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Ätherische Öle bei Blasenentzündung?

 

Ätherische Öle bei Blasenentzündung?

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Mila



Anmeldedatum: 10.07.2009
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 21.07.2009, 12:59    Titel: Ätherische Öle bei Blasenentzündung?

Liebe Frau Zimmermann,

Ich schrieb schon im Forum,daß ich seit ca 4 Wochen an einer Blasenentzündung leide.2 ABs brachten keine Besserung,und eine Therapie mit Angocin Tabletten nur eine vorübergehende Besserung (die Beschwerden sind unter laufender Therapie wieder aufgeflammt).

Der Urologe hat bei mir letzte Woche Bakterien und einen Pilz gefunden (genaue Namen erfahre ich erst am Ende der Woche,da die Praxis den Laborbefund nicht bekommen hat.Die Keime wurden nach einer Blasenspiegelung unter Mikroskop gesichtet,nachdem 2 Bakterien-Kulturen erfolglos geblieben waren.) und mir deswegen Nifuretten (für 3 Wochen) und eine Pilzsalbe (für den Genitalbereich) verschrieben.

Da ich die Wirkung dieser schulmedizinischen Therapie bezweifle,wollte ich sie fragen,ob man eine Blasenentzündung erfolgreich mit ätherischen Ölen heilen kann?

Wenn ja:werden die ätherischen Öle oral eingenommen?Oder werden Bäder verordnet?

Welche Öle wirken am Besten?Ist ein Aromatogramm notwendig?

Über den genauen Namen der Keime würde ich sie später aufklären.

Mit freundlichen Grüssen
Mila
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Eliane Zimmermann



Anmeldedatum: 02.10.2006
Beiträge: 131

BeitragVerfasst am: 22.07.2009, 14:51    Titel: Blasenentzündung

Glück gehabt, ich hatte kürzlich meine erste Blasenentzündung. Nach einer Woche Sitzbäder im Bidet mit je zwei Tropfen Eukalyptus radiata und Sandelholz (Santalum album) war es zwar deutlich besser, doch durch Reisen, Stress und vor allem zu wenig trinken flackerte der Schmerz immer wieder auf. Ich hatte auch Johanniskrautöl mit 3% Eukalyptus radiata vermischt auf den Unterbauch aufgetragen, auch recht gut, aber eben nicht perfekt. Erst als ein aufgeschlossener Arzt mir ein Rezept für ein Antibiotikum mit dem eher flapsigen Hinweis überreichte, dass ich genau so gut 3x täglich je einen Teelöffel Natron (Natriumbicarbonat) in viel Wasser nehmen könnte, ging der Infekt im Flug weg, also bereits nach 2x mal des seifig schmeckenden "Getränks" war deutlichste Besserung zu spüren (und das Antibiotkum wurde weg gepackt). Also gebe ich diesen tollen Tipp gerne weiter, vor allem weil diese Behandlung fast nichts kostet. Die Bakterien vertragen das alkalische Milieu, das nach dem Genuss von Natron in der Blase entsteht so ganz und gar nicht, der Arzt sagte sogar "die platzen dann". Ich habe parallel noch "Indischen Blasentee" getrunken (Orthosiphon). Viel Erfolg!
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Eliane Zimmermann
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Mila



Anmeldedatum: 10.07.2009
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 23.07.2009, 12:41    Titel:

Liebe Frau Zimmermann,

es ist echt interessant.Wieviele Tage waren insgesamt mit dem Natriumcarbonat notwendig,damit der Infekt ganz verschwindet?

Ich bin aber ein bißchen skeptisch mit der Aussage,in einem alkalischen Milieu würden die Bakterien platzen.Ich dachte,sie würden in einem alkalischen Milieu eher gut gedeihen,ein saures Milieu wäre eher ungünstig. verwirrt Mein Urin ist normalerweise eher sehr alkalisch...

Ich mache im Moment genau das Gegenteil:da der Wirkstoff Nitrofurantoin am Besten in einem sauren Milieu wirkt,nehme ich zusätzlich Methionin.Das wirkt recht gut,der PH ist von 7 auf 5-6 gesunken.Und seitdem werden die Schmerzen in der Tat immer leichter.

