Was ist Mukoviszidose?
- > Buchtipp Mukoviszidose
Mukoviszidose / Cystische Fibrose
oder einfach CF (= cystic fibrosis), ist eine der
häufigsten Erbkrankheiten, bei der vor allem die Lunge und die
Bauchspeicheldrüse betroffen sind.
Zäher Schleim verlegt die Bronchien, der einen hervorragenden
Nährboden für Bakterien bildet und Entzündungen
hervorruft.
Durch den zähen Schleim verstopfen auch die Ausführungsgänge
der Bauchspeicheldrüse so, dass die Verdauungsenzyme nicht
ausreichend in den Dünndarm gelangen, eine lebenslange
Substitution von Enzymen wird notwendig.
Auch ein insulinpflichtiger Diabetes mellitus kann sich bei Mukoviszidose entwickeln.
Folgende Symptome können auf eine Mukoviszidose
hindeuten:
- Salzig schmeckende Haut durch erhöhten Salzgehalt im Schweiß schon beim Säugling
- Chronische Bronchitis
- Trommelschlegelfinger mit Uhrglasnägeln
- Ungenügende Gewichtszunahme
- Nahrungsunverträglichkeit, vor allem fetter Speisen
- Heftige Bauchschmerzen mit stark überblähtem Bauch
- Vergrößerte Leber
- Chronische Durchfälle
- Nasenpolypen
- Nasennebenhöhlenentzündung.
Nur konsequente Therapie kann den Krankheitsverlauf aufhalten
bzw. verzögern:
- Regelmäßige Inhalation
- Kontinuierliche Einnahme von Medikamenten
- Autogene Drainage
- Physiotherapie
- Erhöhte Kalorienzufuhr
- Regelmäßiger Sport
- Rechtzeitig eingesetzte Antibiotikainfusionen
- Konsequente Anwendung naturheilkundlicher Verfahren
- Aufklärung über das Krankheitsgeschehen
- Psychologische Begleitung des Krankheitsprozesses.
Copyright © by Stefan Strassacker 1998-2000. All rights reserved.
Mukoviszidose im Detail
Mukoviszidose: Erkrankung durch zähen Schleim in sekretbildenden Organen, häufigste autosomal- rezessive Erbkrankheit der weißen Bevölkerung.
Weiterer gebräuchlicher Name für Mukoviszidose: Cystische Fibrose (CF).
Namensgebende Merkmale sind:
Abnorm zähe Sekretabsonderungen im Bronchialtrakt und in den Verdauungsorganen, die fortschreitend geschädigt werden. Dadurch bedingt ist die Vermehrung von Bindegewebe ( Fibrose ), durchsetzt mit flüssigkeitsgefüllten Hohlräumen (Zysten) in den Organen.
Betroffene Organe:
- Lunge: Verlegung der Bronchien und Bronchiolen durch viskösen Schleim.
Dies führt zu Atembehinderung ( Sauerstoffmangel ) und zu chronischer
Infektion durch liegengebliebene, dauerhaft siedelnde Bakterien.
- Leber/Gallenwege: Die Verstopfung der feinen Gallengänge beeinträchtigt die Abgabe des zur Verdauung benötigten Gallensaftes. Dies kann zu Leberzirrhose (Schrumpfleber) führen, tritt bei CF allerdings vergleichsweise seltener auf.
- Bauchspeicheldrüse: Verlegung der Kanäle, Untergang der sekretbildenden Zellen: Vernarbung des Organs. Verdauungsstörungen infolge unzureichend abfließender enzymhaltiger Verdauungssäfte können zu Unterernährung und Wachstumsstörung führen. Fibrös vernarbendes Gewebe kann die Produktion von Insulin beeinträchtigen, sodass Diabetes auftreten kann.
- Dünndarm: Darmverschluss: durch zähes Kindspech (Mekonium, d.h. erster Neugeborenenstuhlgang), nicht selten Operation erforderlich.
- Nasen- und Rachendrüsen: Aufgrund der Sekretanomalie häufig Beschickungsstation für bronchial absteigende Infekte - HNO-Komplikationen.
- Haut: Infolge einer Fehlfunktion der Schweißdrüsen enthält der Schweiß ungewöhnlich viel Kochsalz ( Natriumchlorid ). Die Messung des Chloridgehalts ist für die Diagnosestellung von Bedeutung.
- Defekt auf zellulärer Ebene: Gestörter Chlorid-Transport; die Bronchialepithelien ( die häufig schleimabsondernden Deckschichten aller inneren und äußeren Oberflächen des Organismus) kontrollieren den Stoffaustausch zwischen Binnengewebe und dessen Außenwelt-, sie können kein ( oder nur zu wenig ) Chlorid in die Atemwege abgeben, der gestörte Chlorid-Transport veranlasst die Zellen, mehr Natrium aufzunehmen. Die Störung des Ionenmilieus führt zur Verfestigung des Schleimfilms, der die Atemwege überzieht. Umgekehrt ist es beim Schweiß: Die Epithelzellen der Schweißdrüsenausführungsgänge mußten aus dem
Chlorid rückresorbieren, auch hier ist der Chlorid-Transport, wenn auch in umgekehrter Richtung, gestört.
- Ursache des gestörten Transports: Das CL wird durch einen Kanal ein- und ausgeschleust. Dieser Kanal wird vom CFTR-Protein dargestellt.
- Der genetische Defekt: Bei der Mukoviszidose ist das auf Chromosom 7 gelegene CFTR-Gen defekt, sodass es zur Bildung von "falschen" CFTR-Proteinen kommt. Man hat inzwischen mehr als 1000 verschiedene Mutationen des CFTR-Genes entdeckt. Bei der häufigsten Mutation - Delta F 508 - fehlen z.B. an einer Stelle 3 Nukleotide, dadurch wird an der Positon 508 des Proteins die AS Phenylalanin nicht eingebaut.
Aus den Forschungsergebnissen der letzten Jahre werden neuartige ursächlich
angreifende Therapieformen entwickelt.
Copyright © by Jason Kuhlmann. All rights reserved.
Unsere Buchtipps
Naturheilkunde Forum
Aromatherapie
Schüssler Salze
Ernährung / Übersäuerung
Sekundäre Pflanzenstoffe
Heilpilze / Mykotherapie
Omega-Fettsäuren
Top
|