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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten


Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Naja tripudians, Kobra


Königskobra

Gift der Kobra oder Brillenschlange, Familie der Elapidae (Naja)


Bei der Naja handelt es sich um die berühmten Brillenschlange der indischen Schlangenbeschwörer, sie ist in Indien und China heimisch und ist die am häufigsten vorkommende Kobraart. Sie wird bis zu 2 m lang, ist von gelbbrauner Farbe; sie lebt in Erdlöchern, ist überwiegend nachtaktiv und wie alle Schlangen taub. Die Brillenschlange ist nicht sehr aggressiv, man muss sie lange reizen bis sie zubeißt. Sie verfügt über zwei starre Giftzähne, mit denen sie ein sehr starkes neurotoxisch wirksames Gift injiziert, das eine Atemlähmung bei vollem Bewußtsein bewirkt. Ferner enthält das Gift Kardiotoxine und soll eines der schnellsten tödlich wirkenden Schlangengifte sein, angeblich soll 1 Gramm Gift 150 Menschen töten können. Das homöopathische Arzneimittel ist aus dem Sekret der Giftdrüsen hergestellt und wegen seiner Toxizität bis zur Potenz D3 verschreibungspflichtig.

In der klassischen Homöopathie wird Naja vorwiegend bei Herzleiden eingesetzt.

Naja wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Herz, Gehirn, Zentralnervensystem, Schilddrüse.

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa): Kummer.


Hauptanwendungsgebiete von Naja

- Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung)
- Endokarditis (Entzündung der Herzinnenhaut)
- Myokarditis (Herzmuskelentzündung)
- Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
- Herzklappenläsionen
- Tachykardie (Herzrasen)
- Herzrhythmusstörungen
- Kollaps
- Atemnot
- Asthma
- Herzasthma
- Epilepsie
- Kopfschmerzen und Migräne
- Kitzelhusten
- Diphterie
- Otitis (Ohrentzündung)
- Tinnitus
- Heuschnupfen
- Lidödem
- Krampf der Speiseröhre
- Cholera
- Ovarialzysten (Eierstockzysten)
- Ödeme (Wassersucht)
- depressive Verstimmungen

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Die Beschwerden begleitend können folgende typische Gemütszustände auftreten:
Der Patient ist beschäftigt mit eingebildeten oder geringfügigen Sorgen und muss ständig darüber nachdenken. Die Beschwerden können Folgen eines Kummers sein. Depressive und melancholische Zustände mit Weinen können auftreten bis hin zu Suizidgedanken. Die Sprache ist undeutlich, der Betroffene kann oder möchte nicht sprechen. Angstzustände, die durch Bewegung gebessert werden. Der Patient fürchtet sich, allein gelassen zu werden. Selten aber sehr mitteltypisch ist eine Furcht vor Regen. Selbstzweifel.

Herz/Kreislauf

Beschwerden von Herz und Kreislaufsystem, für die Naja als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Naja ist oft indiziert bei Herzleiden mit wenig oder uncharakteristischen Symptomen, bei Herzvergrößerung, Endokarditis, Herzinsuffizienz und bei Hypertonie. Herzschädigung nach infektiösen Krankheiten. Ohnmacht, Herzklopfen und Kollaps, die in Verbindung mit einer Herzerkrankung auftreten. Das Herzklopfen wird verschlimmert schon durch geringe Anstrengung, selbst vom Sprechen. Auch Bewegung der Arme oder Herumdrehen im Bett vermehrt die Beschwerden, ebenso wie Alkohol. Angina pectoris-Anfälle mit Ausstrahlung der Schmerzen in Hals, Nacken, linken Arm, in die linke Hand und Schulter sowie das Schulterblatt. Herzschmerzen mit stechendem Charakter, der Patient hält sich die Hand aufs Herz. Herzasthma mit starker Atemnot und Unfähigkeit sich hinzulegen, beim Aufsitzen besser. Der Puls ist entweder sehr schnell oder auffallend langsam. Das Liegen, besonders auf der linken Seite, verschlimmert die Symptome.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Naja:

