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Materia Medica

Klassische Homöopathie

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Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Aranea diadema, Kreuzspinne


Familie der Araneidae (Aran.)


Aranea diadema (Kreuzspinne) Die Kreuzspinne ist in ganz Europa heimisch und ist von anderen Arten gut zu unterscheiden durch das charakteristische weiße Kreuz auf dem Rücken. Wegen des Kreuzes galt sie im Mittelalter sogar als heilig. Als echte Radnetzspinne baut sie die uns wohlbekannten runden Spinnennetze. Sie besitzt ein Paar großer Kieferklauen, die innen hohl sind und durch welche das Gift der Kieferdrüsen in das Opfer gespritzt wird. Nach dem Injizieren zieht sich die Spinne meist zurück und wartet bis das Gift gewirkt hat; danach wird die Beute fest eingesponnen, befestigt und unbeweglich gemacht. Das Gift ist neurotoxisch und ruft beim Opfer eine Lähmung hervor und dient gleichzeitig zur Verdauung und Verflüssigung, so daß die Spinne später ihre Beute aussaugen kann. Da das Weibchen wesentlich größer ist als die männliche Spinne, muß das Männchen nach der Paarung darauf achten, nicht als Nahrung für das Weibchen zu dienen. Ein Biß der Kreuzspinne ist für den Menschen nicht gefährlich, es kann nur lokal zu einer toxischen Wirkung kommen, vergleichbar mit den Beschwerden durch einen Bienenstich.
In der klassischen Homöopathie wird Aranea diadema vorwiegend bei Beschwerden des Nervensystems verwendet.

Aranea diadema wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Nervensystem, Gemüt, Blut, Knochen

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Nässe, feuchtkaltes Wetter, Wohnen in feuchter Wohnung

Hauptanwendungsgebiete von Aranea diadema

- Kopfschmerz und Migräne
- Schwindel
- Ängste
- Zahnschmerzen
- Trigeminusneuralgie
- Tremor
- Tics
- Nervenentzündungen
- Polyneuropathie
- Parkinson
- Durchblutungsstörungen
- Muskelzucken
- Restless legs Syndrom (unruhige Beine)
- Rosacea
- Gelenk- und Knochenschmerzen
- Albuminurie (Eiweiß im Urin)
- Leukämie
- Menstruationsstörungen
- Malaria
- Splenomegalie (Milzvergrößerung)
- Vesicula (Bläschen)

Extremitäten

Beschwerden der Extremitäten, für die Aranea diadema als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Die Patienten haben das Gefühl, ihre Glieder seien vergrößert oder aufgetrieben. Typisch ist das Erwachen in der Nacht mit dem Gefühl, die Hände seien doppelt so groß oder Hände und Unterarme seien geschwollen und schwer. Weiterhin besteht eine Neigung zu Neuralgien und Parästhesien; z. B. das Gefühl als ob die Glieder eingeschlafen sind, Gefühle von Ameisenlaufen oder Kribbeln, auch Taubheitsgefühle. Zittern und Tics treten auf, einzelne Muskelgruppen zucken, allgemeine Unruhe der Gliedmaßen und Krampfbereitschaft. Bohrender grabender Schmerz des Fersenbeins.

Allgemeines

Allgemeine Beschwerden, für die Aranea diadema als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Es besteht eine allgemeine Ruhelosigkeit mit Reizbarkeit und eine starke Empfindlichkeit gegen Feuchtigkeit und Kälte, eine sog. hydrogenoide Konstitution. Frostigkeit und allgemeines Kältegefühl sind sehr ausgeprägt, besonders an den Extremitäten. Hände und Füße sind eisigkalt und verhindern das Einschlafen. Patienten klagen über das Gefühl als seien die Knochen aus Eis, selbst im Sommer. Alle Beschwerden verschlimmern sich durch den Einfluß von Nässe und Kälte. Weiterhin neigen Beschwerden dazu, periodisch wiederzukehren, z. B. neuralgische Schmerzen oder Zahnschmerzen erscheinen täglich zur gleichen Stunde. Neigung zu periodischen Blutungen. Ein auffallendes Symptom ist die Besserung der Beschwerden durch Bewegung an der frischen Luft sowie durch Tabakrauchen.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Aranea diadema:

