Zurück zur Hauptseite






























































































































































































































Bachblüten

Bachblüten - > Aspen Nr.2 Teil I - > Aspen Nr.2 Teil II

Aspen Blüte Nr.2 Teil II

Espe / Zitterpappel - Populus tremula



EINSATZMÖGLICHKEITEN UND WIRKUNG VON ASPEN


Bei welchen Problemen kann Aspen eingesetzt werden?

  • Bangigkeit, unheimliche Gefühle.
  • Ängstliche Ahnungen, Einbildungen oder Wahnvorstellungen.
  • Unerklärliche, plötzlich auftauchende und unbegründete Ängste oder Sorgen.
  • Allgemeine Zukunfts- und Lebensangst.
  • Irrationale, unbegründete oder plötzliche Panikzustände mit Horror oder Entsetzen.
  • Alle krankhaften Störungen, die mit ängstlichen Ahnungen oder unerklärlichen Ängsten einhergehen oder davon ausgelöst wurden.
  • Körperlich: evtl. bei Sehstörungen, Atemproblemen, Herzbeschwerden, Wirbelsäulenproblemen (vor allem Halswirbelsäule = "Angst im Nacken").

Wie verhält man sich, wenn man Aspen braucht?


(Die folgenden Aussagen müssen nicht alle zutreffen. Für die Behandlung von Kindern tauschen Sie "man" gegen "das Kind" bzw. "es" aus.) Zum Beispiel:

  • Man hat ohne erkennbaren Grund Angst oder man wurde plötzlich von einem bangen Gefühl oder unheimlichen Vorahnungen überfallen.
  • Man bekommt schnell Angst, wenn etwas Unbekanntes oder Neues bevorsteht.
  • Untergründig fürchtet man sich dauernd vor irgendeinem Unheil und ist vielleicht sehr abergläubisch.
  • Man leidet unter angstbetonten Alpträumen oder schreckt nachts auf einmal mit einem unerklärlichen Panikgefühl auf.
  • Man hat kein richtig tiefes Vertrauen in das Schicksal.
  • Man bekommt bei Wetterwechsel ein banges oder unheimliches Gefühl.
  • Man ist durch unbegründete Angst krank geworden.

Wie reagiert man auf eine Krankheit?

  • Man befürchtet ohne vernünftigen Grund, sehr krank zu sein.
  • Man empfindet die Krankheit als unheimlich und bedrohlich, ohne dies genau erklären zu können.

Welche Wirkung ist zu erwarten?
Zum Beispiel:

  • Man beruhigt sich wieder, das unheimliche Gefühl verschwindet.
  • Man entwickelt mehr Vertrauen in das Schicksal und ängstigt sich daher allgemein weniger.
  • Man verliert seine Alpträume.
  • Krankheiten, die im Zusammenhang mit dem Aspen-Zustand aufgetreten sind, bessern sich oder verschwinden.

DIE PSYCHOLOGIE DER ASPEN-STÖRUNG


Jedes Bach-Mittel kann entweder kurzfristig zur Überwindung akuter psychischer Störungen oder langfristig zur Persönlichkeitsentwicklung, Charakterverbesserung und Lebenssanierung eingesetzt werden. Dabei werden psychische Anlagen, die sich negativ bzw. neurotisch entwickelt haben, oder Reaktionsweisen, die eine krankhafte Form angenommen haben, wieder ganz oder teilweise in ihren ursprünglich positiven und harmonischen Zustand zurückgeführt.


Die Aspen-Anlage macht sehr empfindsam, sensitiv und phantasiereich.
Menschen bei denen sie sich harmonisch entwickelt, sind sehr sensibel und sensitiv. Sie besitzen eine Art sechsten Sinn, wissen mehr als der normale, im nüchternen Alltagsdenken befangene Mensch und können oft zukünftige Entwicklungen voraussehen oder geheime Zusammenhänge erfassen. Indem sie aufmerksam auf die Zeichen achten, die ihnen das Leben gibt (Träume und Eingebungen, seltsame Begebenheiten und Wunder) und diese mit intuitiver Phantasie deuten, gehen sie mit fast traumwandlerischer Sicherheit durchs Leben. Dabei kennen sie keine Angst, denn ihr tief empfundenes Wissen um jene übermenschliche oder "göttliche" Ordnung, in der wir alle geborgen sind, erfüllt sie mit unerschütterlichem Optimismus.

