Zurück zur Hauptseite













































































































































































































































































































Bachblüten

Bachblüten - > Agrimony Nr.1 Teil I - > Agrimony Nr.1 Teil II

Agrimony Blüte Nr.1 Teil II

Odermennig - Agrimonia eupatoria



PRAKTISCHE EINSATZMÖGLICHKEITEN UND WIRKUNG VON AGRIMONY


Bei welchen Problemen kann Agrimony eingesetzt werden?

  • Tendenz, Probleme zu verdrängen oder zu überspielen.
  • Angst vor der (peinlichen) Wahrheit, vor Auseinandersetzungen und Konflikten.
  • Unehrlichkeit und Künstlichkeit.
  • Schauspielerei, "Maske", "keep smiling".
  • Verlegenheit, Hemmungen.
  • Psychische Komplexe. Innere Konflikte durch Verdrängung. Innere Rastlosigkeit und Seelenqual.
  • Abhängigkeit von entspannenden Mitteln oder Getränken. Anfälligkeit für Alkohol- und Medikamenten- und Drogenmissbrauch.
  • Körperlich: evtl. bei Schmerzen (möglichst zusammen mit Rescue Remedy nehmen), Verkrampfungen und Verspannungen, Koliken der Säuglinge, Schlafstörungen.

Wie verhält man sich, wenn man Agrimony braucht?


(Die folgenden Aussagen müssen nicht alle zutreffen. Für die Behandlung von Kindern tauschen Sie "man" gegen "das Kind" bzw. "es" aus.) Zum Beispiel:

  • Obwohl man frustriert ist oder leidet, gibt man sich entspannt, sorglos, optimistisch und zufrieden.
  • Man möchte nicht an seine Probleme oder Leiden erinnert oder darauf angesprochen werden und tut deshalb, als sei alles in Ordnung. Eventuell spielt man dabei die Rolle des "Sunnyboys" oder fröhlichen Spaßmachers.
  • Man kann nicht spontan und natürlich reagieren, sondern ist künstlich, gehemmt oder schnell verlegen und auch in den Bewegungen verkrampft, denn man versucht, seine (tatsächlichen oder nur eingebildeten) persönlichen Schwächen und Fehler aus Furcht vor möglichen unerfreulichen Folgen zu verbergen.
  • Man ist oft - sogar in Kleinigkeiten und ohne Notwendigkeit - unehrlich. Das äußert sich unter anderem auch darin, dass man unverbindlich oder (geheuchelt) höflich ist, von sich ablenkt, keine persönliche Frage beantwortet und niemanden hinter die - meist fröhliche - Maske schauen lässt, die man sich zugelegt hat.
  • Man neigt dazu, allem, was irgendwie unangenehm sein könnte, auszuweichen, seine Probleme zu verdrängen und vor Konflikten und Auseinandersetzungen zurückzuschrecken.
  • Man ist wehleidig und überempfindlich gegen Schmerzen.
  • Man leidet unter Verspannungen oder Verkrampfungen.
  • Man braucht Ablenkungen, Alkohol, Medikamente oder Drogen, um sich selbst oder seine problematischen Lebensumstände ertragen zu können.

Wie reagiert man auf eine Krankheit?

  • Man tut, als sei alles in Ordnung, obwohl man leidet.
  • Man verbirgt sein Leiden, weil man nicht darauf angesprochen werden will.
  • Man verdrängt seine Krankheit, man will nichts von ihr wissen.

