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Anhaltender Husten und Hautausschlag - bin ratlos!

 

Anhaltender Husten und Hautausschlag - bin ratlos!

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hypathia



Anmeldedatum: 26.01.2009
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 26.01.2009, 16:21    Titel: Anhaltender Husten und Hautausschlag - bin ratlos!

Hallo,

momentan fühle ich mich ziemlich ratlos, daher versuche ich einfach mal an dieser Stelle mein Problem zu schildern und entschuldige mich schon jetzt dafür, dass es ziemlich lang wird.

Ich bin 34 Jahre alt und habe seit meiner Kindheit allergisches Asthma bronchiale. Ich habe glücklicherweise bisher gut mit dieser Erkrankung leben können, bis auf mein Akutspray habe ich nie langfristig Medikamente nehmen müssen. Hatte immer mal einen Kuraufenthalt an der See, wenn die Infektanfälligkeit zu hoch wurde und danach dann immer eine ganze Weile Ruhe.

Zuletzt habe ich mit meinem Mann und unserer Tochter sogar an der Nordsee (Jever) gelebt, bis auf die üblichen Infekte kann ich nicht sagen, dass mir da mein Asthma groß zu schaffen gemacht hätte.
Leider mussten wir vor einem Dreivierteljahr berufsbedingt umziehen und leben jetzt am Rande des Teutoburger Waldes zwischen Gütersloh und Bielefeld. Wir haben kaum 2-3 Wochen hier gewohnt, da wachte ich morgens immer mit einem Kloß im Hals auf, manchmal auch leichten Halsschmerzen, ich hatte ständig das Bedürfnis mich zu räuspern. Bei einem Besuch an der Nordsee habe ich meinen alten Hausarzt aufgesucht, der gleich einen Prick-Test durchführen lies. Das Ergebnis sprach für Heuschnupfen. Bislang hatte ich damit keine Probleme. Nun gut, als Homöopath verordnete er mir Histaminum hydrochloricum D6, 5 Globuli nach dem Aufstehen. – Es funktionierte! Das war im Frühjahr 2008.
Seit Oktober 2008 habe ich das Gefühl, dass ich dauererkältet bin. Probiert habe ich es schon mit Umckaloabo, Sinupret, Bronchipret, Schüssler Salzen, Inhalieren, Tees, Vitamin C, Zink, Meditonsin etc. natürlich nicht alles auf einmal, aber ich gebe zu, ich bin ungeduldig und wenn etwas meiner Meinung nach nicht schnell genug hilft, dann probiere ich das nächste aus. Bislang ging es auch irgendwie, aber nun habe ich seit Ende Dezember einen sehr hartnäckigen Husten.

Dieser Husten war zunächst eher bellend und sehr trocken, hauptsächlich beim Zubettgehen und in der Nacht. Dann bekam ich auch tagsüber regelrechte Hustenanfälle mit gleichzeitigem Harnabgang.
Nach so einem Hustenanfall war ich immer total fertig, weil das körperlich so anstrengte. Ich bin dann Anfang Januar zu einem Allgemeinmediziner (aus Mangel an kassenärztlich abrechnenden Naturheilpraxen hier vor Ort) gegangen, weil nicht nur der Husten konstant blieb, sondern weil ich dann auch noch Hautausschläge an den Unterschenkeln und im Dekolletee bekam. Dieser verschrieb mir ein Cortisonspray, „Novopulmon“. Er meinte, das Husten würde meine ohnehin angegriffenen Bronchien nur zusätzlich reizen und diese müssten erst einmal zur Ruhe kommen und überwies mich wegen der Hautausschläge mit Verdacht auch ein atopisches Ekzem an einen Hautarzt. Ein Bluttest, um evtl. Auffälligkeiten zu sehen erwies sich als negativ, bis auf noch vorhandene Keuchhustentiter und eine leicht erhöhte Blutsenkung war alles im Normbereich.

Der Hautarzt bestätigte den Verdacht auf ein atopisches Ekzem und meinte ich hätte Neurodermitis. Sicherheitshalber machte er noch einen Abstrich, um eine Pilzerkrankung auszuschließen und ich bekam eine Cortisoncreme.