Wenn sie Problemen, Gefahren oder Leiden ausgesetzt sind (was aufgrund ihrer großen Empfindsamkeit oft vorkommt), fliehen sie nicht, sondern betrachten diese als Gelegenheiten, noch tiefer in das große Geheimnis ihrer Existenz oder ihrer eigenen Seele zu blicken und ihr Vertrauen in das Schicksal noch mehr zu festigen. So ist ihr Leben ein immerwährender Erkenntnisprozess, eine unablässige, ehrliche Suche nach ihrer persönlichen Wahrheit und ein erhebender Beweis dafür, dass wir alle uns furchtlos und unbedenklich jener Ordnung oder Wesenheit anvertrauen können, die alles erschafft und lenkt.

Unter ungünstigen Bedingungen gelingt es dem Aspen-Menschen nicht, seine Gefühle und Eingebungen in intuitives Wissen oder klare Bewusstheit umzusetzen. Wenn seine starke Empfindsamkeit dann auch noch in Überempfindlichkeit umschlägt, so entstehen in ihm belastende Ahnungen oder unklare Ängste, die ihn untergründig - mal mehr, mal weniger - dauernd quälen. Manchmal steigern sie sich auch zu plötzlichen Panikzuständen, reißen ihn nachts aus dem Schlaf oder überfallen ihn plötzlich bei der Arbeit.

Meist versucht der Aspen-Mensch instinktiv, seine bösen Ahnungen dadurch zu neutralisieren, dass er sie auf praktische Vorkommnisse projiziert; zum Beispiel befürchtet er dann ohne vernünftigen Grund, dass er überfallen wird, sein Haus abbrennt, ein Familienangehöriger verunglückt oder jemand ihm etwas antun will. Das Fatale an all diesen Erscheinungen ist die Unklarheit, die von einem Gefühl der Hilflosigkeit oder des Ausgeliefertseins begleitet wird.

Aspen-Zustände können auch durch Vergiftungen (etwa durch Medikamente und Drogen) oder körperliche Krankheiten (zum Beispiel nächtliches Erwachen durch Herzschwäche, Panikzustände durch hormonelle Störungen, unerklärliche Bangigkeit durch vegetative Labilität) hervorgerufen werden.



Zusätzliche psychologisch-therapeutische Anmerkungen


Der Aspen-Mensch besitzt von Natur aus eine besondere, intuitive Sensibilität und ahnt vieles, was dem normalen, in seinem prosaischen Alltag befangenen Menschen verborgen bleibt. Darin gleicht er dem Künstler, der den Stoff für sein Werk ebenfalls aus den verschlüsselten Wahrheiten des Lebens bezieht. Er kann ihnen aber nicht, wie dieser, eine verständliche Form geben oder sie in das Kunstwerk eines sinnerfüllten Lebens integrieren, weil er unter einem tief sitzenden Misstrauen gegenüber dem Leben leidet, das ihm - empfindlich wie er ist - zu viele schmerzhafte Erlebnisse und Erkenntnisse beschert hat.

Sein Misstrauen hindert ihn - weitgehend unbewusst - daran, sich mit Wahrnehmungen oder Gefühlen zu befassen, die eine seelische Belastung mit sich bringen könnten. Da diese aber Bestandteile seines sehr reichen Gefühlslebens und wichtige Mitteilungen aus der Tiefe seines Unterbewusstseins sind, lassen sie sich nicht einfach abschieben, sondern versuchen ständig, in sein Bewusstsein aufzusteigen, und werden um so unheimlicher, je ängstlicher er sie aus seinem Denken auszuschalten versucht.

Zwar kann er sie zum Teil dadurch in Schach halten, dass er sie einfach auf konkrete Umstände projiziert - zum Beispiel prophezeit er "in freier Dichtung" ein bestimmtes Unglück oder unterstellt jemandem böse Absichten. Wirklich bändigen lassen sie sich aber auf diese Weise nicht, sondern lauern wie wilde Tiere im Bereich zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein und überfallen ihn, sobald seine Wachsamkeit oder Verdrängungskraft nachlässt, in Form unerklärlicher oder allgemeiner Lebensängste.

Die Angst des Aspen-Menschen zeigt, dass er einen Teil seines Urvertrauens verloren hat. Dieses besteht in dem Gefühl, in einer großen, "göttlichen" Ordnung geborgen zu sein, und in der Gewissheit, dass alles in dieser Welt, trotz Schmerzen und Leiden, richtig ist und letztlich - in einem ganzheitlichen Sinne - unserem Besten dient.