Haben Sie ansonsten keine Erfahrung mit der oralen Einnahme von ätherischen Ölen bei Blasenentzündung?

LGMila
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Mila



Anmeldedatum: 10.07.2009
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 23.07.2009, 13:04    Titel:

Zum Thema PH-Wert des Urin bei Blasenentzündung habe ich Folgendes gefunden:

Zitat:
* Die natürliche Aminosäure L-Methionin wird eingesetzt, um den Urin pH-Wert zu senken (anzusäuern).

Hintergrund: Das pH-Optimum von E. coli (häufigster Erreger von Blasenentzündungen) liegt im neutralen Bereich (um einen pH-Wert von 7). Je weiter der pH-Wert des Urins vom pH-Optimum von E. coli abweicht, desto schwerer kann sich E. coli also vermehren. Sowohl eine Ansäuerung des Urins, als auch ein extreme Alkalisierung können bei einer Blasenentzündung, verursacht durch E. coli, helfen. Grundsätzlich sind beide Ansätze erfolgversprechend, jedoch Entspricht die Ansäuerung eher dem natürlichen Schutzmechanismus des Körpers, da der Urin beim gesunden Menschen eher sauer ist.

Kritik: Diese Wirkung von Methionin bei Harnwegsinfekten wird in letzter Zeit zum Teil kritisch betrachtet, denn manche Bakterien und Pilze finden auch in saurem Milieu beste Lebens- und Vermehrungsbedingungen. Daher ist es fraglich, ob man den Urin generell ansäuern sollte. Die entsprechenden Leitlinien sehen dies aber weniger kritisch und Studien können die Zweifel an der Ansäuerung auch nicht bestätigen.


http://de.wikipedia.org/wiki/Zystitis

Was sicher ist:Barentraubenblätter wirken am Besten in einem alkalischen Milieu.Hier wäre also die Einnahme von basischen Salzen anzuraten.

Zitat:
Bestimmten Pflanzen bzw. Extrakten wird darüber hinaus ein desinfizierender, fast
antibiotischer Effekt zugeschrieben. Bärentraubenblätter sind in vitro sogar antibakte-
riell wirksam. Dieser Effekt kommt durch das Hydrochinon zustande, welches im
Körper aus Arbutin gebildet wird. Arbutin, ein Hydrochinonglukosid, wird zu einem
großen Teil von Glukosidasen bereits im Darm zu dem antibiotisch wirksamen Hydrochinon gespalten. So wird es in den Körper aufgenommen und in der Leber glukuronidiert (entgiftet). Als Glukuronsäurede- rivat wird es dann im proximalen Tubulus der Nieren in den Harn ausgeschieden.
Dieses Glukuronsäurederivat ist noch nicht antibiotisch wirksam. Bevor es wieder anti-
biotisch wirken kann, muss die Glukuronsäure abgespalten werden. Das geschieht
über eine rein chemische Reaktion, wenn der pH-Wert im proximalen Tubulus größer
als 8.0 ist. So kann dann wieder das antibiotisch wirksame Hydrochinon freigesetzt werden. Unter normalen, physiologischen Bedingungen ist ein pH-Wert größer 8.0 im Urin nicht vorhanden. Tatsächlich ist der Harn nur bei zusätzlicher Gabe von Basen wirklich alkalisch. Eine solche Alkalisierung führt bei näherer Betrachtung jedoch zu
besseren Wachstumsbedingungen für die Bakterien. Wie bei der Haut sorgt nämlich
auch im Urin ein niedriger pH-Wert dafür, dass sich die meisten Bakterien weniger
gut entwickeln können.

