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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten


Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Aurum metallicum


Gold (Aur.)

Aurum metal. (Gold)

Gold ist eines der seltensten und wertvollsten Edelmetalle und wird seit Jahrtausenden zur Herstellung von Schmuck, Zahlungsmitteln und rituellen Gegenstände verwendet. In allen Kulturen hat es wie kein anderes Metall eine besondere Stellung inne und wird mit Macht, Reichtum, Königtum und Sonne assoziiert. Seit Jahrhunderten ist es ein Traum der Menschheit, Gold künstlich herstellen zu können. Im Mittelalter versuchten die Alchemisten vergeblich den Stein der Weisen zu finden, mit dem die Umwandlung unedler Stoffe wie z. B. Blei in Gold gelingen sollte. Heutzutage wäre es zwar möglich, Gold chemisch herzustellen, lohnt aber den Aufwand nicht.
Chemisch besitzt Gold eine hohe Beständigkeit, weder Säuren noch Basen können ihm etwas anhaben, lediglich Königswasser, ein Gemisch aus konzentrierter Salzsäure und konz. Salpetersäure ist in der Lage, es zu lösen. Gold ist doppelt so schwer wie Blei und gleichzeitig sehr weich und plastisch; es läßt sich gut verarbeiten und leicht mit anderen Metallen legieren. Man kann es auch zu besonders dünnen Folien walzen und schlagen, zu sog. Blattgold, welches nur 2000 Atomlagen dick ist. Früher überzog man damit Möbel, Rahmen, Ikonen und Figuren, um ihnen das Aussehen von echtem Gold zu geben.
Die Reinheit des Goldes wurde früher in Karat angegeben, wobei 24 Karat purem Gold, sog. Feingold entsprachen. Heute wird der Reinheitsgrad in einer Promillezahl angegeben, ein Stempel von 750 bedeutet, dass von 1000 Gewichtsanteilen 750 Anteile reines Gold sind. Der größte Teil des heute geförderten Goldes kommt aus Südafrika, USA, Australien und Rußland. Als Barrengold und als Goldmünzen stellt es ein internationales Zahlungsmittel dar und wird von den Zentralbanken der Welt als Währungsreserve eingelagert.
Die medizinische Wirkung von Gold war schon im Altertum bekannt, damals wurde es in Pulverform gegen Melancholie und Herzleiden eingenommen, also bei Indikationen, die auch in der Homöopathie aufgegriffen wurden und heute und seine Hauptanwendungsgebiete darstellen.
Auch Paracelsus kannte den Gebrauch des Goldes als Heilmittel gegen Syphilis, Lepra und Herzkrankheiten. Er nannte es das "Sonnenmetall" und schrieb:
"Das Herz ist die Sonne des Mikrokosmos, ein Ergebnis des Goldes, es nährt sich von ihm. Wie die Sonne auf die Erde wirkt, so wirkt das Herz auf den Leib."
Zur Zeit Hahnemanns kam dann die Verwendung von Gold bei Syphilis wieder in Mode. In der Neuzeit setzt man Gold in der Tuberkulose-Therapie zur Abtötung der Tuberkelbazillen ein; weiterhin bei chronischem Rheuma, Lupus, Schuppenflechte, Lepra und Syphilis, weil man annimmt, dass Gold in der Lage ist, das retikulo-endotheliale System in seiner natürlichen Abwehrreaktion zu aktivieren.
Obwohl Gold als ungiftig für den menschlichen Körper gilt (es ist sogar als Lebensmittelzusatzstoff E 175 zugelassen), kann eine ständige Aufnahme den Organismus toxisch belasten; wie z. B. durch Dentallegierungen (Zahngold) oder Katalysatoren. Die Folgen sind Allergien, Blutbildschädigungen und Degeneration von Organen, besonders der Drüsen.

