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Apfel
Der Apfel kommt ursprünglich aus Mittelasien und verbreitete sich im Laufe vieler Jahrhunderte bis nach Europa. Er war schon immer in aller Munde: Reichsapfel, Erdapfel, Gallapfel, Pferdeapfel, Adamsapfel...
Wichtige Inhaltsstoffe:
Vitamin C
Kalium
Pektine (lösliche Ballaststoffe)
Fructose
Tartarinsäure
Apfelsäure u.a.
bioaktive Substanzen:
Flavonoide (z.B. Quercetin)
Phenolsäuren
Hoher Vitamin C Gehalt, der je nach Apfelsorte schwankt. In Deutschland gibt es über 20 Apfelsorten.
Geriebene Äpfel laufen an, je schneller sie anlaufen, desto weniger Vitamin C ist darin enthalten.
Das liegt an den Enzymen, die durch das Raspeln frei gesetzt wurden und die Phenolsäuren zu freien Chinonen oxidieren. Vitamin C verhindert diese Oxidation.
Die Pektine, die mit über 30% im Apfel vertreten sind, erfüllen als Faserstoffe (Ballaststoffe) wertvolle Funktionen:
senken Cholesterin- und Blutfettspiegel und binden Giftstoffe wie Blei und Quecksilber.
Da Pektine im Darm aufquellen, wirken sie sowohl bei Durchfall (geriebener Apfel), als auch bei Verstopfung: bei Durchfall absorbieren Pektine die überschüssige Flüssigkeit, der Darminhalt dickt ein; bei Verstopfung dehnen die Pektine durch ihre Volumenzunahme den Darm, der dadurch wieder zu vermehrter Peristaltik angeregt wird und sich entleert.
Die Flavonoide und Phenolsäuren verringern die Oxidation von LDL-Cholesterin und verzögert somit die gefährliche Arterienverkalkung, Bluthochdruck und Herzinfarkte.
Flavonoide und Phenolsäuren wirken auch der Bildung von Thromboxan entgegen, die für die Zusammenballung der Blutplättchen verantwortlich sind. Blutgerinnsel und die damit verbundenen Herzinfarkte und Schlaganfälle werden damit seltener.
Pektin, Vitamin C und Flavonoide wirken hemmend auf bösartige Zellen, also geringeres Krebsrisiko für Apfelesser.
Die Fructose wird wesentlich langsamer resorbiert als normale Zucker (Saccharose). Daher günstig für Diabetiker und Personen mit labilem Blutzucker.
Die Fruchtsäuren (Tartarinsäure, Apfelsäure usw.) im Apfel hemmen schädliche Enzyme und Fäulnisbakterien im Darm. Eine gesunde Mikroflora wird also durch den Apfel gefördert.
Der Apfel wirkt
- senkend auf Blutdruck, Cholesterin- und Blutfettwerte
- der Arterienverkalkung entgegen
- der Zusammenballung der Blutplättchen entgegen, weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle
- dem Krebs entgegen
- kräftigend auf Immunsystem, Herz und Kreislauf
- stabilisierend auf Blutzuckerspiegel
- kräftigend auf Gefäße, insbesondere der schwachen Venen
- reinigend und entgiftend im Darm
- gegen Durchfall und Verstopfung
- kräftigend auf das Zahnfleisch
Äpfel sollten immer mit Schale verzehrt werden, da die meisten Flavonoide darin enthalten sind.
Da jedoch viele Äpfel im Supermarkt wie Chemiekeulen wirken (gespritzt mit Insektiziden, Pestiziden, Herbiziden sowie mit Wachstumsreglern und schädlichen Düngemittel behandelt), kauft man am besten Bioäpfel in Naturkostläden ein.
Anwendung:
Als selbstgepresster Saft, warme Küche oder Rohkost.
Rezepte:
Der Apfel ist wie bekannt universell verwendbar und gibt einen guten Geschmack.
Selbstgepresster Saft pro Person:
2 Äpfel ca. 200 g
3 Karotten ca. 300 g
etwas Ingwer ca. 2 g (nach Bedarf auch mehr)
1/2 TL Öl z.B. Hanföl
Die bei der Pressung des Apfels übriggebliebenen festeren Bestandteile sind wertvolle Pektine und werden dem Saft beigegeben!
Rohkost:
1 Bioapfel
1/2 Becher Joghurt
1/2 TL Rosinen
1/2 TL Orangensaft
Zubereitung:
Apfel samt Schale in sehr kleine Stücke zerteilen, vorher Kerne entfernen. Mit Joghurt, den gut gewaschenen Rosinen und dem Orangensaft vermengen.
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