging und bin wieder umgekippt..“
Das Mittel wurde zu schnell wiederholt. Man hätte warten müssen, bis die Wirkung verflogen war.
D12 wirkt nicht auf das Gemüt.
Aconitum und Acidum phos. werden von Coffein antidotiert womit Sie aber anscheinend keine Probleme hatten, sodass ich nicht glaube dass Ars. Alb bei Ihnen vom Kaffee antidotiert wird.
Innerhalb von 3 Jahren haben Sie ca. 14 Mittel genommen. Bitte bloß kein Sulfur nehmen es wird alles nur noch schlimmer machen. Es wäre an der Zeit sich an einem Mittel zu halten und nur im akuten Fall Änderungen vor zunehmen. Änderungen, die „nur“ Ihrer Homöopathin angehen sollte. Wenn Arsenicum alb. Ihr mittel ist, dann sollten Sie das Mittel lieber in LM-Potenzen nehmen. Es gibt sehr sensible Menschen, die mit oder ohne Mittel ganz feinfühlig reagieren. Die LM-Potenzen können besser dosiert bzw. erhöht werden, ohne das Antidotierungsproblem.
Das Problem sehe ich auch darin, dass Sie anscheinend alles versuchen nachzulesen und dazwischen „Funkern“. Sie haben leider kein Vertrauen in Ihren Therapeutinnen.
In Zeiten vom Internet habe ich nichts dagegen, dass die Patienten nachlesen aber das Wissen (auch über Bücher), das verbreitet wird ist nicht genügend um die Verschreibungen von den Therapeuten immer wieder anzuzweifeln. Noch dazu beobachte ich immer wieder Patienten, die erst recht Symptomen bekommen, die sie nachgelesen haben...

Bitte denke Sie einfach daran, dass Ihrer Therapeutin Erfahrungen hat und eine Neutralität, die Sie nicht haben.

Wie wäre es,
Wenn Sie nicht alles kontrollieren müssten und wenn Sie einfach die Mittel nehmen würden ohne nachzulesen?
Wenn Sie akzeptieren würden, dass Sie behandelt werden?
Wenn Sie an Ihrer Angst vor Vertrauen arbeiten würden?
Nur wenn wir über ein gesundes Selbstvertrauen verfügen, können wir auch anderen vertrauen. Sie müssten vielleicht Ihrer Selbstwertgefühl stärken und lernen, sich mehr anzunehmen.
Wenn Sie wieder Vertrauen wollen, sollten Sie über eine Therapie nachdenken, sowie eine Analyse, die Ihnen etwas „Entspannung“ in Ihrem Leben bringen würde.
http://www.dgpt.de/
Herzliche Grüße
Laurence Gromier-Heim
_________________
Heilpraktikerin, Laurence Gromier-Heim,
Klassische Homöopathie
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WWW.heilpraktiker-direkt.de
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