Neben der möglichen Vergiftung der Darmflora kommt es durch weitere Inhaltsstoffe aus Bärentraubenblätter zu Reizungen der Magenschleimhaut, die eine längere Anwendung
der Bärentraubenblätter von vornherein ausschließen.


http://www.dreluso.de/documents_public/Gesundheitsthemen/blasenentzuendung.pdf

Eine Frau hier berichtet,daß es mit Uro-Vaxom und Ansäuerung des Urins gelungen ist,BEs vorzubeugen:

http://forum.netdoktor.de/Niere/Niere/Gute-Tipps-zur-Vorbeugun-p161942,86.html

Diese Ärtzin hier behauptet hier,daß die Ausäuerung kontraproduktiv wäre:

http://www.chronische-blasenentzuendung.de/page,UrinansaeuerungUntauglich


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Eliane Zimmermann



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Beiträge: 131

BeitragVerfasst am: 23.07.2009, 13:17    Titel: Blasenentzündung

Interessant, ich habe die Hinweise des Arztes nicht hinterfragt und bereits am zweiten Tag, also nach etwa 5 oder 6x des Trinkens vom Natronwasser waren die wirklich gemeinen Beschwerden (ziehender Schmerz beim Wasserlassen und dauernder Harndrang) verschwunden, ich habe dann noch zwei Tage weiter gemacht und die Einnahme dann vergessen. Allerdings kann es sein, dass man durch diese Maßnahme starke pH-Wert-Schwankungen verursacht und die Bakterien mögen das nicht.
Die meisten eingenommenen ätherischen Öle werden im Magen-Darm-Trakt angedaut/zerlegt und dann über die Atemwege und die Haut ausgeschieden. Nur sehr wenige Bestandteile erreichen den Blasen-Nieren-Bereich. Man müsste also große Mengen schlucken, um die Bakterien und die Entzündungsmediatoren in der Blase zu erreichen; durch die Bauchdecke und beim Sitzbad (und je nach Verträglichkeit kann auch je ein Tr. Sandelholz und Eukalyptus auf eine Slipeinlage gegeben werden) wird offensichtlich genug aufgenommen, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Jedenfalls ist das meine Erfahrung, die innere Einnahme ist mehr für breit gestreute systemische Effekte sinnvoll, beispielsweise als Antioxidanzien. Das hat die Natur so eingerichtet und so essen wir mit beispielsweise mit Tomaten, Orangen und Aprikosen die Mengen an ätherischen Ölen, die uns gut tun. Terpene und Phenole in ätherischen Öle und in Nahrungsmitteln gelten ja mittlerweile als Sekundäre Pflanzenstoffe, die gegessen werden müssen.

Vom sie tropfenweise auf eigene Faust einzunehmen rate ich dringend ab, man muss zur diese Anwendungsweise wirklich gut geschult sein und sich vor allem mit der Chemie der Öle/den Inhaltsstoffen recht gut auskennen.

Für Erkältungssymptome gibt es Eukalyptus- und Speiklavendelkapseln in Apotheken zu kaufen, diese lösen sich erst im Dünndarm auf, so dass die Magensäure sie nicht vorzeitig "attackiert". Möglicherweise könnte man so auch Blasenmedikamente machen, doch ich kenne keine.
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Mila



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BeitragVerfasst am: 23.07.2009, 13:43    Titel: Re: Blasenentzündung

Danke für diese Information.Sehr interessant.Die innere Einnahme wirkt also am Besten bei Atemweginfekten.
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Rhapsody



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BeitragVerfasst am: 06.01.2010, 15:35    Titel:

Das mit dem Natron ist ja echt interessant.

Ich war neulich bei einer Heilpraktikerin und die sagte mir, dass man Natronbäder zum Entgiften machen kann. Empfiehlt sich das dann auch bei einer aktuellen Blasenentzündung?

Ich hab mal ein Bad in Natron genommen, eine halbe Stunde in sehr warmem Wasser. Danach schön dick eingemummelt auf die Couch. Man fühlt sich echt gut. Vielleicht hilfts ja auch bei der BE...verwirrt

Trau mich aber ohne euren Rat nicht... :-)
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Tati



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BeitragVerfasst am: 10.01.2010, 18:27    Titel:

Ich bin Heilpraktikerin, mache morgen meine Prüfung in der Aromatherapie und lerne gerade noch etwas über die Blase..... deswegen bin ich hier gelandet!