Polychreste - Konstitutionsmittel Aurum metallicum

Während einige "kleine" Mittel vorwiegend auf bestimmte Organe einwirken und dadurch relativ leicht den akuten Beschwerden zuzuordnen sind, haben die "großen" Mittel, die sog. Polychreste (Polychrest=für vieles zu verwenden) ein sehr großes Wirkspektrum auf Körper, Psyche und Geist (Konstitutionsmittel).

Aurum met. wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Gemüt, Nerven, Herz, Gefäße, Knochen, Gelenke, Drüsen, Leber, Nieren, Hoden.

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Quecksilber, Alkohol, Folgen von Kummer, Schreck, Wut, enttäuschte Liebe, unterdrückter Verdruß, Widerspruch, Demütigung, geschäftlicher Mißerfolg.

Typus/Konstitution laut klassischer Homöopathie

Der Menschentyp, für den Aurum met. als Heilmittel besonders wirksam ist, hat typischerweise folgende Charakteristika:
Der typische Aurum-Patient ist oft dick, untersetzt von kräftiger Statur (Pykniker) und hat eine rote manchmal auch blaurote Gesichtsfarbe, ihn kennzeichnet eine sog. Plethora, d. h. Blutfülle. Er hat ein Verlangen nach Alkohol, ist evtl. auch Alkoholiker, die Nase ist rot und knollig, der Blutdruck ist erhöht (sog. roter Hochdruck) und vom Temperament her neigt er zu cholerischen Ausbrüchen. Es besteht eine Krankheitsdisposition zu Apoplexie (Schlaganfall). Psychisch leidet er unter einem Mangel an Selbstvertrauen und hat große Angst, Fehler zu machen. Im Augenweiß sieht man gelbe Flecken oder die Augen sind injiziert durch ein Netzwerk von Blutgefäßen. Auf der Haut sieht man kleine blaurote Gefäße (Teleangiektasien).

Kinder

Das typische Aurum-Baby sieht (nach H.-J. Achtzehn) alt aus, abgehärmt und ernst, entwickelt sich schlecht und langsam; eine Atmosphäre von Schwermut und Traurigkeit umgibt das Kind, ein Zustand der oft durch eine belastende schwere Familiengeschichte hervorgerufen wurde. Die Beziehung zu den Eltern kann gestört sein bis hin zur Idee, dass die Eltern nicht die wirklichen Eltern sind. Geringer Tadel kann die Kinder stark treffen und schleichend Zweifel an den eigenen Fähigkeiten bewirken, was allerdings nicht nach außen gezeigt wird. Eine Indikation für Aurum met. bei Kindern sind auch Schmerzen der langen Knochen, die vor allem nachts auftreten. Weiterhin hat sich Aurum bei Hodenhochstand oder Hodenatrophie der Knaben bewährt sowie bei Hydrozele (Wasserbruch) und Leistenbrüchen.

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Die Beschwerden begleitend können folgende typische Gemütszustände auftreten:
Die Betroffenen sind schwer depressiv und des Lebens überdrüssig, große Hoffnungslosigkeit beherrscht sie; sie hegen Selbstmordgedanken und sie wünschen sich den Tod. Diese Impulse verstärken sich abends und nachts. Die Patienten sind sogar fröhlich wenn sie an den Tod denken. Es besteht eine Neigung, sich aus großer Höhe in den Tod zu stürzen. Die Beschwerden können ausgelöst werden durch Kummer oder geschäftlicher Probleme, z. B. durch eine Firmenpleite. Schuldgefühle plagen die Betroffenen, sie verurteilen sich selbst und machen sich Vorwürfe, meinen ihre Pflichten vernachlässigt zu haben, leiden unter vielen Ängsten, vor allem vor Herzkrankheiten. Traurigkeit und grüblerische Zustände wechseln sich ab mit Tätigkeitsdrang, auch die manische Depression gehört zum Arzneimittelbild Aurums sowie religiöse Wahnvorstellungen. Kritik kann nur schwer angenommen werden, geringster Widerspruch führt zu Jähzorn und reizt zu Zornesausbrüchen, die Betroffenen zittern vor Zorn. Das Gedächtnis ist schwach. Das Nervensystem reagiert überempfindlich auf Schmerzen, Geräusche und Berührungen, die Patienten fürchten sich vor den geringsten Geräuschen, Musik kann die Beschwerden bessern.