Welche Wirkung ist zu erwarten?
Zum Beispiel:

  • Man wird direkter, offener, natürlicher, spontaner und lockerer. Dieser positive Effekt kann sich entweder auf eine bestimmte Situation beziehen, in der man zu verkrampft oder verlegen ist, oder allgemein auf die Art, wie man sich gibt und wie man auftritt.
  • Insgesamt entwickelt man mehr persönlichen Mut und weicht nicht mehr bei jeder Unannehmlichkeit aus, sondern beginnt, sich seinen Problemen zu stellen. Wenn eine Klärung nötig ist, riskiert man auch einmal ein offenes Wort oder einen Streit.
  • Weil man sich nicht mehr so vor der vermeintlich peinlichen Wahrheit fürchtet, kann man ehrlicher sein und auf die bisherigen kleinen Tarnungs- und Täuschungsmanöver oder Heucheleien verzichten.
  • Man wird fähig, sich so zu zeigen, wie man tatsächlich ist, und kann auch seine Fehler und Schwächen besser zugeben.
  • Man entwickelt nach und nach ein größeres Bedürfnis nach Wahrheit, was eine positive Veränderung des ganzen Charakters und der gesamten Lebenssituation bewirkt.
  • Aufgrund der inneren Entspannung lösen sich auch muskuläre Verkrampfungen oder treten nicht mehr so stark auf, beispielsweise am Rücken, im Bauch, im Kehlkopf (gepresste Stimme) oder in der Augenmuskulatur (Kurzsichtigkeit).
  • Weil man sich mehr der Realität stellt und sich an die Lösung seiner Probleme macht, braucht man nicht mehr so viel Alkohol, Drogen, Medikamente oder Ablenkungen.
  • Krankheiten, die im Zusammenhang mit dem Agrimony-Verhalten oder -Zustand aufgetreten sind, bessern sich oder verschwinden.

DIE PSYCHOLOGIE DER AGRIMONY-STÖRUNG


Jedes Bach-Mittel kann entweder kurzfristig zur Überwindung akuter psychischer Störungen oder langfristig zur Persönlichkeitsentwicklung, Charakterverbesserung und Lebenssanierung eingesetzt werden. Dabei werden psychische Anlagen, die sich negativ bzw. neurotisch entwickelt haben, oder Reaktionsweisen, die eine krankhafte Form angenommen haben, wieder ganz oder teilweise in ihren ursprünglich positiven und harmonischen Zustand zurückgeführt.


Die Agrimony-Anlage macht sehr empfindsam und erzeugt ein starkes Bedürfnis nach Lebensfreude. Menschen, bei denen sie sich harmonisch entwickelt, meiden instinktiv Leiden aller Art. Das gelingt ihnen auf die denkbar natürlichste Weise: Sie entschärfen Probleme dadurch, dass sie sie als Lebensrealität akzeptieren und auf sie mit einer gewissen Portion Humor reagieren. (Leiden entsteht ja dadurch, dass man die Realität nicht akzeptiert, sondern ignoriert, verfälscht oder bekämpft.) Deshalb können sie auch in unangenehmen Situationen eine natürliche und entspannte Haltung bewahren. Sie sind nie auf Konfrontation eingestellt, versuchen aber auch nicht, Unangenehmes zu vertuschen, Schwierigkeiten zu verdrängen oder sich selbst zu verleugnen.

Wenn es sein muss, beugen sie sich der Schicksalsgewalt wie das Schilfrohr dem Sturme: elastisch und mit natürlicher Anmut, ohne von ihr geknickt oder beschädigt zu werden. Schwierige Lebenssituationen, die für negativ eingestellte Menschen zur Katastrophe zu werden pflegen, gehen an ihnen (angesichts ihrer positiven Haltung) wie ein harmloser Spuk vorbei. Dabei bleiben sie stets sie selbst: natürlich, ungekünstelt, spontan und lebensfroh. Ihre besondere Stärke besteht darin, in allem - auch im scheinbaren Unglück - die (immer vorhandene) positive Seite zu erkennen und sich instinktiv an die "Schokoladenseite" des Lebens zu halten.

Oft scheint es, als spielten sie im Theater des Lebens die Rolle der Unbeschwerten, vom Glück Begünstigten. Tatsächlich besitzen sie auch ein ausgeprägtes Schauspielertalent, das sie alles spielerisch nehmen lässt. Daher ist alles, was sie "spielen", immer nur Ausdruck ihrer eigenen, lebensfrohen Anlagen, nie aber eine fremde, künstliche Rolle.