4 Tage lang habe ich das Rezept mit dem Cortisonspray mit mir herumgetragen bis ich das Medikament schließlich holte, weil ich mir nicht anders zu helfen wusste. Nachdem ich das Spray eine knappe Woche genommen hatte, brachte mein Mann einen fiesen Infekt mit nach Hause! Ich bin ja immer noch der Meinung, dass uns die Grippe erwischt hatte, der uns behandelnde Arzt sah das anders. Jedenfalls hatte ich mehrere Tage Fieber, teilweise über 39, ich hatte Schüttelfrostattacken und fühlte mich hundeelend. Verstopfte Nase, wahnsinnige Kopfschmerzen und dazu Schwindel. Die Hustenanfälle wurden immer schlimmer und mittlerweile musste ich bis zu 5 Mal am Tag meine Wäsche wechseln, weil bei jedem stärkeren Husten Harn abging. Nachts konnte ich kaum noch schlafen, weil das permanente Röcheln und Ziehen mir kaum Ruhe ließ.
Der Arzt machte einen Hausbesuch, aber meine Lunge war frei, nach einem weiteren Besuch bekam ich dann Symbicort verordnet. Damit wurde das Röcheln endlich besser – zwischenzeitlich hatte ich aber auch schon eine Woche lang Bronchipret, Sinupret und Umckaloabo genommen.

Heute haben wir den 26.01., ich hatte seit einer Woche kein Fieber mehr, der Husten ist etwas lockerer, aber nach wie vor sehr massiv. Lediglich nachts kann ich endlich wieder schlafen. Ich habe jedoch nach wie vor Harnabgang beim Husten und seit zwei Tagen das Gefühl als würde er wieder schlimmer werden. Auch fühlt es sich so an, als säße mir eine Zentnerlast auf der Brust, immer wieder habe ich das Bedürfnis, besonders tief Luft holen zu müssen. Und ich fühle mich total schlapp und müde, bin total schnell völlig erschöpft.

Tja, und heute Morgen habe ich dann voller Hoffnung eine Ärztin in Bielefeld aufgesucht, die auch Naturheilverfahren anbietet und ihr alles geschildert. Leider war diese recht sprachlos und meinte, dass sie nicht wüsste, was mir fehlt. Meine Lunge ist frei, aber sie hat mich jetzt dennoch an einen Lungenfacharzt überwiesen, weil der Husten nun schon so lange anhält. Na ja, und zu meinem Hautausschlag, der sich leider trotz Cortisoncreme nicht bessert – zumindest nicht an den Beinen - meinte sie, dass der ihrer Meinung nach nicht nach Neurodermitis aussähe. Mehr konnte sie dazu aber auch nicht sagen. Ich soll jetzt das Symbicort weiternehmen und morgen will sie einen erneuten Bluttest machen. Dann soll ich den Termin am Freitag beim Lungenfacharzt abwarten.

Ich weiß, ich habe jetzt sehr viel geschrieben, aber ich wollte alles so genau wie möglich erzählen. Ich weiß einfach nicht, was ich jetzt machen soll. Am liebsten würde ich eine Heilpraktikerin aufsuchen, aber nach welchen Kriterien wähle ich eine Praxis aus? Ich habe so viel gegoogelt, dass mir der Kopf raucht: Bioresonanztherapie, KSV, Eigenbluttherapie, Schüssler Salze, Homöopathie, TCM, Akupunktur und und und… tjaaa, und dann ist das alles ja auch noch eine Kostenfrage.

Wie finde ich jetzt heraus, welche Therapie für mich die richtige ist? Ach ja, ich nehme seit einer Woche Orthomol immun, die hat mir meine alte Heilpraktikerin empfohlen, mehr geht ja leider übers Telefon nicht…
Ich weiß nicht, ob das wichtig ist, aber ich will es erwähnen, weil es mir zumindest im Kopf herumgeht: wir sind hier auf einen ehemaligen Bauernhof gezogen, mit vielen Feldern und Wiesen drum herum und noch einigen Schafen. Wir wohnen in einer ehemaligen Scheune, die vor vier Jahren entkernt und zu zwei Wohnungen umgebaut wurde. Nebenan leben noch die Schafe im Stall. Davon kriegen wir aber nichts mit. Was ich des öfteren jedoch rieche, ist das Heizöl aus dem Keller, da frage ich mich schon, ob das so gesund ist…

So, vielen lieben Dank für die investierte Lesezeit und ich hoffe auf hilfreiche Antwort(en).
Liebe Grüße
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hypathia



Anmeldedatum: 26.01.2009
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 27.01.2009, 16:09    Titel:

Hallo Ihr, hallo

ich weiß, dass ich sehr viel geschrieben habe, und dass das wohl etwas abschreckt, aber ich wäre doch sehr dankbar für eine Antwort.

Viele Grüße
hypathia
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Tinchen



Anmeldedatum: 20.01.2009
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 28.01.2009, 12:23    Titel: Hallo

Hallo,

bin zwar kein Fachmann, könnte mir aber vorstellen, dass die Allergen

noch in den Räumen vorhanden sind und so deine Hustenanfälle

auslösen. Ich bin selbst Asthmatiker und kann überhaupt keine Tier

haare vertragen!!!

