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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten


Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Hepar sulfuris calcareum


Kalkschwefelleber (Hep.-s.)


Kalkschwefelleber, auch Calcium sulfuratum Hahnemannii genannt, ist nicht identisch mit Calcium sulfuricum sondern es handelt sich hier um eine persönliche Schöpfung Samuel Hahnemanns. Als Ausgangsstoffe dienen Schwefelblüte oder Schwefelblume, eine besondere Form des elementaren Schwefels, und die inneren Teile von Austernschalen. Aus diesen Stoffen wird dann das Präparat entsprechend den Anordnungen Hahnemanns zubereitet:
„Ein Gemisch von gleichen Theilen feingepülverter reiner Austernschalen und ganz reiner Schwefelblumen wird zehn Minuten im verklebten Schmelztigel weissglühend erhalten....“
Daraus entstehen dann verschiedene Verbindungen von Calcium und Schwefel und das entstandene Gemisch dient als Grundsubstanz zur Herstellung der homöopathischen Potenzen. Das fertige Produkt weist eine graurötliche leberähnliche Farbe auf und wurde vermutlich daher Kalkschwefelleber genannt.
Hepar sulfuris wird sehr häufig in der Alltagspraxis verordnet, vor allem wenn es sich um eiternde Prozesse handelt.

Polychreste - Konstitutionsmittel Hepar sulfuris

Während einige „kleine“ Mittel vorwiegend auf bestimmte Organe einwirken und dadurch relativ leicht den akuten Beschwerden zuzuordnen sind, haben die „großen“ Mittel, die sog. Polychreste (Polychrest=für vieles zu verwenden) ein sehr großes Wirkspektrum auf Körper, Psyche und Geist (Konstitutionsmittel).

Hepar sulfuris wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Zentralnervensystem, Haut, Schleimhäute, Drüsen, Bindegewebe.

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Quecksilbermißbrauch, Jodmißbrauch, Eisenpräparate, Kälte, kalte Luft, Ärger, Zorn, Beleidigung.

Typus/Konstitution laut klassischer Homöopathie

Der Menschentyp, für den Hepar sulfuris als Heilmittel besonders wirksam ist, hat typischerweise folgende Charakteristika:
Typisch für Hepar sulfuris ist eine träge lymphatische Konstitution mit meist schlaffer Muskulatur, heller Hautfarbe und hellem Haar. Dieser Menschentyp weist im Verhalten eine Zwiespältigkeit auf: einerseits ist er phlegmatisch und träge, andererseits reizbar und sehr jähzornig, in ihm schlummert eine tiefe Unzufriedenheit. Bei dem Mittel handelt es sich um eines der zornigsten und aggressivsten Mittel der Materia medica. Weiterhin zeichnen ihn Frostigkeit und Erkältungsneigung aus; er ist außerordentlich empfindlich gegen Kälte, vor allem kalte Luft, er glaubt sogar die Zugluft zu spüren, wenn im Nebenzimmer ein Fenster geöffnet wird. Trotz der Frostigkeit besteht eine große Schweißneigung und eine Neigung zu Eiterungen. Typisch sind auch Menschen, deren Organismus durch Quecksilber geschädigt wurde, hier ist Hepar sulfuris eines der wichtigsten Antidote.

Kinder

Kinder, für die Hepar sulfuris als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Die Kinder sind meist hellhaarig und hellhäutig, sind ständig erkältet und verfroren und ihre Haut hat eine verzögerte Heilungstendenz; selbst Bagatellverletzungen heilen schlecht und neigen zu Eiterungen. Ferner neigen sie zu Schwellungen, Entzündungen und Eiterungen an sämtlichen (Lymph-)Drüsen des Körpers. Eine weitere Indikation ist der kindliche Krupphusten; hier empfiehlt sich Hepar sulfuris in Kombination mit Aconitum und Spongia. Weiterhin ist Hepar sulfuris neben Calcium carbonicum und Magnesium carbonicum eines der wichtigsten Mittel bei saurem Durchfall der Kleinkinder.


Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Die Patienten sind extrem verletzlich auf allen Ebenen, überempfindlich gegen alle Reize, insbesondere gegen Schmerz und klagen viel bei Beschwerden. Sie sind gereizt schon aus geringen Anlässen, mit Wutanfällen, Gewalttätigkeit und Jähzorn bis hin zu Mord- und auch Selbstmordimpulsen. Das Gedächtnis ist schwach, verbunden mit großer Reizbarkeit. Traurige Stimmung und heftiges Weinen kann stundenlang anhalten. Große Ungeduld zeigt sich in der hastigen Sprache, dem hastigen Essen und Trinken sowie der allgemeinen Eile im Tun. Feuer ist ein Thema für die Betroffenen - entweder sie träumen vom Feuer, haben Angst vor Feuer oder sie haben eine Neigung Feuer zu legen (Pyromanie). Häufig besteht eine Angst vor Dingen die stechen, wie Nadeln, Spritzen oder Insekten.

Kopf

Der Kopfschmerz ist anhaltend und drückend, in einer Kopfhälfte lokalisiert und wie von einem Pflock oder Nagel mit empfindlicher Kopfhaut. Hepar sulfuris ist indiziert, wenn Entzündungen am Auge bereits zu eitern begonnen haben, wie Bindehautentzündung, Gerstenkörner oder Lidrandentzündungen. Die Augen sind gerötet und geschwollen und können kein helles Licht vertragen (Photophobie). Gegenstände erscheinen rot und zu groß oder das Gesichtsfeld ist zur Hälfte eingeschränkt. Einfacher Schnupfen wird zur Nebenhöhlenentzündung mit der Bildung eines zähen eitrigen Sekretes. Schnupfensymptome werden wochenlang mit sich herumgeschleppt. Dickes gelbes Sekret läuft aus der Nase und macht sie wund bis hin zum Anschwellen der ganzen Nase. Speichel läuft aus dem Mund. Ohrentzündungen sondern Eiter ab und machen stechende Schmerzen sowie ungewohnte Ohrgeräusche. Mandel- und Halsentzündungen kehren immer wieder und sind dadurch charakterisiert, dass der Patient das Gefühl hat, in seinem Hals habe sich ein Splitter festgesetzt oder er habe eine Gräte im Halse stecken. Der Schmerz strahlt beim Schlucken oder Gähnen bis in die Ohren. Der Kehlkopf schmerzt, die Stimme ist leise und heiser oder ganz verloren (Aphonie), chronische Heiserkeit bei Sängern. Kälte verschlimmert alle Beschwerden.

Brust/Atemwege

Der Hepar sulfuris-Typ gehört zu den Menschen, die sich schon eine Erkältung holen, wenn sie nur wenige Minuten im kaltem Luftzug stehen oder bei schlechtem Wetter draußen waren. Absteigende Erkältungen setzen sich in den Bronchien oder Nasennebenhöhlen fest. Festsitzender Schleim in den Bronchien führt zu ständigen Hustenreiz, der den Hals angreift und zu Brechreiz und Erstickungsanfällen führt. Aufenthalt in kaltem Wind verursacht einen erstickenden kruppartigen trockenen und würgenden Husten, verbunden mit Heiserkeit und Rasselgeräuschen. Trotz lockerem Husten kann der Patient nichts auswerfen. Ansonsten eher Schwäche und viel Rasseln in der Brust mit reichlich dickem gelben Auswurf. Asthma wird verursacht durch unterdrückte Hautausschläge. Pfeifende erstickende Atmung zwingt den Patienten, den Kopf zurückzubiegen. Die Atemnot ist schlimmer in kalter trockener und besser in feuchter Luft. Die Beschwerden verschlimmern sich, wenn der Patient einen Körperteil nicht warm zugedeckt hat, Abdecken löst z. B. Hustenanfälle aus. Weiterhin in das Mittel indiziert bei eitrigen Entzündungen der Brust wie Mastitis oder Mamma-Abszeß mit Berührungs- und Kälteempfindlichkeit.