Ohne Urvertrauen kann kein Mensch leben. Wir entwickeln es in unserer frühesten Kindheit, in der wir der Welt und dem Leben hilflos ausgeliefert sind. Es entsteht aus dem fundamentalen Erlebnis, von anderen Menschen (vor allem von den Eltern) geliebt zu werden. Die Erfahrung, dass es jemanden gibt, der uns bereitwillig einen Platz in der Welt einräumt, der uns Wärme und Nahrung gibt und sich an uns erfreut, ist so grundlegend, dass sie sich uns unauslöschbar in unsere kindliche Psyche einprägt. Alle Kinder auf der Welt - selbst die Jungen im Tierreich - folgen aus dieser Erfahrung heraus ihren Eltern vertrauensvoll ins unbekannte Leben.

Die Erfahrung der elterlichen (in der Säuglingszeit vor allem der mütterlichen) Zuwendung ist ein tragendes Element in der Psyche des Menschen. Ohne sie wüsste er nicht, was Liebe, Schutz oder Wohlbefinden bedeutet, und sie ist es, die ihm die Augen für das Gute und Schöne öffnet und ihm auch noch als Erwachsenem das die Gewissheit gibt, dass eine wohlwollende Macht oder Wesenheit (zum Beispiel "Gott-Vater") ihn sicher durch das Leben führt.

Daher können Menschen, deren Urvertrauen aufgrund mangelnder Liebe seitens ihrer Eltern oder Bezugspersonen nur ungenügend entwickelt oder durch schlechte Erfahrungen wieder verloren gegangen ist, dem Leben nur abwehrend gegenüberstehen: Statt nur unbegreiflich erscheint es ihnen unheimlich und statt abenteuerlich gefährlich. Es ist für sie eine Angst erregende Angelegenheit geworden, von der sie immer irgend welches Unheil erwarten.

Die Aspen-Angst kann nur durch eine positivere, optimistischere Lebenshaltung überwunden werden, wozu meist eine Verbesserung des Verhältnisses zu den Eltern/Bezugspersonen erforderlich ist. Vor allem geht es um eine bewusste Wiederbelebung des kindlichen, vertrauensvollen Liebesgefühls, das sich allerdings nicht unbedingt auf die Menschen beziehen muss, zu denen die Eltern im Laufe ihres Lebens geworden sind.

Es kommt mehr auf das Prinzip an: dass die schönen Erinnerungen an die Kindheit wiedererweckt, dass die frohen Gefühle, die im emotionalen Gedächtnis gespeichert sind, aktiviert werden. Selbst wenn er seine Eltern nicht kannte oder wenn er sie hassen musste, so hat jeder Mensch doch einen Ersatz für sie gefunden (Großeltern, Verwandte oder Nachbarn, manchmal auch ein Tier oder eine Pflanze), der ihm überleben half, der das Flämmchen der Hoffnung genährt und sein Herz erwärmt hat.

Je positiver die Erinnerung an das zurückliegende Leben ist, desto optimistischer kann auch die Haltung gegenüber der Zukunft sein.

Auch künstlerische oder religiös-spirituelle Einflüsse eignen sich sehr gut, um Vertrauen ins Leben zu schaffen. Die ewige Schönheit, die unaussprechliche Wahrheit eines Kunstwerks, die ergreifende Erhabenheit eines großen Gedankens oder die beglückende Demut einer guten Tat - sie können Frieden und Hoffnung zurückgeben, weil sie dem von Angst gequälten Menschen zeigen, dass die Welt trotz allen Leidens, das er erfährt und nicht begreifen kann, auf einem unendlich guten Prinzip beruht.

Wer unter Aspen-Zuständen leidet, sollte sich mit allem, was er fühlt, wahrnimmt oder erlebt, ernsthaft auseinander setzen und es in ein vertrauenswürdiges Weltbild einzuordnen versuchen. Das Leben gibt uns unaufhörlich Zeichen und Beweise für die Richtigkeit all dessen, was zu erleben uns bestimmt ist. Es liegt nur an uns, den Blick für die Wahrheit und Schönheit in unserer Welt zu schärfen und vermehrt jener inneren Stimme Gehör zu schenken, die uns aus unserem Innersten Mut und Vertrauen zuspricht.