Wichtiges Herzmittel bei akuter und chronischer Endokarditis, Herzklappenläsionen, Herzinsuffizienz und Herzasthma. Zusammenschnürungsgefühl von Brust, Hals und Kehlkopf. Erstickungsgefühl. Liegen, besonders auf der linken Seite, verschlimmert die Beschwerden, besser beim Aufsitzen. Atemnotanfälle nach dem Schlaf. Husten in Verbindung mit Herzschäden. Herzschäden nach Infektionen. Zyanose bei Kleinkindern. Heftiges Herzklopfen, schlimmer durch geringste Anstrengung. Schneller oder auffallend langsamer Puls. Angina pectoris mit Ausstrahlung in die linke Seite. Bluthochdruck. Epileptische Krämpfe mit einer Aura, die vom Herzen her kommt. Kopfschmerzen und Migräne, meist links, vom Auge zum Hinterkopf sich erstreckend. Gefühl, als ob die Organe zusammengezogen werden. Kloßgefühl im Hals, Schlucken ist schwierig oder unmöglich. Schmerz durch Neuralgie des linken Eierstocks, zum Herzen ziehend. Die Beschwerden bevorzugen die linke Seite oder erstrecken sich von links nach rechts (Ovar, Kopf, Hals, Gelenke). Brennende Empfindungen wie von heißem Eisen. Nächtliche Verschlimmerung. Sehr kälteempfindlich. Verlangen nach Stimulanzien die aber die Beschwerden verschlimmern. Sehr tiefer Schlaf mit lauten Röchelgeräuschen.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Naja als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
Fahren oder Gehen im Freien, Aufrichten, Rechtsseitenlage.

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Liegen, besonders auf der linken Seite, Druck der Kleidung, kalte Luft, Berührung, nach Schlaf, nachts, Alkohol, nach der Regel, 15.00 Uhr.

Sonstiges
Naja gilt als Palliativum bei Herzklappenläsionen.
Naja ist häufig indiziert bei Herzerkrankungen mit unklaren oder wenig individuellen Symptomen.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Herzbeschwerden - Naja-Fall aus der Praxis

Die 25jährige Studentin Lisa R. kommt in die Praxis mit unklaren Herzbeschwerden. Sie ist bereits internistisch durchgecheckt worden und weil kein Befund von Krankheitswert festgestellt werden konnte, vermutet man psychosomatische Ursachen. Sie schildert ihre Beschwerden wie folgt: seit einiger Zeit werde sie von heftigen Herzbeschwerden heimgesucht, völlig aus heiterem Himmel fange das Herz an zu schmerzen, es würde heftig rasen und klopfen und manchmal auch aussetzen, der Hals schnüre sich ihr zu, sie fühle sich aufgeregt, nervös und zittrig und habe das Gefühl, sie würde gleich in Ohnmacht fallen. Hinlegen möge sie sich aber nicht, dann werde alles noch schlimmer. Die Stimme versage ihr, sie könne kaum sprechen und sie habe das Gefühl in der Luftröhre stecke ein Kloß. Welcher Art sind die Herzschmerzen? Stiche wie von einem Messer. Wann treten die Beschwerden auf? Bisher nur nachts. Gab es einen Auslöser für die Symptomatik? Vielleicht sei es ein Zufall, aber nachdem ihr langjähriger Freund ihre Beziehung wegen eines anderen Mädchens beendet hatte, danach begannen die Herzbeschwerden. Daraufhin verordnet der Homöopath Frau R. das homöopathische Arzneimittel Naja tripudans.

Begründung der Mittelwahl

Relevant für die Wahl des homöopathischen Arzneimittels Naja ist in diesem Falle die charakteristische Herzsymptomatik: stechende Schmerzen, Zusammenschnürungs- und Kloßgefühl, Versagen der Stimme, Ohnmachtsneigung und Verschlimmerung der Beschwerden im Liegen. Auch der mutmaßliche Auslöser (Causa) der Beschwerden (Kummer wegen des Exfreundes) spricht für die Mittelwahl.




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