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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten


Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Selenium metallicum


Selen (Sel.)


Selenum: Knoblauch enthält viel Selen Bei Selen handelt es sich um ein Spurenelement, welches 1817 von Berzelius entdeckt wurde und zu den Metallen zählt. Man findet es in der Natur nur gebunden an verschiedene Metalle wie Quecksilber, Blei, Kupfer und Silber. Es erscheint als bleigraue auf der Oberfläche spiegelnde metallisch glänzende Masse; als Pulver ist es dunkelrot. Der Name leitet sich ab von Selene, der Mondgöttin. Seine elektrische Leitfähigkeit wird durch die Menge des darauf fallenden Lichtes bestimmt, daher verwendet man Selen als Lichtmesser, z. B. in Kopierern. Weiterhin wird Selen verwendet zur Herstellung von Solarzellen, als Halbleiter in Dioden und für Fernsehkameras.
Selen kommt im menschlichen Organismus nur in geringen Mengen vor und muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Es ist essentieller Bestandteil von Knochen und Zähnen. Es erfüllt eine wichtige Schutzfunktion im Körper, indem es die Wirkung giftiger Stoffe mindert und durch Bindung freier Radikaler als Zellschutz wirkt. Weiterhin kann es als Antidot zu Blei und Quecksilber wirken, indem es sich mit diesen Schwermetallen verbindet und sie unschädlich macht.
In der klassischen Homöopathie wurde Selen von C. Hering geprüft und in die Materia medica eingeführt. Häufige Verwendung findet das Mittel bei Erkrankungen des Urogenitaltraktes und Alkoholproblemen.

Selenium wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Nerven, Urogenitalsystem, Kehlkopf, Leber

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Alkohol, Tee, Zucker, Salz, Anstrengung, sexuelle Ausschweifungen, Flüssigkeitsverlust.

Hauptanwendungsgebiete von Selenium

- Alkoholismus
- Depression
- Laryngitis (Kehlkopfentzündung)
- Pharyngitis (Rachenentzüdung)
- Alopezie (Haarausfall)
- Stottern
- Kopfschmerzen
- Ekzem der Kopfhaut
- Krätze
- Psoriasis (Schuppenflechte)
- Juckende Hautausschläge
- Lebererkrankungen
- Obstipation (Verstopfung)
- Enuresis (Einnässen)
- Priapismus (Dauererektion)
- Entzündung der Prostata
- Syphilis

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Die Beschwerden begleitend können folgende typische Gemütszustände auftreten:
Große Schwäche und Müdigkeit erstreckt sich auf alle Körperteile. Wenn der Betroffene zu lange aufbleibt oder sich geistig zu sehr angestrengt hat, so ist er den ganzen nächsten Tag erschöpft und kann nicht arbeiten. Warmes Wetter und Sonne verschlimmert den Zustand noch. Jede geistige Anstrengung ermüdet, die Konzentration ist schwierig. Die Patienten zeigen eine große Vergeßlichkeit, wenn sie dann zur Ruhe kommen fällt ihnen im Halbschlaf das Vergessene wieder ein. Wenn sie müde sind überfällt sie ein unwiderstehliches Verlangen sich hinzulegen und zu schlafen. Die Stimmung ist niedergedrückt und depressiv. Stechende Kopfschmerzen treten auf, besonders nach Tee und Alkohol, vorwiegend über dem linken Auge. Die Berührung der Haare ist unerträglich. Trotz der Verschlimmerung durch Alkohol haben die Patienten ein unwiderstehlich starkes, fast manisches Verlangen nach alkoholischen Getränken. Auch Tee, Zucker und Salz machen Beschwerden oder verschlimmern sie.