Verdauung

Der Magen ist schwach und schnell verstimmt, selbst leichtes Essen bewirkt ein Schweregefühl; das Essen liegt wie ein Stein im Magen und verursacht Übelkeit mit Brechreiz. Magenschmerzen werden als brennend oder nagend empfunden und können von schmerzhaften Hungergefühlen begleitet sein. Häufiges geruch- und geschmackloses Aufstossen. Der Bauch ist aufgetrieben und gespannt und der Druck des Gürtels und der Kleidung ist unerträglich. Beim Gehen, Husten oder bei Berührung schmerzt es stechend in der Lebergegend. Der Appetit ist eher gering mit Widerwillen gegen jegliches Essen insbesondere gegen fette Speisen. Auffällig ist ein großes Verlangen nach scharfen und sauren Speisen, selbst purer Essig wird getrunken. Der Stuhl ist weiß oder lehmfarben, mit unverdauten Anteilen und riecht übel oder sauer. Die Betroffenen klagen über Verstopfung und schwierigen Stuhlgang, obwohl der Stuhl weich ist.

Uro-Genital-Organe

Patienten mit Prostataleiden müssen beim Wasserlassen lange warten bis der Urin fließt, er fließt nur tröpfelnd und ohne Druck ab und sie haben das Gefühl, es bleibe immer ein Rest in der Blase zurück. Die Mündung der Harnröhre ist entzündet und wund. Die Harnröhre brennt beim Urinieren, der Urin kann dunkelrot sein, heiß, blutig, scharf, brennend. Man sieht schankerähnliche Geschwüre an den Genitalien. Bei Frauen ist die Menstruation zu lange anhaltend und wird begleitet von aufgesprungener Haut und Rhagaden an Händen und Füßen. Uterusgeschwüre sondern blutigen übelriechenden Eiter ab, mit der Empfindung von Pulsieren in den Geschwüren. Brustkrebs mit Stechen und Brennen an den Rändern und Geruch wie von altem Käse. Bettnässen. Schwangerschaftsübelkeit. Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis), besonders nach Scharlach. Die Patienten können lange Zeit nicht urinieren wenn andere in der Nähe sind.

Extremitäten

In den Gliedern werden ziehende Schmerzen empfunden, besonders morgens beim Erwachen. Allgemeine Schwäche der Glieder mit Zerschlagenheitsgefühl. Krämpfe treten auf in Waden, Sohlen und Zehen. Die Muskeln der Oberschenkel schmerzen wie zerschlagen; Gesäß und Oberschenkel schmerzen beim Sitzen. Die Lymphknoten der Achseln sind geschwollen und eitern. Hände und Füße weisen aufgesprungene Haut und Schrunden auf. Schwellung oder Geschwulst des Knies, Zyste am Ellenbogen. Die Handteller jucken, die Fingerspitzen prickeln, einzelne Finger sind eiskalt, blau und gefühllos (sog. Raynaud-Syndrom). Die Haut ist rau und trocken an den Händen und schält sich ab. Es besteht eine Neigung zu Nagelbettentzündungen und Umlauf. Der Zehennagel schmerzt schon bei leichtem Druck.

Haut

Mitteltypisch sind eiternde Hautentzündungen aller Art: Ekzeme und Ausschläge, Furunkel und Karbunkel sowie Nagelbettentzündungen. Die Haut juckt und brennt, heilt schlecht und darf an den befallenen Stellen nicht berührt werden. Wunden zeigen eine langsame Heilungstendenz. Selbst kleine Verletzungen wie Schrammen entzünden sich und eitern. Das Mittel ist eines der wichtigsten um Fremdkörper auszutreiben (auch Silicea und Myristica). Faulige nässende Hautausschläge bilden sich vorwiegend in Hautfalten und entzünden sich. Pochende Geschwüre sind umgeben von kleineren Geschwüren, Furunkeln oder Pusteln. Blutige oder eitrige Geschwüre liegen meist oberflächlich und haben sehr empfindliche Ränder mit klopfenden und stechenden oder fressenden Schmerzen. Besonders anfällig sind entzündete Stellen in Hautfalten. Bei Kälte und im Winter sind die Hautbeschwerden schlimmer, die Haut heilt dann noch langsamer. Alle Hautaffektionen sind außerordentlich schmerzhaft und berührungsempfindlich. Chronische Nesselsucht neigt zum Wiederkehren. Weiterhin besteht eine Neigung zum Schwitzen mit äußerst unangenehm riechendem Schweiß; der Körper verströmt einen fauligen Geruch. Der Patient hat das Gefühl, als blase Wind auf einen Körperteil und er kann kein kaltes Metall berühren.