Kopf

Der Kopf ist rot oder blaurot durch Blutandrang mit deutlich sichtbarem Klopfen der Halsschlagader und der Schläfenarterie. Der Kopfschmerz ist heftig und greift den Verstand an, treibt zur Verzweiflung. Er ist reißend, entweder am Scheitel oder er erstreckt sich vom Hinterkopf nach vorn zur Stirn. Der Kopfschmerz verschlimmert sich durch die geringste Anstrengung und nachts. Bohrender Kopfschmerz am Augenwinkel und an der Nasenwurzel. Das Sehen ist gestört, es werden schwarze Flecken vor den Augen gesehen oder Sternchen bei Anstrengung. Das Gesichtsfeld ist eingeschränkt, die Sicht ist nebelig, der Betroffene sieht nur doch die obere Hälfte des Gesichtsfeldes (Hemianopsie). Aurum ist auch eine Arznei bei Glaukom (grüner Star). Die Augen sind entzündet mit Schmerzen und Lichtscheu, die Augenhöhlen schmerzen wie wund. Ohrentzündung mit stechenden Schmerzen wie von einer Nadel hinter dem linken Ohr, aus den Ohren läuft ein übelriechender Ausfluß, auch das Jochbein schmerzt. Die Nase ist rot und knotig, ist entzündet und schmerzt, typisch ist ein bohrender Schmerz der sich nachts verschlimmert, die Absonderungen sind übelriechend und faulig. Geschwüre befinden sich in der Nase, bis auf den Knochen vordringend, Nasenkrebs. Beim Schneuzen wird ein übler Geruch wahrgenommen, auch der Atem ist übelriechend und stinkend und das Zahnfleisch ist geschwürig verändert. Aurum wird eingesetzt bei Knochenfraß besonders der Knochen des Gesichtes wie Kiefer, Nase, Mastoid und Gaumen.

Brust/Atemwege

In Anfällen auftretender Schmerz hinter dem Brustbein, auch Angina pectoris, besonders nachts, schlimmer beim Treppensteigen. Häufig kann der Patient nicht liegen oder sich ausstrecken sondern muss vornübergebeugt sitzen. Endocarditis, Pericarditis, rheumatische Herzklappenerkrankungen. Blutwallungen strömen zu Brust und Kopf, im Herzen wird ein Völlegefühl wahrgenommen oder das Gefühl eines zerquetschenden Gewichtes unter dem Brustbein, das sich beim Treppensteigen verschlimmert. Die Patienten haben die Empfindung, als wenn das Herz einige Sekunden aussetze und unmittelbar danach nach einem Ruck mit heftigem Klopfen wieder zu schlagen beginne. Gefühl, als ob das Herz locker wäre, besonders beim Gehen, Gefühl als stünde das Herz still. Weiterhin besteht das Gefühl von Hitze in den Blutgefäßen. Der Patient hat Beklemmungsgefühle und Atemnot, schlimmer beim Lachen, er holt tief Luft und kann nicht genug Atem schöpfen. Er ist unruhig mit heftigem Herzklopfen, Angst und Blutandrang. Erhöhter Blutdruck geht einher mit Ohrensausen (sog. roter Hochdruck). Beschwerden mit Herzhypertrophie und Herzverfettung.