Und so sind harmonisch entwickelte Agrimony-Menschen wegen ihrer Natürlichkeit, Unbeschwertheit, Friedfertigkeit und optimistischen Einstellung überall gerne gesehen.

Unter ungünstigen Umständen (die vor allem in einer wahrheits- und lebensfeindlichen Erziehung bestehen) kann die Empfindsamkeit des Menschen mit der Agrimony-Anlage zur Überempfindlichkeit entarten, sein Bedürfnis nach Lebensfreude zur Realitätsflucht, seine Schauspielerei zur Heuchelei werden.

Ein Agrimony-Mensch kann und will nicht leiden, was für ihn besonders schwierig ist, weil seine Feinfühligkeit ihn alles Unangenehme übertrieben schmerzlich empfinden lässt. So geht er aus Furcht vor Leiden feige allem Unangenehmen, allen Konflikten und jedem Streit aus dem Wege, und zwar auch dann, wenn dies eigentlich gar nicht nötig wäre er ignoriert die Problematik einfach und tut so, als wäre alles in bester Ordnung. Der bewussten Auseinandersetzung mit Problemen, Ängsten und Konflikten ausweichend, ersetzt er diese dann, obwohl sie ihn weiterhin unterbewusst belasten, durch Bilder aus einer künstlich heilen Welt.

Dabei trägt er die Maske des fröhlichen, unbeschwerten Zeitgenossen, gibt sich gutgelaunt und optimistisch, obwohl ihm in Wirklichkeit ganz anders zumute ist, reißt Witze, während er innerlich leidet, macht anderen Mut, während ihm das Herz längst in die Hose gerutscht ist, oder erkundigt sich locker nach dem Befinden seines Arztes, während er sich selbst schwer krank weiß.

Er versucht, wie ein Schauspieler in einer falschen Rolle, sich selbst und anderen etwas vorzumachen, und das fröhliche Gesicht, das er zur Schau stellt, entspricht in Wirklichkeit der lachenden Maske des weinenden Clowns. "Immer nur ablenken, nur nicht daran rühren!" heißt seine Devise, "keep smiling!": Bloß nicht zeigen, wie es innen aussieht.

Das gelingt natürlich nur sehr oberflächlich, denn die verdrängten Probleme fressen, wie Rost an einem schlecht übermalten Stück Eisen, ständig an seinem Lebensgefühl und verursachen ihm, während er sich unbeschwert gibt, Ängste und Depressionen. Je mehr er nach außen Frieden und Fröhlichkeit vorzutäuschen versucht, um so mehr verliert er sie in seinem Inneren, und um so unnatürlicher und verkrampfter wird er.

Das beeinflusst natürlich auch seinen körperlichen Zustand und es kommt zu Krampfzuständen (vor allem im Bauchbereich), zu Schlafstörungen oder irgendwelchen Schmerzen.

Da dieser, manchmal sehr subtile Leidensdruck auf Dauer nicht zu ertragen ist, neigen Menschen im ausgeprägten Agrimony-Zustand dazu, sich wenigstens vorübergehende Erleichterung zu verschaffen, indem sie sich ablenkenden Zerstreuungen oder sinnlosen Vergnügungen, neurotischer Fresserei oder unnötiger Arbeit, dem Alkohol, Medikamenten oder Drogen hingeben. (Alkohol macht zum Beispiel viele Menschen sorglos, unnatürlich gesellig und lustig, zugleich aber unfähig zu ernsthaften Kontakten.)



Zusätzliche psychologisch-therapeutische Anmerkungen


Die Agrimony-Problematik bezieht sich auf zwei wichtige psychische Funktionen, die unser Überleben zu sichern helfen: Verdrängung und Lüge.

