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Abgestorbenes Gewebe

 

Abgestorbenes Gewebe

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Gisela



Anmeldedatum: 26.01.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 26.01.2009, 07:28    Titel: Abgestorbenes Gewebe

Hallo an alle!

Ich bitte um Verzeihung, dass ich ohne Vorstellung einfach mit der Tür ins Haus falle, wir suchen schon längere Zeit nach einer Lösung.

Diagnose: nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom im fortgeschrittenen Stadium.
Behandlung: Chemo, Bestrahlung, begleitend von Anfang an eine Rezeptur aus Vitaminen, homöopathischen Mitteln, später auch mit Lactopurum, alles intravenös verabreicht, Mistelspritzen, bittere Aprikosenkerne.

Diagnose und Behandlungsbeginn Oktober 2007.
Seit Juni 2008 keine Behandlung mehr, außer Vitamine usw. weiterhin, Auskunft des Arztes: Man sehe auf den Bildern, dass der Tumor abgestorben sei, dreimonatige Kontrollen.

Nun meine Frage: Wie bekommen wir dieses abgestorbene Gewebe los? Der Arzt sagt, es baut sich nach und nach ab. Doch es ist unserer Meinung nach ein immerwährender Entzündungsherd, Schmerzen sind da, manchmal Wasseransammlungen.
Ich massiere meinen Mann mehrmals täglich, wonach Auswurf beginnt, hellschleimig bis blutig, kein helles frisches Blut, sondern zähe pastellrote Masse mit gallertartigen braunen Stückchen durchsetzt, meistens jedoch klar bis milchig.

Gibt es unterstützende Kräuter oder Pflanzen, als Auflage, oder zum Inhalieren oder auch zum Einnehmen, die helfen, dieses Gewebe nach außen zu befördern? Heilerde oder Zinnkraut oder was könntet ihr empfehlen?

Wir warten gespannt auf Tipps und danken euch.

Gruß
Gisela
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wattebällchen



Anmeldedatum: 09.07.2008
Beiträge: 957
Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach

BeitragVerfasst am: 26.01.2009, 11:20    Titel:

Hallo guten Morgen Gisela,

Um den Schleim besser abhustbar zu machen, inhalieren unsere Muskoviszidosepatienten mit physiologischer Kochsalzlösung (0,9 %). Das verdünnt den Schleim.

Zudem empfehle ich deinem Mann, einen Physiotherapeuten zu suchen, der die Autogene Drainage (spezielle Atemtechnik zum Abhusten) gelernt hat. Du findest einen in eurer Nähe über die website des Mukoviszidose e. V (Therapeutenliste). Du kannst auch unter den "Links" auf meiner Homepage schauen.

Die undifferenzierte Husterei bringt wenig Effekt und belastet nur die leicht irritierbare Brochialschleimhaut und kann dann auch wieder Blutgefäße aufreißen.

Die Therapeuten machen auch Hausbesuche, falls benötigt. Die Therapeuten sagen dir, was genau rezeptiert werden muss, damit die Kasse die Behandlung übernimmt.

Wenn Schmerzen da sind, braucht dein Mann eine ausreichende palliative Therapie mit Schmerzmitteln. (Tumorzentrum an einer Ambulanz).

Die Pleura-Ergüsse muss man im Auge behalten. Sie sind bei Bronchialkarzinomen ein häufiger Begleiter. Wenn sie die Atemarbeit einschränken, muss man ggf. punktieren.

Auf jeden Fall soll dein Mann gut trinken, denn durch die vermehrte Atemarbeit verliert er Flüssigkeit, die ja auch den Schleim zäher macht.
Die ganze Palette an Bronchialtees, die es ja als fertige Mischungen oder vom Apotheker individuell zusammengestellt, ist hilfreich.

Als Brustwickel kannst du Retterspitz (Apotheke) nehmen. Ein Baumwolltuch (z. B. Geschirrhandtuch) gut nass machen, auflegen, darüber ein warmes Tuch (z. B. Schal).
Oder einen Schmalzwickel mit Schweineschmalz (vom Metzger) messerrückendick auf ein Tuch streichen, auflegen, Schal drüber.
Mit den Wickeln nicht herumlaufen, sondern liegen bleiben.

Wenn er Schmerzen am Brustkorb hat, kannst du ihn mit Balsamka einreiben. Das ist ein Balsam auf Bienenwachsbasis mit guten ätherischen Ölen. Gibts in der Apotheke.

Ansonsten die vom Arzt verordnete Therapie weiterführen.

Hilfreich sind auch die vitaminreichen Muttersäfte (unverdünnte Pflanzensäfte) oder Rabenhorster Säfte aus Apotheke und Reformhaus.

Als zusätzliche Kalorien kannst du dir Maltodextrinpulver aus der Apotheke holen. Das ist ein geruchs- und geschmacksneutrales Pulver aus Mais, das man über die Nahrung streuen kann.

Wenn er es mag, kannst du ihm auch die sog. Astronautenkost zum Trinken besorgen. Aber nicht so viel, sonst kann man sie irgendwann nicht mehr riechen ....

Wichtig ist hochwertige und hochkalorische Vollwerternährung mit möglichst wenig Zusatzstoffen. Die meisten haben ja sowieso wenig Appetit.
Koch ihm, worauf er Appetit hat. Und überall noch ein paar Kalorien extra dran (Sahne, Stückchen Butter, Nüsse, Rosinen, hochwertige Öle wie z.B. Argan-Öl oder Distel-Öl etc.)
Ich sage immer: Die meisten Krebspatienten verhungern an irgendwelchen Diäten ...

Es geht nicht drum, ihn mit viel Nahrung vollzustopfen, sondern wenig, aber hochwertige Nahrung in mehreren Portionen über den Tag (und evtl. auch die Nacht, wenn er aufwacht) zu verteilen. Essen muss Spass machen.

Wenn möglich, geht zusammen ein wenig an die gute frische Luft. Vielleicht mal eine halbe Stunde über den Mittag, wenn die warme Sonne raus kommt. Das tut gut. Ganz gemütlich Arm in Arm. Das ist auch eine Atempause für dich. Du musst auch für dich sorgen, sonst klappst du mal zusammen ...

Sollte dein Mann nicht mitkönnen, dann geh wenigstens du ein wenig raus.
Ich erlebe es oft, dass pflegende Angehörige fast am Ende der psychischen und physischen Kraft sind.

Denke immer dran: Ein kranker Helfer kann nicht mehr helfen ....
_________________
Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.

www.praxis-die-insel-4you.de
Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
Söllinger Str. 9 c
76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
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Gisela



Anmeldedatum: 26.01.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 26.01.2009, 19:33    Titel:

Hallo Wattebällchen,

vielen, vielen herzlichen dank für die Ausführungen, wir werden alles in Ruhe durchgehen und dann nachvollziehen.

Beste Grüße
Gisela
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