Innerer Hals/Atmung

Beschwerden von Hals und Atmung, für die Selenium als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Ein Mittel bei Heiserkeit verschiedener Genese, Heiserkeit bei Sängern und Rednern, die einsetzt sobald sie zu singen oder reden beginnen oder nach langem Gebrauch der Stimme. Die Stimme ist heiser und rau, es sammelt sich eine Menge klarer stärkeartiger Schleim im Hals, was zum ständigen Räuspern nötigt. Räuspern abwechselnd mit Heiserkeit. Ab und zu wird auch Blut ausgeräuspert. Die Zunge ist morgens weiß belegt. Die Patienten atmen häufig tief und seufzen. Der Husten ist obwohl wenig sehr anstrengend mit Auswurf von Schleimklümpchen und Blut. Zahnschmerzen treten auf durch Teetrinken.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Selenium:

Schwäche. Depression. Verzweiflung. Große Schwäche als Folge akuter Krankheiten. Kopfschmerzen, besonders über dem linkes Auge, Kopfschmerz durch Alkohol und Tee. Schwindel. Haarausfall am ganzen Körper. Heiserkeit und Stimmlosigkeit nach langem Gebrauch der Stimme, von Sängern und Rednern, Räuspern und Auswurf von Schleim. Leberleiden mit vergrößerter Leber und frieselartiegem Hautausschlag im Lebergebiet. Unwiderstehliches Verlangen nach alkoholischen Getränken. Folgen von Alkohol, Salz und Teetrinken. Starke Verstopfung, harter Stuhl, muss mechanisch entfernt werden. Ausgeprägte Wirkung auf Urogenitalorgane, häufig bei älteren Männern indiziert. Prostatahypertrophie, Impotenz mit sexuellen Gedanken. Hydrocele. Priapismus mit hochgezogenen Hoden. Rückenschmerzen besser durch Liegen auf dem Bauch. Schlaflosigkeit wegen Pulsieren durch den ganzen Körper. Nächtliches Erwachen mit Hunger. Trockene schuppige Hautausschläge, Bläschen, Jucken der Knöchel, zwischen den Fingern. Ekzeme, Akne, ölige Haut. Haarausfall. Schweißneigung. Beschwerden durch heißes Wetter und Sonnenhitze.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Selenium als Heilmittel infrage kommt:

Besserung der Beschwerden durch:
nach Sonnenuntergang, kühle Luft

Verschlechterung der Beschwerden durch:
heiße Tage, sexuelle Ausschweifungen, Schlafmangel, nach Schlaf, Zugluft, Singen (Stimme), Tee, Alkohol, Salz

Sonstiges

Alkohol und Tee sollten während der Einnahme von Selenium gemieden werden.
China sollte nicht zusammen mit Selenium eingenommen werden.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Selenium-Fall

J. Scholten berichtet über folgenden Fall von Infertilität:
Ein 40jähriger Mann kommt mit Kinderwunsch, die Qualität seiner Spermien ist nicht gut genug um eine Befruchtung zu bewirken. In der Anamnese berichtet er über folgende Symptome:
Als Kind hätte er einen Pfeiffer gehabt und eine Neigung zu Bronchitiden. Jetzt habe er ständige rechtsseitige Schulterschmerzen durch sein Volleyballtraining. Er sei schnell zittrig, vor allem wenn er müde sei. Er sei von Beruf Redakteur einer Zeitschrift, er könne sich bei der Arbeit schwer konzentrieren, sein Schreibtisch sei ein einziges Chaos. Oft habe er Angst, die Arbeit nicht rechtzeitig zu schaffen. Dann sei er übermäßig erschöpft, niedergeschlagen und depressiv. Dann helfe ihm Alkohol über diesen Zustand hinweg. Eine Zeitlang habe er viel Alkohol getrunken, jetzt habe er manchmal Angst, wieder zurückzufallen. Bei warmem Wetter oder Hitze gehe es ihm besonders schlecht. Allgemein schwitze er viel, habe beim Sport Schweißfüße und schwitze besonders nachts vermehrt.
J. Scholten verordnete dem Mann eine Hochpotenz Selenium. Daraufhin ging es ihm besser, die Spermiogramme wurden normal. Die Stimmung besserte sich, er schläft besser und schafft seine Arbeit, gerät nicht immer gleich in Panik. Schulterschmerz und Schweißfüße verschwanden ganz. Auch seinen Alkoholkonsum hat er unter Kontrolle.





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