Fr. Laurence Gromier-Heim

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Verfasst am: 20.08.2010, 18:34 Titel: Arzneimittel-Beziehungen |
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Arzneimittel-Beziehungen
Jeder Homöopath hat ausreichend Kenntnis der Arzneibeziehungen zu haben um eine erfolgreiche Therapie durchführen zu können. Hiermit möchte ich für den Patient versuchen zu erklären was Arzneimittel-Beziehungen sind. Warum es wichtig ist davon mal gelesen zu haben und vor allem, warum der Therapeut sich Gedanken darüber machen muss das eine oder andere Mittel auszuwählen.
Eine einzige Gabe gut gewählte Arznei führt oft zur Heilung oder der Patient kommt in seiner Genesung weiter und benötigt weitere Arzneien um die Heilung vollenden zu können. Jedoch vertragen sich die Arzneien nicht unbedingt untereinander.
Vorab soll es auch klar sein , dass die Wahl des Mittels grundsätzlich nach der Gesamtheit der Symptome, die zurzeit bestehen erfolgen soll.
Wir unterscheiden folgende Arznei-Beziehungen:
1. Die sogenannten ergänzenden Arzneimittel, auch Komplementäre Arznei genannt. Sie führen die Heilung des vorherigen Mittels fort. Sie bilden die Akutmittel zu den chronischen bzw. die chronischen zum Akutmittel. Bsp.: Wenn Jemand Belladonna wegen akute Halsschmerzen braucht, braucht er wahrscheinlich danach, das Komplementärmittel Calcium carbonicum oder Mercurius um einen Rückfall zu verhindern. Wenn Jemand erfolgreich im Akutfall Apis gebraucht hat, jedoch spürt das Apis seine Kraft verliert, wird er um die Besserung fortsetzen zu können Natrium muriaticum oder Natrium sulfuricum oder Nux vomica oder Puls oder Sulfur um ein paar Komplementärmittel zu nennen, verschreiben. Es kommt darauf an natürlich warum er Apis nahm (Nierenproblematik oder Hautentzündungen).
2. Die sogenannten Folgemittel. Sie folgen gut, wenn eine neue Krankheit aufbricht. Sie sind ähnlich in der Wirkung vorherige Arznei häufig unähnlich in der Herkunft. Apis hat zum Bsp.: Lachesis als Folgemittel bei Insektenstiche.
3. Feindliche Mittel oder unverträgliche Mittel: Sie folgen nicht gut auf das vorherige Mittel oder werden nicht gut gefolgt vom vorherigen Mittel. Rhus tox und Apis vertragen sich nicht. Beispielweise kann es neue Symptome auftreten, die schlimmer sind als die vorherigen.
4. Antidote: Es wird die übermäßige Wirkung eines zuvor gegebenen Mittels antidotieren. Das Antidot wird gewählt aufgrund der Symptome des Patienten. Wenn wir bei Apis bleiben, sind Carbolicum acidum (bei Urticaria mit Stechen und brennen) oder Cantharis, auch Zwiebel mögliche Antidote. Campher ist auch ganz bekannt. Die Antidote werden immer nach Symptome gewählt. Interessanterweise sind Antidote auch häufig gute Komplementärmittel, denn sie sind in der Lage die unerwünschte Folgen zu Korrigieren und dabei die günstige Wirkung der vorherigen Mittel aufrechtzuerhalten.
5. Reaktionsmittel: Sie werden eingesetzt um feindliche Beziehung zwischen 2 Mittel zu vermeiden. Causticum hat Nux vomica als Reaktionsmittel vor Phosphorus.
6. Kollateralmittel: Sie sind ähnlich in der Wirkung, sollte gewählt werden, wenn das vorherige Mittel versagte. Apis hat zum Beispiel Apocynum (bei bestimmte Ödemensorten) als Komplementmittel.
7. Nosoden: können in bestimmte Fälle hochpotenziert als Reaktionsmittel gegeben werden.
8. Arzneifolgen: Es haben sich Arzneifolgen bewährt wie zum Beispiel: Sulfur-Calcium-Lycopodium. Es heißt nicht, dass diese Reihenfolge eingehalten werden muss, es heißt, dass wenn nach Sulfur Calciumänhliche Symptome auftreten, es höchstwahrscheinlich Calcium carbonicum ist, eher als ein anderes Mittel.
Ich hoffe Klarheit über Arzneibeziehungen geschaffen zu haben. Wenn Sie Fragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Herzliche Grüße von Laurence Gromier-Heim _________________ Heilpraktikerin, Laurence Gromier-Heim,
Klassische Homöopathie
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