Ernährung
Übersäuerung und Vitalstoffmangel
Der besonderen Bedeutung wegen, werden die Omega-Fettsäuren und Obst und Gemüse extra behandelt.
Raffinierte Kohlenhydrate (geschälter Reis, Weißbrot, Nudeln, Spagetti, Süßigkeiten usw.)
sowie Stress übersäuern nicht nur das Gewebe erheblich, sondern bewirken auch Vitalstoffmangel
(Vitamine, Mineralien), das den Körper ausmergelt und schwächt.
Hinzu kommt noch die längere Verweildauer der raffinierten Kohlenhydrate im Darmtrakt, was vermehrt Giftstoffe freisetzt, mit denen der Körper auch noch fertig werden muss. Verstopfung, Polypenbildung im Darm (durch Mangel an Ballaststoffen) mit dem Risiko der Entartung usw. sind mögliche Folgen.
Nahrungsmittel beeinflussen also nicht nur wesentlich unseren Säure-Basen-Haushalt, sondern auch unser Wohlbefinden und natürlich unsere Gesundheit! Das heißt jedoch nicht,
dass man auf alle sauren Nahrungsmittel verzichten sollte. Sündigen ist erlaubt (statt eine ganze Tafel Schokolade vielleicht nur 3 Rippchen), wenn die Bilanz stimmt.
Statt Weißbrot Vollkornbrot usw.
Ganz wichtig jedoch ist der tägliche Verzehr von Sekundären Pflanzenstoffen in Obst und Gemüse. Gerade beim Gemüse tun sich einige schwer, wer kennt das nicht, kaut man fast ewig appetitlos auf Sellerie oder Rote Bete herum und fühlt sich eher wie ein Wiederkäuer und nicht wie ein intelligenter Mensch.
Diese Probleme kenne ich auch sehr wohl von mir, die Lösung ist jedoch ganz einfach, selbstgepreßte Obst- und Gemüsesäfte können schnell getrunken werden, enthalten die hochgesunden bioaktiven Stoffe und man kann wohl dosiert wieder etwas vom wertvollen Fruchtmark hinzufügen.
Wer sich jedoch hemmungslos ungesund ernährt riskiert Erkrankungen:
- Krebs
- Arthritis
- Rheuma
- Osteoporose (der Körper entzieht den Knochen Calcium)
- Diabetes
Weitere Erkrankungen durch Schädigung des Bindegewebes usw. sind denkbar.
Einen Blick in ein
Säure-Basen-FORUM klärt auf.
Was soll man also unternehmen?
Je nach Lust Rohkost essen, selbstgepressten Saft trinken, enzymreich essen und Sport treiben.
Bei der Mukoviszidose gibt es noch mehr Probleme:
- chronische Entzündungen der Lunge
- chronische Übersäuerung durch Mangel von Bikarbonat im Dünndarm
- Resorptionsstörungen, auch heute noch
- evt. Diabetes mellitus
- evt. Respiratorische Azidose
Chronische Entzündungen bedeuten für den Körper ebenfalls Stress und erzeugen nicht nur aggressive
Radikale, sondern auch wieder Übersäuerung.
Bei der Mukoviszidose kann die Leber meist nicht mehr Natriumhydrogencarbonat (Bikarbonat) produziert, ein alkalisches Sekret, das im Dünndarm die aggressive Magensalzsäure neutralisiert, die ja mit Speisebrei vermischt vom Magen in den Zwölffingerdarm (Duodenum) wandert.
Daher ist es für Mukoviszidose Patienten sinnvoll,
mit säuregeschützten Natriumhydrogencarbonat-Kapseln (z.B. mit Ventracid®) die Magensäure dort zu neutralisieren, wo Säure unerwünscht ist - im Dünndarm. Damit verhindere ich, dass Magensäure schon im Magen neutralisiert wird, wo sie ja wichtig ist und gebraucht wird.
Verdauungsenzyme (Lipasen, Proteasen usw.) können nur im basischen Milieu aktiv werden.
Wer einen sauren Darm hat, kommt daher auch mit 40 Tabletten pro Tag kaum zurecht.
Das Enzympräparat Nortase® aus natürlichen Pilzkulturen wirkt auch im sauren Milieu und stellt eine gute Alternative dar.
Untersucht man das Blut von chronisch kranken Patienten mit entzündlichen Prozessen, stellt man auch heute noch gravierende Mängel an
Antioxidantien fest (außer Vitamin C). Das liegt am erhöhten Bedarf, bei Mukoviszidose Patienten auch an der noch immer eingeschränkten Resorption (vorausgesetzt, Antioxidantien werden nicht bereits substituiert).
Beim Diabetes mellitus kommen ja leider immer wieder Stoffwechselentgleisungen vor (zu hohe Blutzuckerspiegel),
der Stoffwechsel verändert sich, statt Zucker werden Fette zur Energiegewinnung zu sogenannten Ketosäuren
verbrannt.
Bei der respiratorischen (atmungsbedingten) Azidose ist die Lunge bereits so stark geschädigt, dass zu wenig
CO2 abgeatmet wird. Dieses CO2 reagiert mit H2O (Wasser) zu H2CO3 bzw. HCO3- und H+,
wobei H+ als Proton per Definition schon die Säure ist.
Mukoviszidose Patienten, die gerne ungesund leben und keine Rohkost, jedoch viele Süßigkeiten essen, sollten wenigstens
Ventracid® einnehmen. Ventracid® hat den Vorteil, dass darin auch noch ein Trockenextrakt der Curcumawurzel
enthalten ist, der sich sehr positiv auf die Gallesekretion auswirkt und den Gallensteinen entgegenwirkt.
Woher weiß ich denn, wie sauer ich bin???
Gleich morgens nach dem Aufstehen sollte man seinen Urin-PH messen. Dazu besorgt man sich
aus der Apotheke Indikatorpapier z.B. Uralyt®-U. Ist der Urin saurer als 6,8 d.h.
also z.B. 6,5 oder 6 oder 5,5 wäre Basenpulver sinnvoll. Ich strebe im morgendlichen (!) Urin einen PH-Wert
von 6,8 bis 7,4 an (7,0 ist neutral). Keinesfalls darf der Urin basischer als 8 sein!
Man darf sich da keinen Illusionen hingeben, der Urin PH schwankt im Laufe des Tages ständig,
was jedoch ganz normal ist.
Trotzdem sind regelmäßige Kontrollen gleich nach dem Aufstehen sinnvoll.
Zusammenfassung
Bei falscher Ernährungsweise besteht das Risiko der chronischen Übersäuerung!
Patienten mit chronischen Entzündungen, wie z.B. bei der Mukoviszidose, sind davon noch mehr betroffen.
Gesunde Ernährung ist dann unbedingt notwendig, um den Stoffwechsel langfristig im Lot zu halten.
Eine interessante Liste von hochwertigem Vitamin C findet man unter Vitamin C.
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