ASPEN UND DIE ANDEREN BACH-MITTEL


Häufige Kombinationen mit anderen Mitteln


Wenn zwei Mittel kombiniert werden, entsteht ein neues Mittel, dessen Wirkung entweder in einer gegenseitigen Verstärkung beider Komponenten besteht oder darauf beruht, dass eine Kausalkette, in der ein Problem das andere hervorruft, mit den entsprechenden Mitteln aufgelöst wird.


+ Agrimony:

wenn man seine Probleme oder Leiden zu ignorieren, zu verdrängen und zu verheimlichen sucht, wodurch diese unklar, unheimlich und unberechenbar werden. Es entsteht ein Teufelskreis, in dem die Angst Verdrängung und die Verdrängung Angst erzeugt.

+ Cherry Plum:

wenn man wegen eines plötzlich, ohne erkennbaren Grund aufgetretenen panischen Angstgefühls "durchzudrehen" droht.

+ Hornbeam:

wenn man sich aufgrund unklarer oder irrationaler Ängste überfordert fühlt.

+ Larch:

wenn man aufgrund eines tief sitzenden Minderwertigkeitskomplexes von irrationalen oder unbegründeten Ängsten gepeinigt wird.

+ Mimulus:

wenn man unter allerlei klaren und unklaren Ängsten leidet.

+ Mustard:

wenn man immer wieder aus heiterem Himmel von deprimierenden, bangen Ahnungen oder von angsterfüllten Depressionen überfallen wird.

+ Pine:

wenn man unter Aberglauben oder unbegründbarer Angst vor Unheil leidet, das die Strafe für eine Übertretung moralischer oder göttlicher Gesetze ist.

+ Red Chestnut:

wenn man von ängstlichen Sorgen um andere gequält wird, die man nicht begründen kann.

+ Rock Rose:

wenn man aus heiterem Himmel von panischen Angstattacken überfallen wird.

+ Rock Water:

wenn man aufgrund irrationaler Ängste sehr streng zu sich ist oder sich sehr diszipliniert.

+ Scleranthus:

wenn man aufgrund irrationaler Befürchtungen oder Ängsten in seiner Entscheidungsfähigkeit blockiert ist.

+ Star of Bethlehem:

wenn man aufgrund übertriebener Ängstlichkeit sehr verletzlich ist. Oder wenn man nach einem erschütternden Erlebnis das Urvertrauen verloren hat.

+ Water Violet:

wenn man aufgrund allgemeiner, irrationaler Ängstlichkeit unfähig wird (oder geworden ist), ausreichend Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen (z.B. im Alter).

+ White Chestnut:

wenn man so sehr von ängstlichen Ahnungen erfüllt ist, dass man keinen klaren Gedanken mehr fassen kann.


Mittel mit ähnlicher Symptomatik


Agrimony:

Ähnlich ist ein gewisses, unbegründetes Angstgefühl. Bei Agrimony entsteht es aus einer Überempfindlichkeit gegenüber unangenehmen Situationen und wird meist schnell durch feiges Ausweichen behoben, wogegen es bei Aspen einem untergründigen Bedrohungsgefühl entspringt und sich nicht auf eine bestimmte Situation bezieht.

Mimulus:

Ähnlich ist die Angst. Diese ist bei Mimulus begründet, benennbar und an der Außenwelt orientiert, wogegen sie bei Aspen unklar und unbegründet ist und aus dem eigenen Inneren kommt.

Pine:

Ähnlich ist die Angst. Bei Pine bezieht sie sich speziell auf eine mögliche Strafe (auch Kritik ist Strafe), bei Aspen ist sie unklar und unheimlich.

Red Chestnut:

Ähnlich ist die Angst, die bei Red Chestnut in der Sorge um andere Menschen besteht, wogegen sie bei Aspen unverständlich und unheimlich ist.

Rock Rose:

Ähnlich ist eine panische Angst. Diese ist bei Rock Rose die Reaktion auf bestimmte, bedrohliche Umstände, wogegen sie bei Aspen ohne klar erkennbaren Grund auftauchen kann.


Mit freundlicher Genehmigung von Verlag und Autor:
© VAK Verlags GmbH, Kirchzarten bei Freiburg 2004,
Blome, Götz: Das neue Bach-Blüten-Buch.



Naturheilkunde Forum
Farbtherapie   Heilpilze / Mykotherapie   Schüssler Salze
Ernährung / Übersäuerung   Heilpflanzen / Phytotherapie   Omega-Fettsäuren    Top