Großer Mangel an Lebenswärme, eines der „kältesten“ Mittel der Materia medica. Ein Mittel für die sog. hydrogenoide Konstitution. Patient ist kalt bis in die Knochen und wird nicht warm, jedes feuchte Wetter verursacht Frieren. Ruhelosigkeit mit Verlangen nach Bewegung. Neigung zu Neuralgien und Parästhesien mit Kribbeln, Taubheit und Ameisenlaufen. Tics, Tremor, Muskelzucken, Krämpfneigung. Gefühl von Vergrößerung einzelner Körperteile, besonders nachts beim Erwachen. Schlaflosigkeit, Albträume. Traurigkeit und Melancholie. Ängste und Reizbarkeit. Wahnideen den Körper betreffend: Gefühl von Schwellung und Vergrößerung, Täuschungen des Gehörs. Zahnschmerzen besonders der oberen Zahnreihe, sofort nach dem Hinlegen. Kopfschmerz und Trigeminusneuralgie, häufig besser durch Rauchen. Polyneuropathie. Interkostalneuralgien ziehen zur Wirbelsäule. Magenkrämpfe nach wenig Essen. Koliken, Krämpfe, Diarrhoe. Milzschwellung. Menstruationsstörungen. Blutungen aus allen Körperöffnungen, Leukämie. Malaria. Periodizität der Beschwerden. Rauchen bessert die meisten Beschwerden.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Aranea diadema als Heilmittel infrage kommt:

Besserung der Beschwerden durch:
Rauchen, frische Luft

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Nässe, kalte Nässe, baden, während Regen, Periodizität

Sonstiges

Tabakrauchen antidotiert die Arzneiwirkung.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Aranea diadema-Fall

Eine 22jährige Frau von lymphatischer Konstitution bekam in der Pubertät eine Amenorrhoe, wurde homöopathisch behandelt und genas bis zur Zeit ihrer Heirat. Seitdem klagte sie über einen unregelmäßigen Zyklus, mal kam die Regel zu früh, mal zu spät, zweimal in 8 Monaten hatte sie eine übermäßig starke Blutung die knapp 3 Wochen dauerte. Seit ihrer Heirat wurde sie behandelt mit Tonika, Eisenpräparaten, Antispasmodika und Mineralstoffen und Seebädern. Nach ihrer Rückkehr aus dem Seebad klagte sie über täglich wiederkehrende Magenschmerzen zu den Mahlzeiten, beim Aufstehen oder Hinlegen, die 2-3 Stunden anhielten. Sie wurde behandelt mit Lindenblüten, krampfwirkenden Mitteln, Natron, Opium- und Belladonnapillen, aber keine Behandlung hatte bisher gewirkt, die Schmerzen nahmen nur noch zu. Daraufhin wurde eine homöopathische Anamnese aufgenommen und es fanden sich folgende Symptome:
blasses Gesicht, blasse Lippen, blaue Ringe der Augen, trauriger Blick, melancholische Stimmung, Übelkeit mit dem Verlangen zu liegen, Gefühl von Ameisenkriechen im ganzen Körper. Zur Essenszeit heftiger krampfartiger Magenschmerz mit Angst und Druck auf der Brust und Gähnen. Der erst auf den Magen beschränkte Krampf wurde nun allgemeiner, die Patientin zitterte am ganzen Körper, hatte große Angst mit Unruhe und das Bedürfnis sich ständig zu bewegen.
Daraufhin bekam die Patientin 1 Gabe Aranea diadema. Nach der ersten Gabe verschwand die Magensymptomatik zur Essenzeit, nur noch abends beim Zubettgehen war ein leichter Anfall zu vermerken, der nach der 2. Gabe verschwand. Die 3. Gabe vollendete dann die Heilung und alle Symptome verschwanden einschließlich des unregelmäßigen Zyklus. (AHZ 1874 Bd. 88 Nr. 26)





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