Verdauung

Die Betroffenen sind appetitlos und leiden unter Übelkeit mit Brechneigung, der Oberbauch ist aufgetrieben, sie fühlen einen brennenden Schmerz im Magen und müssen heiß aufstoßen. Der Mundgeruch ist faulig, auch der Mundgeschmack ist faulig oder auch süßlich, selbst Wasser schmeckt faulig. Das Zahnfleisch ist geschwollen, dunkelrot und blutig. Es knurrt und kollert im Unterleib, die Gegend der rechten Seite unter den Rippen ist heiß und schmerzt. Die Lebergegend ist heiß und schmerzhaft, die Leber ist hypertrophiert oder mit Hepatitis, Aszites bildet sich. Häufig gehen die Leberbeschwerden einher mit Beschwerden des Herzens. Gelbsucht tritt auf in der Schwangerschaft. Die Patienten sind verstopft und die Stühle sind großkalibrig, hart und knotig. In der Nacht bekommen sie Durchfall und fühlen einen brennenden Schmerz im Rektum.

Uro-Genital-Organe

Die Blase ist entzündet mit ständigem Harndrang und Schmerzen dabei oder mit Harnverhalt; der Urin ist trübe und sieht aus wie Buttermilch. Frauen leiden unter Melancholie mit ausbleibender oder spärlicher Menstruation; der Fluor ist dick und weiß. Die Gebärmutter ist vergrößert und voller Myome. Unerfüllter Kinderwunsch führt zu Depressionen. Gelbsucht während der Schwangerschaft. Blasen- und Gebärmuttersenkung, Uterusvorfall. Der Uterus ist verhärtet nach wiederholten Fehlgeburten oder Abtreibungen. Männer haben vergrößerte geschwollene und verhärtete Hoden oder eine chronische Hodenentzündung. Die Schmerzen sind wie wund oder wie gequetscht, sind schlimmer abends zwischen 18 und 23 Uhr und häufiger ist die rechte Seite betroffen. Aurum met. wird häufig eingesetzt bei Hodenhochstand oder Hodenatrophie und Hydrozele. Ferner ist Aurum das Hauptmittel bei Sarkozele (Schwellung von Hoden und Nebenhoden). Um die Genitalien besteht eine vermehrte Schweißneigung.

Extremitäten

An Hals und Rücken finden sich geschwollene Halslymphknoten wie eine Schnur mit Knoten darin. Aurum ist indiziert bei Knochenschmerzen, besonders in den Beinen und wenn sie vorwiegend nachts auftreten oder sich nachts verschlimmern. Auch die rheumatischen Schmerzen sind schlimmer nachts und meist von reißender Qualität. Die Knie sind weich, in den Beinen ist das Gefühl wie gelähmt. Beide Knie fühlen sich an als wären sie fest eingebunden, die Nägel färben sich blau an. Der Oberschenkel kann nicht angehoben werden. Die unteren Glieder sind ödematös angeschwollen. Die untere Wirbelsäule fühlt sich an wie nach hinten vorgewölbt. Die Schädelknochen schmerzen oder es besteht ein Gefühl wie Klumpen unter der Kopfhaut. Die Knochen werden zerstört durch Karies (Knochenfraß) oder es bilden sich Exostosen (Knochenwucherungen).

Haut

Aurum ist indiziert wenn tiefe bläuliche Geschwüre bestehen oder bis in den Knochen reichende Ulcerationen wie z. B. beim sog. offenen Bein (Ulcus cruris) oder wenn die Haut sich schwarz färbt. Weiterhin bei Abszessen und krebsartigen Geschwüren mit Absonderung von gelblichem Eiter und käsigen Flocken. Auf der Haut bilden sich Lipome (Fettgeschwulste), Atherome, Warzen oder Akne. Die Haut ist kalt und feucht am ganzen Körper. Man sieht reichlich Blutgefäße auf der Haut (Teleangiektasien) oder weiße Flecken an einzelnen Stellen. Hautausschläge sind schuppig oder die Haut schilfert ab; Herpesausschlag bildet harte Krusten. Um den After bilden sich Warzen und Kondylome.