Wünsche dir schnell Hilfe,
alles Liebe Tinchen hallo
_________________
Lernen ist wie rudern gegen den Strom.
Sobald man damit aufhört, geht es
rückwärts.
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wattebällchen



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Beiträge: 957
Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach

BeitragVerfasst am: 28.01.2009, 16:25    Titel:

Liebe Hypathia,

ich habe deinen Bericht natürlich gelesen. Da du aber gezielt nach Homöopathie frugst, habe ich mich zurückgehalten, denn ich mache keine Homöopathie.

Ich bin mehr der phytotherapeutische Naturheiltherapeut mit schulmedizinischer Grundlage.

Angocin ist ein sog. pflanzliches "Antibiotikum", das Meerrettich und Kapuzinerkresse enthält.

Solange jedoch nicht geklärt ist, was hinter der Husterei steckt, es kann ja auch allergisch bedingt sein, ist es sinnlos, irgendetwas zu empfehlen.

Ein lange anhaltender Husten, vor allem bei Asthmatikern, kann auch durch Medikamente, z. B. Betablocker oder ACE-Hemmer (Mittel gegen hohen Blutdruck) ausgelöst werden.

Auch der "entkernte" Stall kann etwas damit zu tun haben. Früher hat man ja so allerlei Zeug verbaut, was so gar nicht gesund war ...

Auch die Schafe können Allergien auslösen.

Jedenfalls ist es gut, dass du zum Pneumologen gehst. Der wird vermutlich ein paar Untersuchungen machen (z. B. Lufu, peak-flow und Vitalkapazität), um zu sehen, ob du eine Obstruktion hast.

Ebenso wäre es gut, mal von deinem Sputum eine Kultur und ein Antibiogramm zu machen, um zu sehen, ob Bakterien dahinter stecken.
Es ist auch wichtig zu wissen, welche es sind und worauf sie noch empfindlich sind.
Dann kann man gezielt ein wirksames Antibiotikum einsetzen.

Alles andere ist mit der Stange im Nebel rumgestochert.

Da du EP bist (hallo Kollegin... ), hast du ja das ganze Entspannungrepertoire drauf. Wende es mal an. Es wird dir auch helfen, deine Ungeduld in den Griff zu bekommen.

Es kann auch bei den Hautausschlägen helfen, wie du weißt ...
Denke mal nach, was dich "juckt" und weshalb du "aus der Haut fahren möchtest".
Hast du im Moment ein bißchen viel um die Ohren ?

Der Unzug ist ja noch nicht so lange her....
Hast du schon Freunde ? Ein soziales Netz aufgebaut ?
Ist dein Mann beruflich viel außer Haus und du fühlst dich allein ?
Gibt es etwas, was deine "Grenzen verletzt" (Haut als Grenze zwischen innen und außen) ?

Gegen den Reizhusten kannst du Isla-Moos-Pastillen lutschen, Prospan-Tropfen (Efeu) einnehmen, Melrosum (Rosenhonig), Eibischwurzel, Thymian, Huflattich, Salbei-Tee (mischt dir der Apotheker).
Echinacea zur Abwehrstärkung, viel Obst und Vitaminsaft.

Der Keuchhustentiter ist irrelevant, wenn er nicht irre hoch ist. Dies spräche für eine frische Infektion. Ansonsten sagt ein Titer nur aus, dass du mal Kontakt mit Keuchhusten hattest (als Erkrankung oder durch eine Impfung).

Eine erhöhte Blutsenkung ist ein Zeichen, dass irgendwo in deinem Körper immunologisch etwas los ist. Ob jetzt bakteriell oder allergisch, muss geklärt werden.

Dass bei Hustenattacken mal Urin abgeht, ist bekannt. Das ist nicht schlimm und das geht wieder vorbei. Leg dir eine Binde in den Slip, dann bist du geschützt.

Solch ein grippaler Infekt mit dieser Husterei kann ganz schön schlauchen und nerven.

Schone dich, soweit es geht und verlange auch deiner Tochter etwas Rücksicht ab. Selbst wenn sie noch klein ist, kann sie verstehen, dass Mama krank ist.

Und wenn du es wieder gepackt hast, beginne, dich abzuhärten (Kneipp´sche Anwendungen etc., Trockenbürsten, Sauna usw.) damit du nicht gleich wieder in den Seilen hängst.
_________________
Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.

www.praxis-die-insel-4you.de
Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
Söllinger Str. 9 c
76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
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