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Ätherische Öle und ihre Bedeutung für Pflanzen

 

Ätherische Öle und ihre Bedeutung für Pflanzen

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Lindi



Anmeldedatum: 01.11.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 01.11.2007, 18:52    Titel: Ätherische Öle und ihre Bedeutung für Pflanzen

HAllo! hallo
mein Facharbeitsthema lautet Etherische Öle- Chemismus, Vorkommen in der Natur und BEdeutung.

Welche Bedeutung haben nun etherische Öle genau für die Pflanzen verwirrt (evtl. geeignete Literatur zum nachlesen???)

Wo genau und wie werden etherische Öle genau hergestellt (gibt es dafür eine Pflanze, an der man es besonders anschaulich erklären kann??, wieder evtl Literatur???)

Eine Antwort auf meine Fragen würde mir sehr weiterhelfen

mfg

Linda
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Eliane Zimmermann



Anmeldedatum: 02.10.2006
Beiträge: 131

BeitragVerfasst am: 12.11.2007, 18:49    Titel: Facharbeit

Liebe Linda,
ich suche dir mal einen Abschnitt aus meinem Fachbuch raus, auch das Aromatherapiebuch von Ruth von Braunschweig und Monika Werner (Haug Verlag) kann dir Antworten geben sowie "Nutzpflanzen und ihre Inhaltsstoffe" von Susanne Bickel-Sandkötter, alle drei sind nicht billig, je circa 40 Euro.

"Stoffwechsel der Pflanzen
Der Primärstoffwechsel
Der Primärstoffwechsel der Pflanzen heißt Photosynthese. Durch das grüne Pigment Chlorophyll wird das Sonnenlicht absorbiert und bildet aus energiearmem Kohlendioxid (aus der Luft) und Wasser (aus der Erde) energiereiche Kohlenhydrate (Zucker). Dabei wird Sauerstoff frei. Dieser Stoffwechsel ist notwendig für das Überleben der Pflanze und damit auch von Tier und Mensch.

Der Sekundärstoffwechsel
Der Begriff „Sekundärstoffwechel der Pflanzen“ ist ein Begriff aus dem letzten Jahrhundert und war ursprünglich eine Umschreibung für „zweitrangig, ohne Bedeutung“ (Bickel-Sandkötter 2003). Heute weiß man, dass Pflanzen ohne einige der auf diesem Stoffwechselweg entstehenden Stoffe nicht überleben können und man beginnt seit einigen Jahren auch die enorme Wichtigkeit der „sekundären Pflanzenstoffe“ für Ernährung, Gesundheit und Heilungsmöglichkeiten zu erkennen.
Zu dieser Gruppe gehören unter anderem die folgenden Stoffe:
• Alkaloide
• Anthrachinone
• Bitterstoffe
• Gerbstoffe
• Glykoside
• Flavonoide
• Saponine
• Schleimstoffe
• Terpene/ätherische Öle
• Phenole und Phenylderivate
Sie alle haben sehr unterschiedliche, teils noch unbekannte Funktionen für die jeweilige Pflanze. Dem Menschen dienen viele dieser Substanzen als Arzneimittel.
Ätherische Öle entstehen in im glatten endoplasmatisachen Reticulum und in den Plastiden der Zelle in zwei unterschiedlichen Prozessen:
• Terpene mit und ohne funktionelle Gruppen
• Phenylpropane, das sind Nebenprodukte des Aminosäure-Stoffwechsels (Shikimisäureweg).

Funktionen der ätherischen Öle
Was die ätherischen Öle anbelangt, glaubte man zunächst, sie seien Abfallstoffe des pflanzlichen Stoffwechsels. Man weiß nun jedoch anhand von vielen Beispielen, dass sie bei Tierfraß oder übermäßigem Insektenbefall zur „chemischen Waffe“ werden können, dass sie ggfs. sogar als unmittelbare Reaktion auf die Attacke gebildet werden können. Hungrige Tiere fressen so nicht zu viel von einer großen Pflanze oder nicht zu viele einer Art, da ihnen sonst zum Beispiel der Appetit vergeht oder ihnen gar unwohl werden würde.
Gleichzeitig dienen ätherische Öle oder besonders flüchtige Bestandteile daraus als „Kommunikationsmittel“, um andere Pflanzen, die sich in der entsprechenden Windrichtung befinden, vor dem Gefressenwerden zu „warnen“. Diese verändern dann ihren Geschmack, zum Beispiel durch Absondern von Bitterstoffen, ohne selbst „angegriffen“ worden zu sein.
Viele Pflanzen sind auf Insekten angewiesen, um die Befruchtung und damit den Fortbestand der Art abzusichern. Sie locken mit ihren ätherischen Ölen die entsprechenden Tiere an (z.B. Bienen, Schmetterlinge, Fledermäuse).
Die bakteriziden und fungiziden Eigenschaften vieler Bestandteile der ätherischen Öle sind mittlerweile hinreichend bekannt. Sie unterstützen nicht nur die Gesundheit des Menschen, sondern sind in erster Linie die pflanzeneigene „Apotheke“, um Krankheiten durch Mikroorganismen abzuwenden.
Manche Pflanzen sichern sich durch ätherische Öle ihren Lebensraum ab. Sie sondern Düfte ab, die es anderen Pflanzen schwer machen, sich zu nah bei ihnen anzusiedeln. So sichern sie sich zum Beispiel die benötigte Menge an Wasser und Mineralstoffen.
In heißen und trockenen Gegenden und und in der heißen Jahreszeit schützen ätherische Öle die Pflanzen auch vor übermäßiger UV-Strahlung und Wasserverdunstung: ein gasförmiger Schutzschleier legt sich um ihre Blätter oder Nadeln (der Begriff „Blaue Berge“ bezieht sich auf den Isoprenschleier, der in Mitteleuropa vor allem von den Nadelbäumen gebildet wird). Eukalyptuswälder Ansammlungen von Cistrosen-Büschen kann man wegen dieser „Duftglocke“ beispielsweise im sommerlichen Portugal bereits von weitem riechen.
Sicherlich werden noch andere Funktionen der ätherischen Öle entschlüsselt werden, auch wenn das Interesse an diesem Gebiet nicht sehr groß zu sein scheint."

Die Herstellung läuft mittels verschiedener Verfahren: Wasserdampfdestillation, Wasserdestillation, Extraktion mit Hexan, Ethanol oder Kohlendioxid, Abraspeln (von Zitrusschalen) usw. Steht in fast jedem Buch über Aromatherapie. Wasserdampfdestillation kann in Bayern (bei Passau und bei München) angeschaut werden. Und bei mir hier in Irland.
Für welche Ausbildung machst du denn die Facharbeit?
Viele Grüße von der Insel
Eliane Zimmermann
_________________
AIDA Aromatherapy International
www.aromapraxis.de
Eliane Zimmermann
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