Schlaf

Die Patienten leiden unter Schlaflosigkeit, besonders vor Mitternacht. Sie erwachen nach nur wenigen Stunden Schlaf mit depressiven Gefühlen. Sie wimmern und stöhnen, schreien und weinen im Schlaf, die Atmung klingt schluchzend, der Schlaf ist unruhig durch Träume. Die Betroffenen wollen nicht ins Bett, fürchten sich vor dem Einschlafen, weil sich nachts alle ihre Symptome verschlimmern. Der Schlaf erfrischt nicht und tagsüber überkommt sie eine überwältigende Schläfrigkeit. Aurum met. ist indiziert bei Schlaflosigkeit durch Kopfschmerz, Zahnschmerz oder Traurigkeit. Angstvolle und lebhafte Träume begleiten den Schlaf, die Betroffenen träumen von schrecklichen Dingen oder von Räubern. Oder die Träume sind lebhaft aber nach dem Erwachen werden sie nicht mehr erinnert.

Schmerzen

An Aurum met. ist immer dann zu denken, wenn Schmerzen so heftig sind, dass sie den Betroffenen zur Verzweiflung treiben, Selbstmordgedanken aufkommen und sogar ausgesprochen werden. Es besteht eine Überempfindlichkeit gegen Schmerzen; wenn nur an sie gedacht wird, werden sie schon empfunden. Fast alle Schmerzen sind in der Nacht erheblich schlimmer, vorwiegend sind Knochen und Gelenke sowie Drüsen betroffen. Die Schmerzqualität in den Knochen ist bohrend und reißend, schlimmer nachts. In Gelenken und Knochen sind die Schmerzen auch zusammenschnürend oder lähmungsartig.

Fieber

Der Betroffene ist schmerzhaft empfindlich gegen Kälte, er ist feucht und kalt am ganzen Körper, die Beine sind kalt bis zu den Knien, er möchte nicht aufgedeckt werden. Hitze und Frost wechseln einander ab. Im Bett überkommen den Patienten Fieberschauer, der Frost nimmt ab, nachdem er aus dem Bett aufgestanden ist. Er schwitzt vermehrt im Genitalbereich und zwischen den Schenkeln. Das typische Aurum-Fieber hat folgende Symptome: erhöhte Temperatur, beschleunigter Puls, dann folgen anhaltende Schweiße, Speichelfluß aus dem Mund, reichlicher trüber stinkender Urin.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Aurum met.:

Bezeichnend für Aurum sind seine Haupteinsatzgebiete, die drei Hs: Herz, Hirn, Hoden. Psychische Beschwerden mit Störung des Lebenserhaltungstriebes: tiefe Depressionen, Hoffnungslosigkeit und Schwermut mit Suizidneigung, besonders sich aus großer Höhe herabzustürzen. Fröhlichkeit, wenn er an den Tod denkt. Auslöser können Kummer, Demütigung, enttäuschte Liebe, materieller Verlust sein. Selbstvorwürfe, grübelnde Schwermut im Wechsel mit Reizbarkeit und Verdrießlichkeit. Manische Depressionen, religiöser Wahn. Allgemeine Überempfindlichkeit: gegen Schmerz, Geruch, Geschmack, Geräusche, Berührung. Kopfschmerz durch geringste Anstrengung. Alle Beschwerden sind schlimmer in der Nacht. Starker Blutandrang zu Kopf und Herz, Herzklopfen, Gefühl als stehe das Herz still, Herz wie lose beim Gehen. Herzbeschwerden aller Art, Angina pectoris, Hypertonie, (sog. roter Hochdruck), Herzhypertrophie, Herzverfettung, Arteriosklerose sowie Verhärtungen auf allen Ebenen. Drüsenverhärtungen. Knochenschmerzen, Knochenentzündungen und Karies der Knochen (Knochenfraß) besonders von Nase, Gaumen und Mastoid. Rheuma und Gelenkschmerzen, schlimmer nachts. Rheumatische Schmerzen wandern und zwingen zur Bewegung, greifen das Herz an. Schwellung von Hoden und Nebenhoden, entzündlich oder durch Tumor, besonders rechts, Gefühl der Hoden wie gequetscht. Genitalschweiß. Tiefe nicht heilende Geschwüre, bis auf den Knochen reichend, schwarz, nekrotisch. Alle Beschwerden verschlimmern sich in der Nacht. Schmerzen sind nicht auszuhalten, treiben zur Verzweiflung, lassen an Selbstmord denken. Schmerzhafte Kälteempfindlichkeit. Gefühl, es blase ein Luftzug auf das betroffene Organ. Die Beschwerden bevorzugen die rechte Seite.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Aurum met. als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
Frische Luft, kalt baden, Warmwerden, Gehen, Musik.