Schlaf

Die Patienten sind tagsüber sehr schläfrig, was sich gegen Abend hin verstärkt mit häufigem fast krankhaftem Gähnen. Beim Einschlafen fahren sie heftig auf. Oder sie schrecken nachts plötzlich aus dem Schlaf auf mit dem Gefühl als wären sie am Ersticken. Sie klagen über ein schmerzhaft wundes Gefühl nachts an der Seite, auf welcher sie liegen, so dass sie die Lage verändern müssen. Sie träumen viel und werden dadurch wach; die Träume sind ängstlich und drehen sich vorwiegend um das Thema Feuer. Andere Träume handeln von Gefahr, zu fallen oder zu stürzen und vom Geschäft.

Schmerzen

Der Hepar sulfuris-Typ reagiert heftig und überempfindlich auf äußere Reizen, insbesondere auf Schmerzen, häufig verträgt er nicht den leichtesten Schmerz und sein Klagen wirkt im Verhältnis zu den Beschwerden übermäßig stark. Weiter ist er sehr empfindlich gegen Berührung und kann nicht einmal die Kleidung an den betroffenen Körperteilen ertragen. Die Schmerzen sind vorwiegend stechend wie von einem Splitter, einer Nadel oder wie von einer Gräte. Schmerzen wie wund äußerlich und in den Knochen. Geschwüre stechen und brennen an den Rändern. Schmerzen können eine Ohnmacht verursachen.

Fieber

Katarrhalisches Fieber mit großer Berührungsempfindlichkeit der Haut und Kälteempfindlichkeit. Die Fieberzustände sind mit Frost und Schaudern verbunden. Tagsüber Frost, abwechselnd mit Hitze und Lichtempfindlichkeit. Während der ganzen Nacht trockene brennende Hitze mit Röte des Gesichtes und starkem Durst. In allen Fieberstadien frösteln die Patienten stark und müssen zugedeckt sein, jedes Abdecken verschlimmert ihr Befinden. Die leichteste Zugluft ist unerträglich. Trotz des Frösteln entwickeln sie schnell und reichlich Schweiß, der nicht erleichtert. Sie schwitzen leicht bei jeder geistigen oder körperlichen Anstrengung; der Schweiß ist sauer, klebrig und übelriechend. Schwitzen Tag und Nacht ohne Erleichterung. Oder der Patient kann erst überhaupt nicht schwitzen und schwitzt dann sehr reichlich selbst von geringer Bewegung. Nachts herrscht eher trockene glühende Hitze vor

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Hepar sulfuris:

Im Vordergrund steht die ausgeprägte Überempfindlichkeit gegen äußere Reize, besonders gegen Kälte, Schmerz, Zugluft und Berührung und die übermäßige Frostigkeit (eines der „kältesten“ Mittel der Materia medica), Mangel an Lebenswärme und Verschlimmerung durch Kälte, muss immer zugedeckt sein. Folgen von Ärger und Beleidigung, Jähzorn, Aggression bis hin zu Mord- und Selbstmordimpulsen. Aber auch unglücklich, hastig, ungeduldig, tut alles in großer Hast. Pyromanie. Neigung zu Infektionen mit Eiterung und Abszeßbildung und zu Sepsis. Hauptwirkung auf Drüsen und Schleimhäute, Entzündungen im eitrigen Stadium. Dicke gelbe Sekretion, alle Absonderungen riechen sauer oder nach altem Käse. Aussflüsse und Ausschläge sind reizend und wundmachend. Abszesse und Furunkel mit stechenden oder Splitterschmerzen, sehr berührungsempfindlich, besser durch Wärme. Zum Austreiben von Fremdkörpern (auch Silicea und Myristica). Eiterung jeder kleinen Bagatellverletzung. Eitrige Augenentzündungen mit reichlicher Absonderung, schmerzhafte leicht blutende Zahnfleischerkrankungen, chronisch eitrige Mandelentzündungen mit Splitter- oder Grätengefühl, Schmerz strahlt aus in die Ohren, besser durch Wärme, schrecklicher Mundgeruch, Halsdrüsen geschwollen und schmerzhaft. Chronisch eitrige Ohrentzündungen und -ausflüsse. Krupphusten. Husten bei Entblössen eines Körperteiles. Absteigende Katarrhe mit zähem Schleim und Schleimrasseln. Asthma durch unterdrückte Hautausschläge. Hustet bei jedem Temperaturwechsel, alles ist besser durch Wärme. Schwieriger Stuhlgang mit lehmfarbenem Stuhl. Langsames druckloses tröpfelndes Urinieren mit Gefühl von unvollständiger Blasenentleerung. Wintermittel, Folge von trockener Kälte. Starke Schweißneigung mit kaltem klebrigen oft sauer oder übelriechendem Schweiß, Schweiß erleichtert nicht. Übelriechender Achselschweiß. Starkes Verlangen nach sauren und stark gewürzten Dingen, besonders nach Essig. Periodizität der Beschwerden: jeden Tag, jeden Monat, jeden Winter.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Hepar sulfuris als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
Wärme, Zudecken, Dämpfe, feuchte Wärme, feuchtes Wetter.