Außerdem arbeite ich im Reformhaus!
Wir verkaufen für die Blasenentzüdungen immer sehr gut den Preiselbeer- oder Cranberry-Saft. Dieser verhindert, dass sich die E.colis an die Blasenwand haften und sich dort weiter vermehren. Zudem stärken die Säfte die Abwehrkräfte.
Es gibt auch ein Pulverprodukt, welches standatisiert die guten Inhaltsstoffe von der Preiselbeere in einer Tagesration enthält plus Basenpulver!!!!!
Natron ist Base! Dieses Basenpulver verhindert, das der Urin beim Urinieren brennt und führt dann dazu, dass man mehr trinkt! Gerade das Trinken ist sehr wichtig bei einer Blasenentzündung, damit die Bakterien herausgespült werden! Brennt jedoch der Urin, dann scheut man jeden Gang zur Toilette!

Ich würde auch Bauchwickel mit ätherischen Ölen und ein Massageöl empfehlen.
Flackern die Blasenentzündungen aber immer wieder auf, dann muss man das Übel bei der Wurzel packen, denn dann macht es keinen Sinn, ständig immer wieder herumzudoktern.
Dann sollte man evtl. eine gute, homöopathische Konstituionsbehandlung in Erwägung ziehen!
_________________
Liebe Grüße,
Tati
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monika monkos



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Wohnort: 53359 Rheinbach

BeitragVerfasst am: 13.01.2010, 13:20    Titel: Blasenentzündung

Hallo Mila,
Hallo an alle Tippgebenden,
interessant mit dem Natron, das werde ich einmal ausprobieren.
Bin also manchmal auch selbst betroffen .
Im letzten Jahr mit einer sehr hartnäckigen Blasenentzündung.

Da bin ich auf Bruchkraut gestossen, Herniaria glabra lat..
Nach Versuchen mit vielen Substanzen auch aus der TCM, hat dieses schlichte, preisgünstige, unscheinbare Kraut am Besten geholfen. Inzwischen bei vielen PatientInnen meiner Praxis erfolgreich.

Für die Pflege der Blasentätigkeit kann ich Cranberry-Pulver sehr gut empfehlen. Eine Studie sagt, es muß zur Wirksamkeit unbedingt eine mg Zahl von 36 Pronathocyanidine aufweisen.
Zur Gesunderhaltung und Stärkung der Blase sehr gut, für eine akutes Geschehen halte ich es für nicht ausreichend.

Gute Besserung und
Grüsse aus der "Voreifelmetropole" Rheinbach Mona Monkos
_________________
Akupunktur-Naturheilpraxis Monkos
Heilpraktikerin Schwerpunkt TCM & Mykotherapie
Monika Monkos
Münstereifeler Str. 30
53359 Rheinbach
02226/168988
www.akupunktur-tcm-monkos.de
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Eliane Zimmermann



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BeitragVerfasst am: 19.01.2010, 20:33    Titel: Cranberry

hier in irland ist diese enge verwandte der preiselbeere die erste naturheilkundliche maßnahme, es gibt reine säfte und auch kapseln/tabletten. da die adstringierende wirkung auf die blase und die antibakteriellen eigenschaften gut untersucht sind, halte ich das, neben der natron-einnahme für eine nahe liegende und gut schmeckende maßnahme. bei ständigen rezidiven, also wenn die blasenentzündung regelmäßiger gast ist, muss das immunsystem gestärkt werden und ggfs. auch die intimpflege vor und auch dem geschlechtsverkehr (von beiden partnern) evtl. verbessert werden. hier wird frauen empfohlen, vorsorglich vorher recht viel zu trinken, um nach dem gv gleich auf toilette zu können um eventuell eingewanderte bakterien gleich wieder auszuspülen.
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Rhapsody



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BeitragVerfasst am: 19.01.2010, 21:56    Titel:

Macht es auch Sinn getrocknete Cranberries zu essen? Ich kann den Saft nämlich überhaupt nicht trinken und die Früchte schmecken als Dörrobst echt lecker...
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