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Materia Medica

Klassische Homöopathie

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Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Influencinum


Grippenosode (Influ.)


Bei dieser homöopathischen Arznei handelt es sich um eine sog. Nosode, d.h. das Präparat wurde aus menschlichen oder tierischen Krankheitsprodukten hergestellt, in diesem Falle besteht die Ausgangssubstanz aus Virenstämmen von asiatischer und gewöhnlicher Grippe.
Diese Nosode wurde von dem Homöopathen Nebel in die Materia medica eingeführt. Sie hat inzwischen bei vielen in der homöopathischen Praxis den Platz eines Routinemittels bei Erkältungsepedemien eingenommen. Viele Praktiker geben Influencinum als Prophylaktikum im Herbst, wenn eine Grippe im Winter befürchtet wird.
Der klassische Homöopath wird diese Nosode aber nicht prophylaktisch verordnen sondern nur streng nach dem Ähnlichkeitsgesetz.
Clarke empfiehlt die Verabreichung in der 12. oder 30. Potenz; er löste 10 Globuli in 200 ml Wasser auf und verabreichte einen Teelöffel als Einzeldosis und schreibt, diese Vorgehensweise würde in einem Großteil der Fälle ausreichen, um die Beschwerden unter Kontrolle zu bringen.

Influencinum wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

obere und untere Atemwege, Ohren, Zentralnervensystem

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Erkältung, Infektionen, Impfungen

Hauptanwendungsgebiete von Influencinum

- Erkältungen
- Grippe
- Influenza
- sekundäre Erkrankungen nach Grippe
- neurologische Erkrankungen nach Grippe
- Katarrh
- Bronchitis
- Rhinitis(Schnupfen)
- Rhino-Pharyngitis
- grippale Laryngitis
- Masern
- Hirnhautentzündung (nach Grippe)
- grippöse Ohrentzündung
- Folgen von Grippe-Impfung

Atemwege

Beschwerden der Atemwege, für die Influencinum als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Meist mangelt es an charakteristischen Symptome, die Patienten klagen über typische Beschwerden, wie sie bei Infektionen der oberen Atemwege auftreten mit Fieber, Husten, Schnupfen, Heiserkeit und meist über eine begleitende ausgeprägte Schwäche.

Zentralnervensystem

Beschwerden des Zentralnervensystem, für die Influencinum als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Belgeitend können meningitische Symptome auftreten wie z. B. Fieber, Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit, Krämpfe und Bewußtseinsstörungen.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Influencinum:

Typisch sind Erkältungen und grippale Zustände mit mäßigem Fieber und hochgradiger Schwäche. Zerschlagenheit der Glieder, Schweiße, intensiver Durst, Frösteln, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen. Masern. Hirnhautentzündung und neurologische Erkrankungen nach Grippe. Ohrentzündungen nach Grippe. Kann gegen Ende eines grippalen Infektes zu einer schnelleren Genesung beitragen. Weiterhin kann es eingesetzt werden bei Sekundärerkrankungen nach Grippe wie Pneumonie oder Meningitis sowie bei Beschwerden nach Grippeimpfung.
Der bekannte Homöopath Frans Vermeulen nennt folgende Symptome:
Fieber, Kopfschmerz, Lichtempfindlichkeit, schmerzhafte rote Augen, Verstopfung der Nase, Halsentzündung, trockener Husten und Engegefühl der Brust sowie Erschöpfung.
Ähnliche Arzneimittel: Eupatorium perf., Gelsemium, Pyrogenium, Oscillococcinum.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Influencinum als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
nicht geprüft

Verschlechterung der Beschwerden durch:
nicht geprüft.

Sonstiges

Häufig wird im Verlauf der Krankheit zusätzlich zu Influencinum noch ein passendes homöopathisches Mittel zur Heilung benötigt
Der Homöopath Julian hält Influencinum bei Grippe für weniger wirkungsvoll als Oscillococcinum und Eupatorium perfoliatum.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Influencinum-Fall von Dr. M. Tyler

Frau Dr. Tyler berichtet über ein Mädchen, welches vor 12 Monaten eine schwere Influenza-Erkrankung durchgemacht hatte. Danach hatten sich dann epileptische Anfälle eingestellt, die wöchentlich auftraten, sehr heftig verliefen und bei denen sie einnäßte. Zusätzlich hatte das sonst friedliche Mädchen vermehrt Wutanfälle. Es wurde daraufhin ½ Jahr in der Klinik behandelt, aber es wollte sich keine Besserung einstellen.
Daraufhin gab man dem Mädchen in Abständen 3 Gaben der Nosode Influencinum, worauf sich ihr Verhalten rasch normalisierte; auch die Krampfanfälle traten danach nicht mehr auf.


Begründung der Mittelwahl

Relevant für die Wahl der homöopathischen Nosode Influencinum war die vorausgegangene Grippeerkrankung des Mädchens, die als auslösende Ursache (Causa) für die Krampfanfälle angenommen werden kann.




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