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Materia Medica

Klassische Homöopathie

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Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Kalium phosphoricum


Kaliumphosphat (Kali-p.)


Kalium Phosphoricum (also das Salz der Phosphorsäure) wird in zur Konservierung vielen Lebensmitteln verwendet und belastet unseren Stoffwechsel Hier handelt es sich um das Kaliumsalz der Phosphorsäure; im Körper findet sich dieses Mineralsalz vorwiegend in Gehirn- und Nervenzellen.
In der Industrie dient die Substanz zur Herabsetzung der Wasserhärte und wird daher Waschmitteln zugesetzt. Auch in der Lebensmittelindustrie ist Kaliumphosphat als Zusatzstoff E 340 für bestimmte Lebensmittel zugelassen, was aber zunehmend kritischer gesehen wird, da sich in letzter Zeit die Verdachtsmomente häufen, dass Phosphate Hyperaktivität und allergische Reaktionen auslösen können.
In der Biochemie Schüßlers findet es als Salz Nr. 5 vorwiegend bei Erkrankungen der Nerven Anwendung.
Auch in der klassischen Homöopathie wird Kalium phos. hauptsächlich verordnet bei Beschwerden, die einen nervlichen Hintergrund haben.

Kalium phosphoricum wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Nervensystem, Gehirn, Rückenmark

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
mechanische Verletzungen, Schläge, unterdrückte Sexualität, Überforderung, Studieren, Kummer, Ärger

Hauptanwendungsgebiete von Kalium phosphoricum

- Erschöpfungszustände
- Neurasthenie (Nervenschwäche)
- Rekonvaleszenz
- Depression
- Angststörungen
- Pavor nocturnus (Nachtschreck)
- Alopecia (Haarausfall)
- Kopfschmerz
- Tinnitus
- Schlaflosigkeit
- Burn-out-Syndrom
- Enuresis (Bettnässen)
- Hypochondrie
- Kindbettpsychose
- Asthma
- Gehirnerschütterung
- Anämie (Blutarmut)
- Colitis (Darmentzündung)
- Ischialgie
- Amenorrhoe (fehlende Menstruation)
- Panaritium (Entzündung der Finger und Nägel) - Gangrän (Gewebszerstörung)
- Krebstumore

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Die Beschwerden begleitend können folgende typische Gemütszustände auftreten:
Eine Arznei für nervöse empfindliche schwache und leicht ermüdete Patienten, deren Beschwerden schon durch geringfügige Anlässe hervorgerufen werden. Für ausgelaugte Geschäftsleute, für geistig Arbeitende, für Schüler und Studenten, die sich verausgaben und unter Kopfschmerzen leiden. Ein Mittel für entkräftete stillende Mütter, die durch nervöse Babys zur Verzweiflung getrieben werden und sich am Ende ihrer Kräfte fühlen. Die geringste Arbeit erscheint ihnen als schwere Aufgabe, die sich nicht bewältigen können. Sie sind schlaflos durch Sorgen oder durch Erwartungsspannung. Man findet im Mittelbild Schlafstörungen aller Art mit vielen Träumen, Sprechen im Schlaf, Schlafwandeln und Zähneknirschen. Patienten klagen über Vergeßlichkeit, über eine lähmungsartige Schwäche oder über Schmerzen mit Lähmungsgefühl. Die Stimmung ist trüb und depressiv, nicht selten findet man eine Antipathie gegen geliebte Personen, gegen Familie, Mann und Kind. Ängste um die Gesundheit und um die Zukunft stellen sich ein, Schreckhaftigkeit, Furcht vor Menschenmengen und eine Abneigung, in Gesellschaft zu sein. Kalium phos. ist eine bewährte Indikation für Schwächezustände in der Rekonvaleszenz schwerer oder langwieriger Erkrankungen.

Allgemeines

Allgemeine Beschwerden, für die Kalium phosphoricum als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Die Schmerzen sind vorwiegend stechend. Der Körpergeruch ist faulig, die Absonderungen und Sekretionen sind goldgelb und riechen aashaft; der Schweiß riecht nach Zwiebeln. Heißhunger stellt sich schon kurz nach dem Essen wieder ein. Der Mund ist extrem trocken, besonders morgens. Die Betroffenen haben Verlangen nach Eiswasser, nach Essig und nach Süßigkeiten. Die Ohrgeräusche haben summenden und brummenden Charakter. Die Menstruation ist verspätet, spärlich und fast schwarz, manchmal übelriechend. Ein Mittel für schwache wirkungslose Wehenschmerzen. Rücken und Glieder sind lähmungsartig schwach, die Betroffenen müssen sich anlehnen. Bei Berührung fahren die Betroffenen auf wie durch Schreck.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Kalium phosphoricum:

Eines der wichtigsten Nervenmittel: Geistige und körperliche Erschöpfung, Adynamie und Verfall. Folgen von geistiger Überarbeitung. Sog. Burn-out-Syndrom. Kopfschmerz durch zuviel Lernen. Ohrgeräusche durch Streß. Lethargie und wenig Reaktion auf Reize. Depressiver und ängstlicher Gemütszustand, nervöse Reizbarkeit, Vergeßlichkeit. Nervös, schwach und erschöpft durch geringste Anstrengung. Abneigung gegen die eigene Familie. Pavor nocturnus, Schlaflosigkeit durch Sorgen oder Erwartungsspannung. Akuten Erkrankungen folgt Schwäche. Rekonvaleszenz. Abmagerung. Mundtrockenheit mit übelriechendem Atem, senfgelber Zungenbelag, fauliger Körpergeruch. Stechende Schmerzen. Gangränöse Zustände. Blähkoliken, Durchfall während des Essens oder frühmorgens, nervöse Durchfälle, Rektumprolaps. Menstruationsstörungen. Lähmungen. Gangränöse Zustände. Charakteristische goldgelbe Absonderungen und Sekretionen, sehr gelber Urin.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Kalium phosphoricum als Heilmittel infrage kommt:

Besserung der Beschwerden durch:
leichte Bewegung, Schlaf, Essen, Anlehnen

Verschlechterung der Beschwerden durch:
geringfügige Anlässe, Aufregung, Sorge, Ermüdung, Kälte, trockene Luft

Sonstiges

Natrium muriaticum sollte nicht vor Kalium phosphoricum eingenommen werden.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Kalium phosphoricum-Fall

H. M. Rean berichtet über einen Fall von Amenorrhoe (fehlende Menstruation):
Eine 19jährige Frau mit blonden Haaren und blasser wächserner Haut klagte über fehlende Regelblutungen. Vom Wesen her war sie schnippisch und mürrisch und hatte eine Neigung, leicht in Tränen auszubrechen. Die Menarche war mit 18 Jahren erfolgt, die folgenden Blutungen waren sehr spärlich und jetzt seit einiger Zeit ganz ausgeblieben. Weiterhin klagte sie über ständige dumpfe Kopfschmerzen und dass sie den ganzen Tag müde und schläfrig sei. Dann wiederum war sie so unruhig und zappelig, dass sie keine Kontrolle über sich hatte und ihre Mutter rufen musste, damit sie ihr die Hände festhielt.
Aufgrund der nervlichen Symptomatik erhielt die Frau 4 mal täglich Kalium phosphoricum, was zu großer Verbesserung beim Erscheinen der nächsten Regel führte. Nach weiteren 3 Monaten waren die Blutungen regelmäßig und normal und nach 5 Monaten war die Patientin völlig gesund.
(Hom. News, XXVIII, S. 82)




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