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Nachts, Gefühle, geistige Anstrengung, Kälte, im Winter, von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, wolkiges Wetter.

Speisen und Getränke

Patienten, für die Aurum met. als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise Verlangen bzw. Abneigung nach folgenden Speisen und Getränken:
Der Patient klagt entweder über Übelkeit mit Brechneigung und starker Abneigung, irgendetwas zu essen; aber auch Heißhungeranfälle gehören zum Arzneimittelbild Aurums. Die Betroffenen haben großen brennenden Durst Weiterhin besteht ein Verlangen nach Alkohol und Kaffee sowie nach Brot und Milch. Der Patient verlangt auch nach Leckerbissen, selten sogar nach unverdaulichen Dingen. Gegen Fleisch besteht ein Widerwille.

Sonstiges

Aurum met. sollte nicht zusammen mit Gelsemium eingenommen werden.
Während der Behandlung mit Aurum met. sollte kein Kaffee getrunken werden.
Aurum met. ist ein Antidot zu Quecksilber.

Hauptanwendungsgebiete von Aurum met.:

Beschwerden des Gemütes wie
Angststörungen, Depressionen, Alkoholismus, Apathie, Bettnässen, Bulimie (Ess-Brech-Sucht), Gedächtnisschwäche, Gedankenandrang, geistige Verwirrung, Hypochondrie, innere Unruhe, Manie, Neurosen, Reizblase, Reizdarm, Schlafstörungen, Suchterkrankungen, Suizidneigung, vegetative Dystonie, Wahnideen.
Beschwerden des Nervensystems wie
Alzheimer-Krankheit, Ataxie, Epilepsie (Krampfanfälle), Geschmacksstörungen, Multiple Sklerose (MS), Morbus Parkinson (Schüttellähmung) Neuralgien, Neuritis (Nervenentzündung).
Beschwerden des Kopfes wie
Foetor ex ore, Gesichtsakne, Haarausfall, Kopfschuppen, Kopfschmerzen, Lippenherpes, Migräne, Morbus Meniere, Mundwinkeleinrisse, Nasenbluten, Nasenkrebs, Schwindel, Zahnschmerzen, Zähneknirschen, Zungenknötchen.
Beschwerden der Augen wie
Ambylopie (Schwachsichtigkeit), Amaurose (Lähmung des Sehnerv), Augenmuskellähmung, Augenzucken, Entzündung der Hornhaut (Keratitis), der Lider (Blepharitis), Fremdkörper, Gersten- und Hagelkorn, Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom), Hemianopsie (Halbsichtigkeit), Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Lidrandentzündung, Netzhautentzündung (Retinitis), Photophobie (Lichtempfindlichkeit), Strabismus (Schielen), Trockenheit, Tränenfluß, Trübung der Hornhaut, Verletzungen der Augen.
Beschwerden der Ohren wie
Hörsturz, Ohrekzem, Otitis media (Mittelhrentzündung), Schwerhörigkeit, Taubheit, Tubenkatarrh, Tinnitus (Ohrgeräusche).
Beschwerden der Brust und Atemwege wie
Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Asthma bronchiale, Bronchitis, Bronchiektasen, Brustwarzenentzündung, COPD, Emphysem, Herzbeschwerden, Herzinfarkt, Laryngitis (Kehlkopfentzündung), Lungenemphysem, Mukosviszidose, Mundgeruch, Pharyngitis (Rachenentzündung), Pleuritis (Rippenfellentzündung), Pneumonie (Lungenentzündung), Rhinitis (Schnupfen), Sarkoidose, Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung), Tonsillitis (Mandelentzündung), Tuberkulose.
Beschwerden von Stoffwechsel/Verdauung wie