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Kälte in jeder Form, Zugluft, Entblössen eines Körperteiles, Berührung, Trost, Gesellschaft, nachts, Lärm, Liegen auf der schmerzhaften Seite

Speisen und Getränke

Patienten, für die Hepar sulfuris als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise Verlangen bzw. Abneigung nach folgenden Speisen und Getränken:
Meist haben die Betroffenen besonders vormittags außergewöhnlichen Hunger. Es besteht ein Verlangen nach sauren und scharf gewürzten Speisen, sogar nach purem Essig. Andererseits kann der Genuss saurer Dinge auch die Beschwerden verschlimmern. Auch kalte Speisen verschlimmern den Zustand. Fett verursacht Widerwillen und gegen Käse besteht eine Abneigung. Meist besteht großer Durst; auch Verlangen nach Wein und Alkohol. Kalte Getränke und kaltes Wasser verschlimmern das Befinden. Auch Kaffee ist unverträglich.

Sonstiges

Nach Voisin sollte Hepar sulfuris nicht bei Abszessen in geschlossenen Körperhöhlen verordnet werden.
Bei Furunkulose sollte nach Hepar sulfuris nicht Pyrogenium verordnet werden.
Gemüse und Essig können die Wirkung antidotieren.

Hauptanwendungsgebiete von Hepar sulfuris:

