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"verraten" Homöopathen die Mittel?
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RomyE
Anmeldedatum: 07.01.2009 Beiträge: 3
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Verfasst am: 07.01.2009, 08:13 Titel: "verraten" Homöopathen die Mittel? |
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Hallo und Guten Morgen!
Ich bin ein interessierter Laie und habe kleinere Wehwehchen (Akutfälle z.B. (Insektenstich, Tränende Augen ...) bei mir aber besonders bei unseren Tieren schon mit Homöopatischen Mitteln heilen können.
Um an mir selber nicht so herum zu experimentieren,
wollte ich mir einen Besuch beim Homöopathen gönnen und meine immer wieder kehrenden Erkältungen/Nebenhöhlenprobleme behandeln zu lassen und mein Konstitutuionsmittel zu bekommen (und zu erfahren).
Nach einem kurzen Gespräch sagte mir den Homöopath,
er wird mir die verordneten Mittel nicht verraten!
Ich müsse vertrauen haben und sollte nicht alles nachlesen, da dieses bereits die Wirkung der Gaben verändern könnte.
Wir sind dann gar nicht zur Anamnese gekommen, da ich DIESES Vertrauen nicht habe.
Ich lese doch auch die Beipackzettel wenn mir ein Arzt etwas verschreibt,
oder ich informiere mich bevor ich mich operieren lasse.
Also möchte ich doch auch informiert sein wenn mein Homöopath mir etwas gibt.
Ich traue der Homöopathie ein grosse Wirkung zu, da kann man doch nicht einfach alles einwerfen, ohne zu denken, oder?
Wie sehen Sie als klassische Homöopathen das?
War der von mir gewählte Homöopath ein Einzelfall, oder muss ich bei allen dieses Vertrauen haben.
Vielen Dank für's Lesen (meines Romanes *g*)!
Liebe Grüße
Romy |
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Anne Champan

Anmeldedatum: 30.01.2007 Beiträge: 84 Wohnort: Karlsruhe
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Verfasst am: 07.01.2009, 13:02 Titel: |
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Hallo liebe Romy,
Es ist von Homöopath zur Homöopath unterschiedlich gehandhabt. Persönlich entscheide ich es von Fall zu Fall. Aber ich glaube, das wichtigste ist, zu verstehen warum ein Homöopath bevorzugen kann, das Mittel dem Patienten nicht gleich zu "verraten".
Der Hauptgrund ist die Objektivität im Fallverlauf so gut wie möglich zu bewahren.
Ein Beispiel: Ein Patient bekommt das Mittel X, beim nächsten Praxisbesuch erzählte er alles was Ihm seid seinem letzten Besuch passiert ist. Er erzählt zum Teil wortwörtlich, wie es im Buch (oder Internet) steht. Falls er von der Arzneimittelwirkung keine Ahnung hat, oder aber doch das Mittel nachglesen hat, ist die Auswertung für den Therapeuth ganz anderst auszulegen. Im ersten Fall ist es ganz klar und eindeutig, im zweiten Fall muss mann einschätzen, wie stark der Patient von seine Lektüre beeinflusst wurde.
Für den Patienten selbst ist es sehr bereichernd, sich auf die Arzneimittelwirkung ganz unvoreingenommen einzulassen, erst danach das Arzneimittel zu studieren.
Laien Patienten verstehen es meisten ganz gut und halten sich erstmals fern davon etwas nachzulesen. Bei Homöopathie Schülern (Patienten die Homöopathie studieren) da muss man anderst vorgehen.
Wichtig ist, das der Patient jederzeit Zugriff auf dem Wissen der Arzneimittel die er einnimmt, hat. Falls im akuten Fall sein Homöopath nicht erreichbar ist und ein Kollege intervenieren muss, sollte eine akute Verschreibung Rücksicht auf die chronische Behandlung nehmen. Da gibt es eine einfache Lösung: die Arznei auf ein Stück Papier aufschreiben, zusammenfalten und mitgeben.
Ich hoffe Ihnen damit ein Stück Vertrauen in der Homöopathie wieder gegeben zu haben.
Ganz herzlich,
Anne Champan
Homöopathie Selbsthilfekurse in Karlsruhe
Grundkurs: Do. 15 und 22. Januar 19-21 Uhr oder Sa. 24. Januar 10-14.30 Uhr
Aufbaukurs: Erkältungskrankheiten, Do. 29. Januar 19-22 Uhr.
Mehr unter www.homeopage.de/Kurse/Laien_Kurse.htm _________________ Anne Champan - Heilpraktikerin
Praxis für klassische Homöopathie
Karlsruhe Tel. 0721-6288373
www.homeOpage.de |
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RomyE
Anmeldedatum: 07.01.2009 Beiträge: 3
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Verfasst am: 08.01.2009, 07:35 Titel: |
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Hallo Anne!
Vielen Dank für die Antwort - zumindest verstehe ich Deine Argumentation, da verstand ich "meinem" Homöpathen ja nicht wirklich.
Und ich muss auch zugeben, dass ich die Mittel wirklich nachlesen wollte.
Wie schon gesagt, mache ich das mit Beipackzetteln ja auch.
Und wenn darin steht "1-10 von 1000 bekommen Kopfweh" dann achte ich vermehrt auf meinen Kopf, bekomme aber davon kein Kopfweh.
Natürlich ist der Mensch leicht zu beeinflussen,
aber mir deshalb keine auf Information über einzunehmende "Medikamente" zu geben, finde ich nicht gut.
In meinem PLZ Bereich 26.... sind klassische Homöopaten aber leider noch ziemlich spärlich gesäet.
Aber ich werde wohl zum nächsten Homöopathen gehen und fragen ob der/die es mir meine Mittelchen auch nennen.
LG,
Romy |
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SebastianW
Anmeldedatum: 05.01.2009 Beiträge: 6
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Verfasst am: 12.01.2009, 10:54 Titel: |
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Ich denke auch, dass es von Homöopath zu Homöopath verschieden ist. Heutzutage sind viele Menschen einfach geneigt alles was nicht bei 3 auf dem Baum ist zu googeln. Wenn man dann weiß was einem der Homöopath gegeben hat, kann ich mir gut vorstellen dass sich so einige dem Internet bedienen und sich das gefährlich Ein-Drittel-Wissen aneignen. _________________ Freude, Mässigkeit und Ruh, schliesst dem Arzt die Türe zu. - Friedrich von Logau |
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welle
Anmeldedatum: 11.08.2008 Beiträge: 1
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Verfasst am: 27.01.2009, 09:54 Titel: |
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Hallo,
ich habe einen solchen "Das hab ich auch-Patienten" in meiner Familie.
Meine Mutter, sie wird dieses Jahr 80, liest mit Begeisterung alle möglichen Bücher, anschließend beschreibt sie ihre Beschwerden, von denen ohne Zweifel einige echt sind. Das komplette angelesene Halbwissen fließt in die Beschreibung ein. Währe ich Arzt, würde ich die Behandlung erstmal mit Placebos beginnen und mir dann von den Behandlungserfolgen berichten lassen.
Ich kann den Homöopathen verstehen. Ein weiteres Problem ist ja dann die Selbstmedikation, es ist ja so schön einfach, ich brauche ja auch keine Angst vor Über- bzw Unterdosierung zu haben, ist ja alles naturheil....dingens, hat ja keine Nebenwirkungen.
gruß welle |
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