Die Verdrängung schützt uns vor den Folgen unserer eigenen, menschlichen Unvollkommenheit und Schwäche. Denn wenn wir nicht den größten Teil unserer Wahrnehmungen und Erkenntnisse ignorieren und verdrängen würden, so wären wir keines klaren Gedankens, keiner sinnvollen Handlung fähig, und wenn wir die ganze Wahrheit über uns wüssten, so würden wir zerbrechen. Daher filtert unsere Psyche laufend aus den unzähligen Informationen, Eindrücken und Erkenntnissen, die auf uns einwirken, nur jene heraus, die wir momentan verarbeiten können, und legt den großen Rest im Archiv des Unterbewussten ab, wo er so lange unter Verschluss bleibt, bis wir reif dafür geworden sind.

Die Lüge aber schützt uns vor der Missgunst und dem Unverständnis unserer Mitmenschen. So lernen wir schon als kleine Kinder um unseres Überlebens willen zu heucheln und zu lügen, das heißt: uns zu "benehmen", "anständig" zu sein und "mit den Wölfen zu heulen". (Deshalb sollten sich Eltern, die von ihren Kindern belogen werden, fragen, weshalb dies so ist und warum ihr Kind die Freude an der Wahrheit verloren hat. Die Antwort liegt meist auf der Hand: Die Eltern selbst zwingen ihr Kind dadurch zur Lüge, dass sie es für die Wahrheit bestrafen. Daher hütet es sich vor ihr. Eltern, die das Vertrauen ihrer Kinder besitzen und ihnen mit Verständnis statt mit Kritik oder Strafe entgegenkommen, werden nicht belogen.)

Wir wissen alle aus schlechter Erfahrung: Würden wir uns immer so geben, wie wir tatsächlich sind, würden wir offen sagen, was wir meinen, oder hemmungslos tun, wonach es uns verlangt, dann hätten wir nur geringe Überlebenschancen in unserer Welt, in der im Grunde das Recht immer beim Stärkeren liegt. Wer es dagegen versteht, nirgends anzuecken, unangenehme Wahrheiten zu übersehen und stets gut gelaunt zu erscheinen, ist gern gesehen, selbst wenn er, wie der Agrimony-Mensch, nur Theater spielt.

Dennoch - so hilfreich und vertretbar Verdrängung und Lüge unter bestimmten Bedingungen auch sein können, letztlich bedeuten sie einen Verrat an der Wahrheit. Daher erlaubt unsere Seele, die immer die Wahrheit will, sie uns nur dann, wenn triftige Gründe oder Notwehr uns dazu zwingen.

So müssen wir laufend einen Kompromiss finden, mit dem wir existieren können: einerseits so viel Selbstverleugnung, dass unser äußeres Leben nicht gefährdet ist, und andererseits so viel Ehrlichkeit, dass unsere Seele uns weiterleben lässt. Entscheidend ist dabei, dass wir unsere eigene Wahrheit nicht leichtfertig verraten oder verdrängen, dass wir selbst wissen, was wir tun, und unser Verhalten vor uns selbst vertreten können.

Wenn wir allerdings die Maske, die wir manchmal bei Gefahr oder aus persönlicher Schwäche tragen müssen, auch in guten Zeiten aufbehalten, wenn wir ohne dringenden Grund heucheln oder lügen, oder wenn wir schließlich an unsere eigenen Lügen glauben, dann wehrt sich unsere Seele und lässt uns leiden.

Dieses Leiden besteht, wie jeder aus eigener Erfahrung weiß, in einer gewissen Unzufriedenheit, wenn man sich wieder einmal unnötigerweise etwas vorgemacht, sich verstellt, seine Gefühle verleugnet oder sich feige gedrückt hat. (Feige zu sein bedeutet, dass man sich vor einer Aufgabe oder problematischen Situation drückt, obwohl man ihr eigentlich gewachsen wäre. Dagegen ist Angst die natürliche Reaktion auf eine tatsächliche Gefahr.)

Bei Menschen im ausgeprägten Agrimony-Zustand, die fast ständig ihre Probleme verdrängen, Konflikten ausweichen oder ihre Umwelt und sich selbst belügen, können hieraus schwere Frustrationen, Depressionen, Vereinsamung oder geheime Seelenpein entstehen.

