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In seiner Heimat Neukaledonien stehen ausgedehnte Niaouliwälder, die möglicherweise die Ausbreitung der Malaria verhindern, da Mücken von den duftenden Ausdünstungen der Bäume verscheucht werden. Aus den lanzettförmigen Blättern wird das ätherische Öl in einer recht hohen Ausbeute von zwei bis drei Prozent destilliert. In Frankreich heißt das dort sehr hoch geschätzte Heilmittel seit den ersten Importen aus Gomène in Neukaledonien Mitte des 19. Jahrhunderts auch "Goménol". Die Wirkungen des Öles sind denen des Cajeputöles grundsätzlich sehr ähnlich. Es ist sehr mild, nicht toxisch und wird von den meisten Menschen gut vertragen - auch unverdünnt auf der Haut. Im Unterschied zum Cajeputöl enthält es neben reichlich entzündungshemmendem und schleimlösendem Eukalyptol bis zu 15 Prozent Sesquiterpenole, die vor allem für die Behandlung von chronisch wiederkehrenden Krankheiten wichtig sind. Ungewöhnliche Schwefelverbindungen, die dem Duft manchmal einen leicht käsigen Unterton geben, wirken wie eine Zugsalbe bei Vereiterungen.
Haupt-Inhaltsstoff(e):
Eukalyptol, Sesquiterpene
Haupt-Wirkungen körperlich:
antiviral, sanft schleimlösend, bei eitrigen Hauterkrankungen (auch Nagelbettvereiterung), bei Krampfadern und Hämorrhoiden, vorbeugend vor Strahlenschäden bei Radiotherapie
Haupt-Wirkungen seelisch:
stabilisierend bei länger andauernden Tiefphasen
Besonders effektive Anwendung:
alle lokalen Anwendungen
Haltbarkeit nach Öffnen der Flasche:
ca. drei bis vier Jahre
Das Preisniveau
des Niaouli Öls ist mittel.
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