Adipositas, Aphten, Cholezystitis (Gallenblasenentzündung), Colitis ulcerosa (Darmentzündung), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Diarrhoe (Durchfall), Divertikulosel, Enteritis (Dünndarmentzündung), Fettleber, Flatulenz (Blähsucht), Gallensteine, Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Gicht, Hepatitis (Leberentzündung), Ikterus (Gelbsucht), Meteorismus (Auftreibung), Morbus Crohn, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Obstipation (Verstopfung), Reizmagen, Reizdarm, Sodbrennen, Schluckauf, Stomatitis (Mundschleimhautentzündung), Übelkeit und Erbrechen, Ulcus ventriculi (Magengeschwür), Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
Uro-Genital-Beschwerden wie
Afterfissuren, Amenorrhoe (fehlende Menstruation), Blasen- und Gebärmuttersenkung, Endometriose, Eierstockzyste, Epididymitis (Nebenhodenentzündung), Gonorrhoe (Tripper), Nephritis (Nierenentzündung), Ovarialtumor, Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung), Hämorrhoiden, Hodenentzündung, Hydrozele (Wasserbruch), Myome, Nierensteine, Orchitis (Hodenentzündung), Prostatitis, Prostatahypertrophie (Vergrößerung der Prostata), Sarkozele (Hoden- und Nebenhodenschwellung), Syphilis, Urethritis (Harnröhrenentzündung), Uterusverhärtung, Zystitis (Blasenentzündung)
Allergische Beschwerden wie
Heuschnupfen, Asthma, Allergien, Ekzeme, Neurodermitis, Quaddeln, Urtikaria (Nesselsucht).
Hormonelle Beschwerden wie
Fluor (Ausfluß), klimakterische Beschwerden, Menstruationsbeschwerden, Morbus Basedow, PMS (prämenstruelles Syndrom), Pubertätsprobleme, Schwangerschaftsbeschwerden, Stillprobleme, Struma (Kropf), Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse), Über- und Unterfunktion der Schilddrüse.
Beschwerden des Bewegungsapparates wie
Arthritis (Gelenkentzündung), Arthrose, Exostosen, Fibromyalgie (Weichteilrheuma), Ischialgie, Lumbago (Hexenschuß), Morbus Bechterew, Osteoprose, Rheuma, Rückenschmerzen, Verletzungen wie Frakturen, Stauchung, Verrenkung, Zerrung.
Hauterkrankungen wie
Abszesse, Akne, Dekubitus (Wundliegen), Drüsenschwellungen, Ekzeme, Erytheme, Fisteln, Frostbeulen, Furunkel, Herpes zoster (Gürtelrose), Hautausschläge, Hühneraugen, Impetigo (Grindflechte), Keloide, Melanose, Nagelgeschwür, Narben, Neurodermitis, Paronychie (Nagelbettentzündung), Pruritus (Juckreiz), Psoriasis (Schuppenflechte), Rhagaden, Urtikaria (Nesselsucht), Wundheilungsstörungen, Ulcus cruris (offenes Bein), Vitiligo (Weißfleckenkrankheit), Warzen, Zysten.
Krankheiten von Herz und Gefäßen wie
Apoplexie (Schlaganfall), Anämie, Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Arteriosklerose, Blutungen, Entzündungen (Phlebitis), Hämorrhoiden, Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Hypertonie (Bluthochdruck), Hypotonie (niedriger Blutdruck), Koronare Herzkrankheit, Roemheld-Syndrom, Thrombose, Varizen (Krampfadern), Wassersucht (Ödem).
Ferner Autoaggressionskrankheiten, Infektionskrankheiten wie grippaler Infekt, Influenza, periodisch wiederkehrende Fieberzustände, Kinderkrankheiten, Lähmungen, Schwäche, Ohnmachtsneigung und viele weitere Erkrankungen!


Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.




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