Beschwerden des Gemütes wie
Angststörungen, Depressionen, Alkoholismus, Apathie, Bettnässen, Bulimie (Ess-Brech-Sucht), Gedächtnisschwäche, Gedankenandrang, geistige Verwirrung, Hypochondrie, innere Unruhe, Manie, Neurosen, Reizblase, Reizdarm, Schlafstörungen, Suchterkrankungen, vegetative Dystonie, Wahnideen.
Beschwerden des Nervensystems wie
Alzheimer-Krankheit, Epilepsie (Krampfanfälle), Chorea, Geschmacksstörungen, Multiple Sklerose (MS), Morbus Parkinson (Schüttellähmung) Neuralgien, Neuritis (Nervenentzündung).
Beschwerden des Kopfes wie
Foetor ex ore, Gesichtsakne, Haarausfall, Kopfschuppen, Kopfschmerzen, Lippenherpes, Migräne, Morbus Meniere, Mundwinkeleinrisse, Nasenbluten, Nasenkrebs, Schwindel, Zahnschmerzen, Zähneknirschen.
Beschwerden der Augen wie
Ambylopie (Schwachsichtigkeit), Amaurose (Lähmung des Sehnerv), Augenmuskellähmung, Augenzucken, Entzündung der Hornhaut (Keratitis), der Lider (Blepharitis), Fremdkörper, Gersten- und Hagelkorn, Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom), Hemianopsie (Halbsichtigkeit), Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Lidrandentzündung, Netzhautentzündung (Retinitis), Photophobie (Lichtempfindlichkeit), Strabismus (Schielen), Trockenheit, Tränenfluß, Trübung der Hornhaut, Verletzungen der Augen.
Beschwerden der Ohren wie
Gehörgangsfurunkel, Hörsturz, Ohrekzem, Otitis media (Mittelhrentzündung), Schwerhörigkeit, Taubheit, Tubenkatarrh, Tinnitus (Ohrgeräusche).
Beschwerden der Brust und Atemwege wie
Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Asthma bronchiale, Bronchitis, Bronchiektasen, Brustwarzenentzündung, COPD, Emphysem, Herzbeschwerden, Herzinfarkt, Laryngitis (Kehlkopfentzündung), Lungenemphysem, Mukoviszidose, Mundgeruch, Pharyngitis (Rachenentzündung), Pleuritis (Rippenfellentzündung), Pneumonie (Lungenentzündung), Rhinitis (Schnupfen), Sarkoidose, Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung), Tonsillitis (Mandelentzündung), Tuberkulose.
Beschwerden von Stoffwechsel/Verdauung wie
Adipositas, Cholezystitis (Gallenblasenentzündung), Colitis ulcerosa (Darmentzündung), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Diarrhoe (Durchfall), Divertikulosel, Enteritis (Dünndarmentzündung), Fettleber, Flatulenz (Blähsucht), Gallensteine, Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Gicht, Hepatitis (Leberentzündung), Ikterus (Gelbsucht), Meteorismus (Auftreibung), Morbus Crohn, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Obstipation (Verstopfung), Reizmagen, Reizdarm, Sodbrennen, Schluckauf, Stomatitis (Mundschleimhautentzündung), Übelkeit und Erbrechen, Ulcus ventriculi (Magengeschwür), Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
Uro-Genital-Beschwerden wie
Afterfissuren, Amenorrhoe (fehlende Menstruation), Blasen- und Gebärmuttersenkung, Endometriose, Eierstockzyste, Nephritis (Nierenentzündung), Ovarialtumor, Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung, besonders nach Scharlach), Hämorrhoiden, Hodenentzündung, Hydrozele (Wasserbruch), Myome, Nierensteine, Prostatitis, Prostatahypertrophie (Vergrößerung der Prostata), Urethritis (Harnröhrenentzündung), Uterusverhärtung, Zystitis (Blasenentzündung)
Allergische Beschwerden wie
Heuschnupfen, Asthma, Allergien, Ekzeme, Neurodermitis, Quaddeln, Urtikaria (Nesselsucht).
Hormonelle Beschwerden wie
Fluor (Ausfluß), klimakterische Beschwerden, Menstruationsbeschwerden, Morbus Basedow, PMS (prämenstruelles Syndrom), Pubertätsprobleme, Schwangerschaftsbeschwerden, Stillprobleme, Struma (Kropf), Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse), Über- und Unterfunktion der Schilddrüse.
Beschwerden des Bewegungsapparates wie
Arthritis (Gelenkentzündung), Arthrose, Fibromyalgie (Weichteilrheuma), Ischialgie, Lumbago (Hexenschuß), Morbus Bechterew, Osteoprose, Rheuma, Rückenschmerzen, Verletzungen wie Frakturen, Stauchung, Verrenkung, Zerrung.
Hauterkrankungen wie
Abszesse, Akne, Angioneurotisches Ödem, Dekubitus (Wundliegen), Drüsenschwellungen, Ekzeme, Erytheme, Fisteln, Frostbeulen, Furunkel, Herpes labialis, Herpes zoster (Gürtelrose), Hautausschläge, Hühneraugen, Hyperkeratosen, Impetigo (Grindflechte), Keloide, Melanose, Milchschorf, Nagelgeschwür, Narben, Neurodermitis, Paronychie (Nagelbettentzündung), Pruritus (Juckreiz), Psoriasis (Schuppenflechte), Pyodermie, Rhagaden, Urtikaria (Nesselsucht), Wundheilungsstörungen, Ulcus cruris (offenes Bein), Vitiligo (Weißfleckenkrankheit), Warzen, Zysten.
Krankheiten von Herz und Gefäßen wie
Apoplexie (Schlaganfall), Anämie, Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Arteriosklerose, Blutungen, Entzündungen (Phlebitis), Hämorrhoiden, Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Hypertonie (Bluthochdruck), Hypotonie (niedriger Blutdruck), Koronare Herzkrankheit, Roemheld-Syndrom, Thrombose, Varizen (Krampfadern), Wassersucht (Ödem).
Ferner Infektionskrankheiten wie grippaler Infekt, Influenza, periodisch wiederkehrende Fieberzustände, Kinderkrankheiten, Lähmungen, Schwäche, Ohnmachtsneigung und viele weitere Erkrankungen!


Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.




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