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Materia Medica

Klassische Homöopathie

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Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Eupatorium perfoliatum, Wasserhanf


Eupatorium, der Wasserhanf

Wasserhanf, Wasserdost, Familie der Compositae (Eupat-p.)


Der Wasserhanf ist heimisch in Nordamerika und wächst vornehmlich in feuchten Sumpfgebieten und an Flußufern. Sein volkstümlicher Name ist "Knochenheil", wegen seiner Fähigkeit, Knochenschmerzen zu lindern. Schon die indianischen Ureinwohner schätzten ihn als schweißtreibende fiebersenkende und kräftigende Arznei bei Fiebern oder Erkältungen, vor allem beim sog. Break-bone-fever ("Knochenbrecherfieber"), ein Infekt, der häufig in den USA vorkommt. In Deutschland ist der Wasserhanf in vielen Grippe-Komplexmitteln enthalten.
In der klassischen Homöopathie wird Eupatorium sehr häufig bei grippalen Infekten, vor allem in Verbindung mit Knochenschmerzen eingesetzt.

Eupatorium wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Knochen, Muskeln, Hinterkopf, Magen, Leber

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa): Erkältung. Grippaler Infekt. Feuchtigkeit. Trunksucht.

Hauptanwendungsgebiete von Eupatorium

- grippaler Infekt
- Fieber
- Husten
- rheumatische Grippe
- Malaria
- Fleckfieber
- Denguefieber
- Knochenschmerzen
- Frakturschmerzen
- Wachstumsschmerzen
- Tinea (Hautpilz)
- Kopfschmerzen
- Augenschmerzen

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Die Beschwerden begleitend können folgende typische Gemütszustände auftreten:
Furcht vor Geisteskrankheit. Ruhelosigkeit und Traurigkeit während der Fieberhitze. Stöhnen während des Frostes und durch Schmerzen.

Schmerzen

Schmerzen für die Eupatorium als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Heftige Knochenschmerzen, als wären die Knochen gebrochen, verrenkt oder zerschlagen. Große Schmerzhaftigkeit der Muskeln von Brust, Rücken und Extremitäten. Begleitende Schwäche. Steifheit und allgemeine Schmerzhaftigkeit beim Aufstehen. Heftiger Knochenschmerz während der Frost- und der Hitzephase, besonders der unteren Extremitäten. Schmerzhaftes Genick und Schmerz zwischen den Schultern. Husten ist so schmerzhaft, daß die Brust gehalten werden muss. Kopfschmerz beim Husten.

Fieber

Fieber bei dem Eupatorium als Heilmittel infrage kommt, hat typischerweise folgende Charakteristika:
Der Infekt beginnt meist mit einem starken Durstgefühl oft begleitet von Übelkeit, dann folgt ein Schüttelfrost mit viel Frieren, besonders vormittags. Die Kälte beginnt im unteren Rücken. Gefühl von Zittern im Rücken während des Fiebers. Es besteht ein Verlangen nach kalten Getränken, welche aber nicht vertragen und wieder erbrochen werden (auch Phosphorus). Das Gesicht ist rot, weiterhin quälen den Patienten heftige Gliederschmerzen, wie zerbrochen, wund oder wie zerschlagen. Fieber vornehmlich am Vormittag. Auch während des Fiebers besteht extremer Durst mit Übelkeit und häufig galliges Erbrechen. Die Haut ist heiß und produziert wenig Schweiß. Der Patient ist ruhelos, wälzt sich hin und her und stöhnt.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Eupatorium:

Fieber mit Zerschlagenheitsgefühl und Schmerzempfindlichkeit des gesamten Körpers. Knochenschmerzen, wie gebrochen. Tiefsitzende Rücken- und Gliederschmerzen. Frakturschmerzen. Bewegungsdrang trotz Verschlechterung durch Bewegung. Periodisches Fieber. Frost morgens, Fieber morgens. Großer Durst auf kalte Getränke, besonders im Fieberfrost. Starker Durst vor dem Erbrechen. Erbrechen nach Trinken. Schmerzhafter Husten mit Festhalten der Brust. Lebererkrankungen mit Kopfschmerz, Schwindel und Galleerbrechen. Steifheit der Beine beim Aufstehen. Heiße Haut und wenig Schweiß. Alle Symptome bis auf die Kopfschmerzen bessern sich beim Schwitzen. Berstende und klopfende Kopf- und Augenschmerzen. Schmerzhafter Husten, muss sich die Brust halten. Ohnmachtsartige Schwäche.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Eupatorium als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
Schwitzen (außer Kopfschmerz). Erbrechen. Unterhaltung.

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Bewegung. Kalte Luft. Husten. Liegen auf den schmerzhaften Teilen. Geruch und Anblick von Speisen.

Sonstiges

Bei Allergie auf Korbblütler sollte Eupatorium nur in höheren Potenzen eingenommen werden.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Grippaler Infekt - Eupatorium-Fall aus der Praxis

Nach einem langen Arbeitstag kommt der Homöopath nach Hause und findet seine Ehefrau mit einem grippalen Infekt im Bett. Neben ihr steht eine große Kanne kalten Wassers und ein Eimer. Begonnen hatte der Infekt bereits am Morgen mit Kälteschauern, die ihr den Rücken hinunter liefen. Dazu gesellten sich Kopfschmerzen und als sie sich anschickte, das Mittagessen vorzubereiten, verursachte ihr der Geruch der Speisen eine derartige Übelkeit, daß sie gallig erbrechen musste. Dann hatte sie sich hingelegt und ein Fieber von 39°C hatte sich entwickelt. Jeder Knochen tat ihr weh, sie stöhnte und wälzte sich hin und her. Seit heute morgen hatte sie einen extremen Durst und starkes Verlangen nach kaltem Wasser, das sie in großen Schlucken trank, aber sogleich wieder erbrach. Sie hatte schon 3 Globuli Aconitum eingenommen, aber keine Besserung feststellen können. Der Homöopath fragt nach dem am meisten belastenden Symptom und erfährt, dass es die Gliederschmerzen seien.
Darauf gibt er seiner Frau 3 Globuli des homöopathischen Arzneimittels Eupatorium perfoliatum C30.

Begründung der Mittelwahl

In vielen Fällen von plötzlich auftretenden grippalen Infekten ist Aconitum das passende Einstiegsmittel, in diesem Fall sprechen jedoch die typischen Leitsymptome (Knochenschmerzen, extremer Durst, galliges Erbrechen) für Eupatorium perfoliatum. Auch die Modalität "Geruch von Speisen verschlimmert" bestätigt diese Arzneimittelwahl.




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