Trotzdem sind sie meistens nur bei ganz erheblichem Leidensdruck bereit, etwas dagegen zu unternehmen. Häufig brauchen sie psychotherapeutische Hilfe, die ihnen ihr Verhalten bewusst macht und sie in die Lage versetzt, so wahrhaftig wie möglich zu leben.

Agrimony ist ein Mittel, das wir alle mehr oder weniger dringend brauchen. Es hilft uns, unsere Lebenssituation klar einzuschätzen und frei zu entscheiden, ob und wann wir Unangenehmes ignorieren oder uns gegenüber unserer Umwelt tarnen müssen. Erst dann können wir auch, wenn dies nicht erforderlich ist, darauf verzichten. Und je konsequenter uns dies gelingt, desto stärker wird unser eigentliches Wesen, das uns trotz aller vermeintlichen Schwächen und Unvollkommenheiten letztlich mehr Schutz und Sicherheit gibt als all die vielen Masken, hinter denen wir uns so oft verstecken.



AGRIMONY UND DIE ANDEREN BACH-MITTEL


Häufige Kombinationen


Wenn zwei Mittel kombiniert werden, entsteht ein neues Mittel, dessen Wirkung entweder in einer gegenseitigen Verstärkung beider Komponenten besteht oder darauf beruht, dass eine Kausalkette, in der ein Problem das andere hervorruft, mit den entsprechenden Mitteln aufgelöst wird.


+ Aspen:

wenn man seine Probleme oder Leiden zu ignorieren, zu verdrängen und zu verheimlichen sucht, so dass diese unklar, unheimlich und unberechenbar werden. Es entsteht ein Teufelskreis, in dem die Angst Verdrängung und die Verdrängung Angst erzeugt.

+ Beech:

wenn man aus Angst vor Konflikten seine Abneigungen hinter einer Maske betonter Toleranz verbirgt und dazu neigt, alles zu beschönigen, selbst wenn es einem eigentlich gegen den Strich geht.

+ Centaury:

wenn man zu gutmütig ist (das heißt nicht "nein!" sagen oder eigene Rechte und Wünsche durchsetzen kann) oder sich herumkommandieren lässt, weil man sich vor Konflikten fürchtet; diese Furcht verbirgt sich eventuell hinter einer Maske von Unbeschwertheit oder Naivität.

+ Cherry Plum:

wenn man unter enormem psychischem Überdruck steht, weil man starke Emotionen oder Triebe zu unterdrücken und geheim zu halten sucht. Dabei besteht die Gefahr, dass man bei der nächsten kleinen Belastung "durchdrehen" wird.

+ Chestnut Bud:

wenn man unreif und unerfahren bleibt, weil man alles Unangenehme verdrängt oder meidet.

+ Hornbeam:

wenn man sich von einer bestimmten Situation überfordert fühlt, weil man Unannehmlichkeiten befürchtet.

+ Larch:

wenn man unter Minderwertigkeitsgefühlen leidet, dies (auch sich selbst gegenüber) aber nicht wahr haben will und in etwas krampfhafter Weise so tut, als wäre man unbeschwert, selbstsicher und von sich selbst überzeugt.

+ Mimulus:

wenn man sehr ängstlich ist, dies aber (evtl. auch sich selbst gegenüber) hinter einem unbeschwerten oder betont mutigen Auftreten verbirgt. Oder wenn eine sehr deutliche Angst vor Unannehmlichkeiten, Peinlichkeiten, Leiden oder Konflikten besteht.

+ Mustard:

wenn man durch starke Verdrängung aller Probleme in eine Depression geraten ist. Oder wenn man gegenüber anderen Menschen seine depressive Stimmung durch künstliche Fröhlichkeit zu verbergen versucht.

+ Oak:

wenn man zu verkrampft versucht, seine Probleme zu verbergen oder zu verdrängen.

+ Pine:

wenn man sich aus Angst vor Strafe oder feige vor der Wahrheit oder einer bestimmten Situation drückt. Oder wenn man ein schlechtes Gewissen hat, weil man unehrlich oder feige ist.

+ Red Chestnut:

wenn man sich viele Sorgen um andere macht, dies aber nicht zugeben oder zeigen will.

+ Rock Rose:

wenn man nicht zeigen will, dass man sich innerlich in einem Panikzustand befindet. Oder wenn man aus panischer Angst die Wahrheit verdrängt.

+ Star of Bethlehem:

wenn man unter einer seelischen Wunde oder einer unerträglichen Lebenssituation leidet, dies aber zu verdrängen oder hinter einer Maske von Unbeschwertheit und Fröhlichkeit zu verbergen versucht.

+ Water Violet:

wenn man seine Mitmenschen auf Distanz hält, um seine Probleme zu verbergen.

+ Wild Oat:

wenn man den Sinn im Leben verloren hat, weil man sich dauernd selbst belogen und zu viele Wahrheiten verdrängt hat.

+ Willow:

wenn man "sauer" oder beleidigt ist und trotzdem so tut, als wäre alles in Ordnung.


Mittel mit ähnlicher Symptomatik


Beech:

Ähnlich ist (bei einem Teil der Beech-Menschen) die Gewohnheit, keine kritische Meinung zu äußern. Der Grund hierfür ist bei Beech das Bemühen um besondere Toleranz und bei Agrimony die Konfliktscheu.

Centaury:

Ähnlich ist die Unfähigkeit zum Konflikt. Bei Centaury entspringt sie einer Furcht vor Stärkeren, wogegen sie bei Agrimony auf Furcht vor allem Unangenehmen beruht.

Cherry Plum:

Ähnlich sind die inneren Qualen. Diese entstehen bei Cherry Plum aus zu starken Emotionen und sind oft von außen zu erkennen, wogegen sie bei Agrimony die Folge von Verdrängung sind und vor anderen Menschen verborgen werden.

Clematis:

Ähnlich ist die Neigung zum Suchtverhalten - bei Agrimony, um Probleme und Leiden zu verdrängen, bei Clematis, um eine interessantere Wirklichkeit zu erleben (zum Beispiel mit LSD).

Heather:

Ähnlich ist die Abneigung gegen Konflikte: bei Heather, weil man sich nicht unbeliebt machen möchte, und bei Agrimony, weil man generell alles Unangenehme fürchtet.

Hornbeam:

Ähnlich ist die Befürchtung, einer bestimmten Situation nicht gewachsen zu sein. Bei Agrimony weicht man feige aus, während man sich bei Hornbeam zwar überfordert fühlt, sich schließlich aber doch der Aufgabe stellt.

Impatiens:

Ähnlich ist die Unruhe und Getriebenheit. Sie wird bei Impatiens in Form von Ungeduld und Hetzerei offen ausgelebt, wogegen sie bei Agrimony nicht gezeigt wird und mit inneren Qualen einhergeht.

Larch:

Ähnlich ist die Tendenz, sich nicht an schwierige Aufgaben oder Situationen heranzuwagen. Der Grund hierfür ist bei Larch mangelndes Selbstvertrauen, während er bei Agrimony in einer grundsätzlichen Scheu vor allem Unangenehmen besteht.

Mimulus:

Ähnlich ist die Furcht. Bei Mimulus ist sie erkennbar und klar, bei Agrimony hat sie eher den Charakter von Feigheit und ist oft irgendwie getarnt.


Mit freundlicher Genehmigung von Verlag und Autor:
© VAK Verlags GmbH, Kirchzarten bei Freiburg 2004,
Blome, Götz: Das neue Bach-Blüten-Buch.



Naturheilkunde Forum
Farbtherapie   Heilpilze / Mykotherapie   Schüßler Salze
Ernährung / Übersäuerung   Heilpflanzen / Phytotherapie   Omega-Fettsäuren    Top